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HP-UX 11i Installations- und Aktualisierungshandbuch: HP Server und Workstations > Kapitel 4 Vorbereiten der Migration
auf HP-UX 11i Vorbereiten Ihres Systems für HP-UX 11i |
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Vor der Kaltinstallation oder Aktualisierung Ihres Systems sollten Sie unbedingt den nächsten Abschnitt lesen. Er beschreibt alle empfohlenen Schritte, die Sie ausführen müssen. Mit Hilfe der folgenden Liste können Sie die Installation oder Aktualisierung Ihres Systems auf HP-UX 11i vorbereiten:
Zusätzlich zu Ihren normalen, regelmäßigen Systemsicherungsprozeduren sollten Sie ein Sicherungsband oder eine Netzwerksicherung Ihrer Root-Datenträgergruppe (siehe „Vorbereiten Ihres Systems für HP-UX 11i“) vor und nach einer Kaltinstallation oder Aktualisierung erstellen. Falls ein Problem auftritt, kann das System sehr einfach auf seinen ursprünglichen Zustand zurückgespeichert werden. Dieser Abschnitt behandelt drei Alternativen für Datensicherungen: fbackup, make_tape_recovery und make_net_recovery. fbackupViele Administratoren verwenden den Grundbefehl fbackup, um das gesamte System auf Band zu sichern. Sie müssen keine importierten Dateisysteme aushängen. fbackup überschreitet keine NFS-Grenzen, sofern dies nicht anders angegeben ist. Legen Sie für eine vollständige Datensicherung am normalen Bandstandort ein neues Band ein und geben Sie den folgenden Befehl ein: fbackup -f/dev/rmt/0m -i -v Wenn Sie später das System in seinen vorherigen Zustand zurücksetzen wollen, verwenden Sie den Befehl “frecover”. Beispiele finden Sie auf der Hilfeseite fbackup(1M). Wiederherstellungsbefehle von Ignite-UXEine bessere Alternative zur Verwendung von fbackup und frecover sind die Wiederherstellungsbefehle von Ignite-UX, die mehr Flexibilität bieten als fbackup und frecover, darunter auch die Möglichkeit, nicht boot-fähige Systeme wiederherzustellen. Die Ignite-UX Server-Software für HP-UX 11i ist auf der HP-UX 11i OE CD1 oder DVD1 enthalten und kann entweder per Kaltinstallation zusammen mit HP-UX 11i installiert werden, um einen neuen Server zu erstellen, oder im Befehl update-ux zur Aktualisierung eines vorhandenen Ignite-UX Servers auf HP-UX 11i angegeben werden. Ausführliche Informationen hierzu finden Sie in Kapitel 2. make_tape_recoveryDer Befehl make_tape_recovery des Ignite-UX Servers erstellt ein boot-fähiges Wiederherstellungsband für einen Logical Volume Manager oder ein gesamtes Plattendateisystem, während es aktiv ist.Wenn ein System eine Konfiguration mit einem logischen Datenträger hat, umfasst das Wiederherstellungsband nur Daten aus der Root-Datenträgergruppe und Daten von allen anderen Nicht-Root-Datenträgergruppen, die das Verzeichnis /usr enthalten. Sie können make_tape_recovery entweder auf dem Ignite-UX Server oder lokal auf dem System, von dem Sie ein Wiederherstellungsband erstellen wollen, ausführen. Geben Sie folgenden Befehl ein, um das boot-fähige Wiederherstellungsband zu erstellen: /opt/ignite/bin/make_tape_recovery -Av Dabei gilt: v ist der Verbose-Modus und A bezeichnet die gesamte Root-Platte oder Datenträgergruppe. Mit der Option -x können auch mehrere Datenträgergruppen angegeben werden. Wenn ein anderes Bandlaufwerk als das Standardlaufwerk (/dev/rmt/0m) verwendet wird, ändern Sie den Befehl so, dass er auf das gewünschte Gerät zeigt, z. B. ein Bandlaufwerk unter /dev/rmt/3mn: /opt/ignite/bin/make_tape_recovery -Av -d /dev/rmt/3mn Wenn Sie eine fehlerhafte Systemplatte oder -datenträgergruppe nach der Erstellung eines Wiederherstellungsbands wiederherstellen wollen, legen Sie einfach das Wiederherstellungsband ein, starten Sie das System und unterbrechen Sie dabei die Startsequenz (siehe Anhang A), um eine Umleitung auf das Bandlaufwerk zu definieren. Lassen Sie den Installationsprozess komplett ablaufen, ohne einzugreifen. Das System wird erneut gestartet; da die Zuordnungsdateien für alle zugehörigen Datenträgergruppen auf dem Band gespeichert wurden, werden alle anderen vorhandenen Datenträgergruppen automatisch importiert und eingehängt. Daten, die nicht in der Root-Datenträgergruppe enthalten sind, müssen mit den normalen Sicherungsprogrammen gesichert werden. Weitere Informationen zur Verwendung des Befehls make_tape_recovery finden Sie auf der Hilfeseite make_tape_recovery(1M) auf einem Ignite-UX Server oder in Kapitel 11 des Handbuchs Ignite-UX Administration Guide. Dieses Handbuch ist auf der HP-UX 11i Instant Information CD sowie auf der folgenden Website verfügbar: make_net_recoveryDer Ignite-UX Server verfügt auch über den Befehl make_net_recovery, mit dem ein Systemwiederherstellungsarchiv auf einem anderen System im Netzwerk erzeugt werden kann. Das von make_net_recovery erzeugte Archiv ist für das System spezifisch, für das es erstellt wurde. Seine Identität umfasst den Host-Namen, die IP-Adresse, Netzwerkinformationen usw. Bei einem Ausfall der Root-Platte kann über den Ignite-UX Server das System wiederhergestellt werden, indem das Wiederherstellungsarchiv installiert wird. Der Inhalt des Systemwiederherstellungsarchivs umfasst immer alle Dateien und Verzeichnisse, die für ein funktionales System erforderlich sind. Diese Liste „erforderlicher Einheiten“ ist von make_net_recovery vordefiniert. Wenn make_net_recovery im interaktiven Modus ausgeführt wird, können die Verzeichnisse und Dateien angezeigt werden, aus denen sich die Liste „erforderlicher Einheiten“ zusammensetzt. Zusätzlich zu dieser Liste können Daten in das Archiv nach Platte/Datenträgergruppe, Datei oder Verzeichnis aufgenommen oder gelöscht werden. Weitere Informationen zur Verwendung von make_net_recovery finden Sie auf der Hilfeseite make_net_recovery(1M) oder in Kapitel 11 des Handbuchs Ignite-UX Administration Guide. Dieser Abschnitt enthält ausführliche Informationen zu den empfohlenen Aufgaben, die Sie vor der Kaltinstallation Ihres Systems ausführen sollten. Diese Aufgaben sollten zusätzlich zu den in „Vorbereiten Ihres Systems für HP-UX 11i“ aufgeführten Aufgaben ausgeführt werden. Bei der Kaltinstallation werden Sie nach der Identität und den Netzwerkadressen Ihres Systems gefragt. Notieren Sie sich die folgenden Daten auf einem Blatt oder einem anderen Rechner, um während der Migration darauf zugreifen zu können:
Wenn Sie HP-UX 11i per Kaltinstallation installieren und nicht ein vorhandenes System aktualisieren wollen, müssen Sie die Dateien speichern, die Sie erneut installieren wollen. Dies sind unter anderem eine Reihe von Konfigurationsdateien in /etc, der Inhalt von /usr/local, alle lokalen Heimverzeichnisse (d. h. die, die Sie nicht von einem anderen System importieren) und alle Konfigurationsdateien in den /opt-Verzeichnissen für installierte Software. Wenn mehrere Benutzer eine Kaltinstallation vorbereiten, könnten Sie ein Verzeichnis (z. B. /backup) auf einem anderen System erstellen. Erstellen Sie dieses Verzeichnis nicht auf Ihrer Root-Platte. Hängen Sie es mit sam ein. Erstellen Sie dann ein Unterverzeichnis für jedes System oder jeden Benutzer (z. B. /backup/ihr_sys). Kopieren Sie als Benutzer “root” die Dateien. Z. B.:
Farben und SchriftenWenn Sie Ihre Farben und Schriften in VUE oder CDE beibehalten wollen, führen Sie folgenden Befehl aus: xrdb -q > xrdb.save Speichern Sie dann die Datei xrdb.save in Ihrem Sicherungsverzeichnis.
Der Befehl update-ux ist neu unter HP-UX 11i und ersetzt swinstall für Betriebssystemaktualisierungen. Er enthält viele der Schritte, die vor der Ausführung von swinstall manuell ausgeführt werden mussten, und umfasst auch die Funktionen von swinstall. Aufgaben für die VorbereitungVor der Aktualisierung Ihres Systems sollten Sie die folgenden Maßnahmen ergreifen: Um zu erkennen, welche Software nach der Betriebssystemaktualisierung noch aktualisiert werden muss, drucken Sie vor der Aktualisierung eine Auflistung von swlist mit allen Produkten und Paketen aus. Geben Sie z. B. folgenden Befehl ein: /usr/sbin/swlist | lp Vergleichen Sie diese Liste mit einer analogen Auflistung,
die nach der Aktualisierung mit Hilfe des Befehls swlist erstellt wurde. Ihre Aktualisierung könnte fehlschlagen, wenn die Erstellung des HP-UX Systemkerns in der Startumgebung ausfällt. Um sicherzustellen, dass Sie einen zuverlässigen Ausgangspunkt haben, erstellen Sie den Systemkern vor der Aktualisierung neu:
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