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HP-UX 11i Version 1 Installations- und Aktualisierungshandbuch: HP Server und Workstations > Anhang D Konfigurieren der integrierten PCI-Netzwerkfunktionen

PCI 10/100Base-TX und 100Base-FX/9000

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Technische Dokumentation

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Die folgenden Abschnitte beziehen sich auf die PCI 10/100Base-TX- und 100Base-FX/9000-Netzwerkkarten. Die Informationen über die 100Base-FX/9000-Karte (optische Karte) trifft nur für den V-Klasse Server zu.

Die PCI 10/100Base-TX- und 100Base-FX/9000-Produkte bilden eine Schnittstelle von verschiedenen Typen von HP Servern und Workstations zu einem 10Base-T-, 100Base-TX- oder 100Base-FX-Netzwerk. Der Kartenanschluss, der den 100Base-TX-Betrieb unterstützt, kann auch den 10Base-T-Betrieb unterstützen.

Das UTP-Kabel der Kategorie-5, das in 100Base-TX-Netzwerken zwischen Geräten wie einem HP Rechner und einem 100Base-TX-Hub verwendet wird, darf höchstens 100 Meter lang sein.

Weitere Informationen zu Netzwerktopologien und den zugehörigen Spezifikationen für 100Base-TX-Netzwerke finden Sie in der Spezifikation IEEE 802.3u. Eine weitere praktische Referenz ist Fast Ethernet, Dawn of a New Network by Howard W. Johnson (veröffentlicht 1996 von Prentice Hall PTR, Upper Saddle River, New Jersey 07458. Tel. +1 800-382-3419. ISBN-Nummer 0-13-352643-7).

Kompatibilitäts- und Installationsanforderungen

Derzeit gelten folgende Beschränkungen für PCI 10/100Base-TX und 100Base-FX/9000:

  • Die PCI 10/100Base-TX/9000-Karte unterstützt automatische Aushandlung (autonegotiation) und automatische Erkennung. Sie sollten die Geschwindigkeit, die automatische Aushandlung oder den Duplexmodus der Karte normalerweise nicht manuell konfigurieren müssen. Wenn Ihr Switch keine automatische Aushandlung unterstützt, jedoch auf Vollduplexmodus gesetzt ist, kann eine fehlende Übereinstimmung zwischen der Karte und dem Switch auftreten, da die Karte standardmäßig Halbduplexbetrieb für Switches verwendet, die keine automatische Aushandlung unterstützen. Sie können mit lanadmin -x ermitteln, auf welche Einstellungen die Karte gesetzt ist, und sie gegebenenfalls mit lanadmin -X zurücksetzen. Ausführliche Informationen finden Sie unter „Manuelle Konfiguration der Geschwindigkeit und des Duplexmodus“.

    Standardmäßig ist die automatische Aushandlung aktiviert.

    Wenn Sie die Geschwindigkeit und den Duplexmodus der Base-TX-Karte manuell einstellen, wird die automatische Aushandlung deaktiviert.

  • Die PCI 100Base-FX-Karte (optische Karte) arbeitet nur bei 100 MBit/s im Halbduplexmodus. Die optische Karte unterstützt keine automatische Aushandlung (autonegotiation) und automatische Erkennung.

  • Nur die PCI 100Base-TX-Karte unterstützt sowohl den Voll- als auch den Halbduplexmodus. Wenn Ihr Hub oder Switch keine automatische Aushandlung unterstützt, vergewissern Sie sich, dass Ihr Hub oder Switch auf den gewünschten Duplexmodus eingestellt ist.

  • Die PCI 10/100Base-TX- und 100Base-FX/9000-LAN-Software ist nur zur Verwendung mit den folgenden Protokollen gedacht: TCP/IP, ARPA und NFS.

  • Bei Verwendung des Befehls ioscan -f zur Überprüfung der Installation zeigt die letzte Ziffer von “H/W Path” (Hardware-Pfad) die Anschlussnummer der Karte an. Die anderen Felder der Ausgabe zeigen den Treiber als btlan an. Die Hardware-Typbeschreibung zeigt die Produktnummer jeder Netzwerkkarte an.

  • Die integrierte PCI-Karte für Workstations hat für das Attribut “nettl subsys_id” einen Wert von 173. Die integrierte Workstation-Karte verwendet auch eine dynamische Hauptnummer.

  • Auf der integrierten PCI-Karte für Workstations arbeitet der RJ-45-Anschluss mit 10 oder 100 MBit/s, der AUI-Anschluss jedoch nur mit 10 MBit/s.

Konfigurieren der Netzwerkkonnektivität

Die folgenden Anweisungen gelten für die PCI 10/100Base-TX- und die 100Base-FX/9000-Karten für den HP V-Klasse Server und die PCI 10/100Base-TX-Karte für HP Workstations. Dabei wird davon ausgegangen, dass die PCI-Netzwerkkarte ab Werk installiert wurde und die Software bereits auf Ihrer Platte geladen ist. Die PCI 10/100Base-TX-Karte arbeitet bei 10 MBit/s und 100 MBit/s. Die Base-TX-Karte unterstützt automatische Aushandlung und automatische Erkennung. Die PCI 100Base-FX-Karte funktioniert nur im Halbduplexmodus (100 MBit/s), und die optische Karte unterstützt keine automatische Aushandlung (autonegotiation) und automatische Erkennung.

  1. Stellen Sie eine Verbindung des Systems zum Netzwerk her:

    1. Vergewissern Sie sich, dass der Rechner vollständig heruntergefahren und ausgeschaltet ist. Vergewissern Sie sich, dass das System geerdet ist.

    2. Wenn Ihr Base-TX-Netzwerk 8-polige RJ-45-Anschlüsse verwendet, schließen Sie den RJ-45-Stecker Ihres Twisted-Pair-LAN-Kabels an den RJ-45-Anschluss an der PCI 10/100Base-TX-Karte an. Der RJ-45-Anschluss wird für Betrieb sowohl mit 10 als auch mit 100 MBit/s genutzt.

      Wenn Ihr Netzwerk BNC-Anschlüsse verwendet, schließen Sie das LAN-Kabel an den BNC-Anschluss für 10 MBit/s an.

      Wenn Ihr Netzwerk AUI-Anschlüsse (Attachment Unit Interfaces) verwendet, schließen Sie Ihre MAU (Media Access Unit) mit 10 MBit/s an den AUI-Anschluss an. Verwenden Sie jeweils nur einen der drei Anschlüsse. Entfernen Sie die anderen beiden Anschlüsse der Karte.

      HINWEIS: Der RJ-45-Anschluss arbeitet mit 10 oder 100 MBit/s, die BNC- und AUI-Anschlüsse jedoch nur mit 10 MBit/s. Die Verbindungsstatus-LED dient nur dem RJ-45-Anschluss. Wenn der AUI- oder BNC-Anschluss verwendet wird, leuchtet sie nicht.

      Bei 100Base-FX schließen Sie die Glasfaserkabel an den Duplex-SC-Anschluss an. Die Verkabelung kann ein Multimodus-Glasfaserkabel mit 62,5 oder 125 Mikrometer sein. Die zulässigen Kabellängen für Glasfaserkabel für V-Klasse Systeme sind:

      • Hub zwischen Knoten und Repeater: 150 m.

      • Halbduplex vom Knoten zum Switch oder Hub: 400 m.

      • Die optische Karte unterstützt keinen Vollduplexmodus.

    3. Schließen Sie das freie Ende des Kabels an einen nicht verwendeten Anschluss am entsprechenden Hub oder Switch an (oder an eine Wandsteckdose, die mit einem Hub oder Switch verbunden ist). Schließen Sie das Netzkabel am System an. Stellen Sie die Hub- oder Switch-Geschwindigkeit und den Duplexmodus ein. Die PCI 10/100Base-TX-Karte funktioniert im Vollduplex- oder Halbduplexmodus. Bei der Base-TX-Karte ist eine automatische Aushandlung möglich, bei der optischen Karte nicht. Wenn Sie die 100Base-FX-Karte verwenden, setzen Sie den Duplexmodus manuell auf Halbduplex.

    4. Schalten Sie das System ein. Wenn das System aktiv ist, werden ggf. Fehlermeldungen auf dem Terminal oder auf der Systemkonsole angezeigt. Sie können auch mit dem Befehl dmesg Startmeldungen später abrufen.

    5. Wenn Sie den RJ-45-Anschluss der PCI 10/100Base-TX-Karte oder die 100Base-FX-Karte verwenden, vergewissern Sie sich, dass die Verbindungsstatus-LED der Karte leuchtet. Die Verbindungsstatus-LED leuchtet nicht, wenn Sie den BNC- oder AUI-Anschluss verwenden.

  2. Konfigurieren Sie die Karte mit sam:

    1. Melden Sie sich als Benutzer “root” an und prüfen Sie mit folgendem Befehl, ob die Karte und ihr Hardware-Pfad angezeigt werden:

      ioscan

    2. Führen Sie den System Administration Manager aus: sam

    3. Doppelklicken Sie auf Networking and Communications.

    4. Doppelklicken Sie auf Network Interface Cards.

    5. Markieren Sie die PCI 10/100Base-TX- oder 100Base-FX-Karte und wählen Sie Configure im Menü Actions.

    6. Füllen Sie das Formular entsprechend den Anweisungen aus.

    7. Klicken Sie auf OK, um die Karte zu aktivieren. Wählen Sie dann Exit im Menü File, um SAM zu beenden.

  3. Überprüfen Sie die Installation:

    1. Rufen Sie den PPA (bei HP-UX 10.20 ist dies die NMID-Nummer) und die Stationsadresse Ihrer Karte mit folgendem Befehl ab:

      lanscan

    2. Prüfen Sie mit folgendem Befehl, dass während der Installation keine Fehler aufgetreten sind:

      linkloop -i PPA-Nummer Stationsadresse

      Wenn ein Problem vorliegt, können Sie mit folgendem Befehl Fehlermeldungen anzeigen:

      dmesg

    3. Prüfen Sie die Konnektivität zu einem fernen System mit folgendem Befehl:

      ping ferne_IP_adresse und netstat -in

    4. Die PCI 10/100Base-TX/9000- oder 100Base-FX-Installation ist abgeschlossen, wenn Sie die folgenden beiden Befehle erfolgreich ausgeführt haben:

      linkloop
      ping

    5. Informationen zur Konfiguration ferner Systeme finden Sie im Handbuch Using PCI 10/100Base-TX/9000, das auf der Instant Information CD und im Web unter folgender Adresse verfügbar ist:

      http://docs.hp.com/

      Führen Sie diesen Schritt nur aus, wenn ferne Systeme bisher nicht konfiguriert waren.

Manuelle Konfiguration der Geschwindigkeit und des Duplexmodus

Da diese PCI 10/100Base-TX/9000-LAN-Karte die automatische Aushandlung unterstützt, sollten Sie sie normalerweise nicht manuell in den Duplexmodus setzen müssen. In manchen Fällen müssen Sie sie jedoch eventuell manuell in den Duplexmodus setzen, beispielsweise wenn der Switch im Vollduplexmodus arbeitet, aber keine automatische Aushandlung unterstützt. Da die Karte standardmäßig den Halbduplexmodus verwendet, wenn die automatische Aushandlung deaktiviert ist, könnte dies zu einer fehlenden Übereinstimmung zwischen der Karte und dem Switch führen (bei 10 oder 100 MBit/s). Um diesen Fehler zu beheben, führen Sie lanadmin -X (siehe unten) aus.

Die CSMA/CD-Datenträgerzugriffsmethode, die in IEEE 802.3u-1995 verwendet wird, ist ein Halbduplexmechanismus. Das bedeutet, dass zu jedem beliebigen Zeitpunkt jeweils nur ein Sender Daten im Verbindungssegment senden kann. Geräte an beiden Enden des Verbindungssegments können also nicht gleichzeitig übertragen.

Geräte an beiden Enden eines Verbindungssegments können Daten gleichzeitig senden (Vollduplexmodus). Obwohl die Details des Vollduplexbetriebs derzeit nicht in IEEE 802.3u-1995 definiert sind (der Vollduplexmodus setzt voraus, dass die CSMA/CD-Zugriffsmethode, die die Grundlage von IEEE 802.3 darstellt, deaktiviert wird), erlaubt der Mechanismus zur automatischen Aushandlung, der in IEEE 802.3u-1995 definiert ist, den Geräten, sich selbst bekannt zu geben und sich selbst zu konfigurieren, um in einem Vollduplexmodus zu arbeiten, der im Wesentlichen anbieterspezifisch ist. Geräte, die keine automatische Aushandlung unterstützen, können manchmal manuell für den Betrieb im Vollduplexmodus konfiguriert werden.

Der Vollduplexmodus wird am häufigsten in Switches bei 10 MBit/s oder 100 MBit/s statt in Hubs gefunden. Der Vollduplexmodus kann unter bestimmten Umständen Vorteile beim Durchsatz bieten. Wie groß die Vorteile sind, hängt jedoch von den einzelnen Anwendungen ab. Die PCI 10/100Base-TX-Karte unterstützt sowohl Halb- als auch Vollduplexbetrieb. Die optische Karte unterstützt nur 100 MBit/s im Halbduplexbetrieb.

Vergewissern Sie sich, dass die Geschwindigkeit, der Duplexmodus und die automatische Aushandlung des entsprechenden Switch denen der PCI 10/100Base-TX-Karte entsprechen. Wenn der Switch die automatische Aushandlung auf den Anschlüssen unterstützt, die mit den Karten verbunden sind, sollte diese gemäß der Beschreibung unter „Automatische Aushandlung und automatische Erkennung“ aktiviert werden.

Eine Auflistung der aktuellen Geschwindigkeit und des Duplexmodus einer PCI 10/100Base-TX/9000-Karte erhalten Sie mit der Option -x (in Kleinbuchstaben) des Befehls “lanadmin”. Ermitteln Sie die Geschwindigkeit und den Duplexmodus Ihres Hub oder Switch, bevor Sie eine manuelle Konfiguration durchführen:

lanadmin -x ppa

Wenn Sie den Duplexmodus der Schnittstelle manuell einstellen wollen, geben Sie folgenden Befehl ein:

lanadmin -X modus ppa

Dabei gilt: modus kann eine der folgenden Zeichenfolgen sein (fd or hd ohne Unterscheidung der Groß-/Kleinschreibung):

10fd =10 MBit/s Vollduplex

10hd =10 MBit/s Halbduplex

100fd =100 MBit/s Vollduplex

100hd =100 MBit/s Halbduplex

lanadmin -X auto_on ppa aktiviert die automatische Aushandlung.

ppa ist der physische Anschlusspunkt (physical point of attachment) bei HP-UX 10.30 oder 11.0. Verwenden Sie bei HP-UX 10.20 die nmid (Netzwerk-Management-ID) der Karte. Sie können den ppa (die nmid) aus der Ausgabe des Befehls “lanscan” erhalten.

Wenn z. B. der ppa (nmid der 100Base-TX-Schnittstelle 5 ist, setzt dieser Befehl die Karte unter HP-UX 10.20 auf 10 MBit/s und Vollduplex:

lanadmin -X 10fd 5

Sie müssen mindestens 11 Sekunden warten, bevor Sie versuchen, die angegebene Netzwerkschnittstelle zu verwenden.

Wenn diese Einstellung des Duplexmodus bei allen nachfolgenden Neustarts wirksam sein soll, müssen Sie ein Skript, das den entsprechenden Befehl enthält, im Verzeichnis /sbin/init.d erstellen, damit es bei jedem Neustart gelesen wird. Die manuelle Konfiguration der Geschwindigkeit oder der Duplexeinstellung eines Switch-Anschlusses kann an einigen Switches verhindern, dass dieser Anschluss die automatische Aushandlung verwendet. Vergewissern Sie sich, dass die Karte und der Switch-Anschluss mit derselben Geschwindigkeit und demselben Duplexmodus arbeiten.

Wenn Sie mit manueller Konfiguration die Karte auf einen anderen Wert für Geschwindigkeit und Duplexmodus ändern, müssen Sie evtl. die automatische Aushandlung zuerst aktivieren, bevor die manuelle Einstellung stattfinden kann.

HINWEIS: Fehlende Übereinstimmung bei der Geschwindigkeit, der automatischen Aushandlung oder dem Duplexmodus zwischen der Karte und dem Switch führt zu fehlerhaftem Betrieb.

Einstellen der Geschwindigkeit und des Duplexmodus beim Systemstart (nur Workstation)

Mit dieser Methode können Sie die Geschwindigkeit und den Duplexmodus der Schnittstelle einstellen und diese Einstellung über Systemneustarts hinaus beibehalten.

Greifen Sie wie folgt auf die Befehle zur LAN-Konfiguration zu: Wählen Sie von der Systemstartkonsole Configuration Menu und anschließend LAN Configuration. In diesem Menü können Sie den aktuellen Modus der 10/100Base-T-Schnittstelle mit den folgenden Befehl konfigurieren und anzeigen:

LanConfig Zeigt die aktuellen Konfigurationseinstellungen an.

LanConfig 10/Half_dx  Betrieb bei 10 MBit/s, Halbduplexmodus.

LanConfig 100/Half_dx  Betrieb bei 100 MBit/s, Halbduplexmodus.

LanConfig 10/Full_dx Betrieb bei 10 MBit/s, Vollduplexmodus.

LanConfig 100/Full_dx Betrieb bei 100 MBit/s, Vollduplexmodus.

LanConfig AUTO_detect (Standard) Aktiviert die automatische Aushandlung.

Wenn Sie diese Methode nicht verwenden, startet das System mit der Standardeinstellung AUTO_Detect.

Automatische Aushandlung und automatische Erkennung

Durch die automatische Aushandlung können Geräte in einem Verbindungssegment mit dem optimalen Modus arbeiten: 10Base-T oder 100Base-TX und Halb- oder Vollduplexmodus.

Wenn die PCI 10/100Base-TX/9000-Karte mit einem Gerät, z. B. einem Switch, verbunden ist, das die automatische Aushandlung unterstützt, führt die PCI-Karte eine automatische Aushandlung mit dem Gerät durch, um gegenseitig die höchstmögliche Geschwindigkeit und die Duplexeinstellungen zu ermitteln.Die optische Karte (100Base-FX/9000) arbeitet mit 100 MBit/s und nur im Halbduplexmodus. Sie unterstützt die automatische Aushandlung (autonegotiation) und automatische Erkennung nicht.

HINWEIS: Wenn die PCI 10/100Base-TX/9000-Karte mit einem Gerät verbunden ist, das keine automatische Aushandlung unterstützt, oder mit einem Gerät, bei dem die automatische Aushandlung deaktiviert ist, erkennt die PCI-Karte die Verbindungsgeschwindigkeit automatisch und stellt sich entsprechend ein. Die Karte wird in diesem Fall auf den Halbduplexbetrieb gesetzt. Wenn die Karte im Vollduplexmodus arbeiten soll, müssen Sie sie mit der unter “Manuelle Konfiguration der Geschwindigkeit und des Duplexmodus” beschriebenen Methode einstellen.

Die PCI 10/100Base-TX-Karte erkennt, ob die Verbindung zwischen ihr und einem Hub oder Switch am anderen Ende unterbrochen wurde. Wenn eine Verbindung zu einem anderen (oder demselben) Gerät hergestellt wird, erfolgt die automatische Erkennung erneut automatisch. Die automatische Erkennung erfolgt immer, wenn die Schnittstelle zurückgesetzt wird.

RJ-45- und AUI-Anschlüsse

Die 10/100Base-TX-Verbindung arbeitet mit einem RJ-45- und (bei der V-Klasse) mit einem AUI-Anschluss. Der RJ-45-Anschluss kann für 100Base-T- oder 10Base-T-Netzwerkbetrieb, der AUI-Anschluss nur für 10Base-T verwendet werden. Nur einer dieser Anschlüsse sollte jeweils mit einem Netzwerk verbunden sein. Die Verbindung versucht normalerweise, automatisch zu erkennen, welcher Anschluss verbunden ist, und diesen Anschluss zu konfigurieren, sofern dies nicht über die LAN-Konfiguration für den Systemstart (siehe oben) außer Kraft gesetzt wird.

Wenn der RJ-45-Anschluss nicht mit dem Netzwerk verbunden ist, konfiguriert sich das System beim Systemstart oder beim Rücksetzen selbst für die Verwendung des AUI-Anschlusses.

Leistung

Das 100Base-T-Produkt wird anfangs mit einem konservativen Wert für die Übertragungsschwelle (die Anzahl von Bytes, die im FIFO-Übertragungspuffer vorhanden sein müssen, bevor die Übertragung beginnen kann) eingestellt. Die Übertragungsschwelle wird auf einen “store-and-forward”-Wert eingestellt. Das bedeutet, dass der gesamte Ethernet-Frame im FIFO-Übertragungspuffer enthalten sein muss, bevor die Datenübertragung beginnt.

Der anfängliche Übertragungsschwellenwert ist so eingestellt, dass Unterläufe (wenn das übertragende Gerät während der Übertragung auf einen leeren FIFO-Übertragungspuffer trifft) vermieden werden. Dadurch kann jedoch auch die Übertragungsleistung verringert werden, da das nächste Paket immer erst abgerufen werden kann, wenn der aktuelle Frame vollständig übertragen ist. Dies sorgt für eine leichte Verzögerung zwischen Frames, was zu einer insgesamt etwas schlechteren Leistung führt.

Der Übertragungsschwellenwert ist einstellbar. Wenn Sie den Schwellenwert auf 1024 oder 512 Byte einstellen, kann die Leistung verbessert werden. Wenn der Übertragungsschwellenwert 1024 oder 512 beträgt, beginnt die CORE 100Base-T-Schnittstelle mit der Übertragung der Daten, nachdem 1024 bzw. 512 Byte im FIFO-Übertragungspuffer enthalten sind. Dadurch kann die CORE 100Base-T-Hardware beginnen, den nächsten Frame im FIFO-Übertragungspuffer abzurufen, bevor der aktuelle Frame komplett übertragen ist. Dadurch wird die Zeit zwischen aufeinander folgenden Frames verringert und damit die Übertragungsleistung erhöht.

Einstellen der Übertragungsschwelle

Das CORE 100Base-T-Produkt unterstützt drei Stufen von Übertragungsschwellen. Diese drei Stufen werden über den Befehl “lanadmin” geändert:

lanadmin -S Übertragungsschwelle PPA

Dabei gilt:

transmit_threshold von 512 ist am offensivsten.
  transmit_threshold von 1024 ist leicht offensiv.
  transmit_threshold von 1500 ist konservativ.

Nach der Ausgabe von lanadmin -S, müssen Sie mindestens 8 Sekunden warten, bevor Sie versuchen, die angegebene Netzwerkschnittstelle zu verwenden.

Wenn diese Einstellung der Übertragungsschwelle bei allen nachfolgenden Neustarts wirksam sein soll, müssen Sie ein SD-Skript mit dem entsprechenden Befehl im Verzeichnis “/sbin/init.d” erstellen, damit eine Ausführung bei jedem Neustart erfolgt.

ACHTUNG: Vorsicht beim Anpassen der Übertragungsschwelle. Eine Verringerung des Schwellenwerts kann zwar die Leistung steigern, aber die CORE 100Base-T-Schnittstelle wird dadurch auch anfälliger gegenüber Übertragungsunterlauffehlern.

Eine große Anzahl von Übertragungsunterlauffehlern (mehr als 1 pro 1000 Pakete) kann zu einer merklichen Verringerung der Netzwerkleistung führen. Die Verringerung der Leistung hängt von der verwendeten Anwendung ab. Bei Anwendungen, die Daten in einem kontinuierlichen Datenstrom senden (z. B. FTP), tritt eine merklichere Leistungsverschlechterung (wenn mehr als 1 Paket aus 1000 Fehler hat) auf als bei Anwendungen, die im wesentlichen eine Frage/Antwort-Struktur haben (z. B. NFS).

Übertragungsunterlauffehler können auf einigen HP Systemen auftreten, wenn von konkurrierenden E/A-Geräten auf dem E/A-Systembus ausreichend Buskonflikte vorliegen. Diese Fehler können auf zwei Arten überwacht werden:

  1. Untersuchen Sie die Ausgabe des Befehl “netstat -I”. Wenn die Anzahl von Ausgabefehlern hoch ist (mehr als 1 pro 1000 Pakete), leidet das System wahrscheinlich unter Übertragungsunterläufen auf der angegebenen Netzwerkschnittstelle und das Problem muss durch geeignete Maßnahmen behoben werden.

  2. Aktivieren Sie die Überwachung von nettl-Fehlern und -Warnungen für die Netzwerkschnittstelle. Der folgende Befehl aktiviert Ausfall-, Fehler- und Warnungsprotokolle für die Netzwerkschnittstelle mit der Instanznummer 1:

    nettl -log 0xe -e base100 -C 1

HINWEIS: Achten Sie darauf, dass die Ausfall- und Fehlerprotokollierung von “nettl” immer aktiviert ist.

Suchen Sie die folgende Meldung in der nettl-Protokolldatei “/var/adm/nettl.LOG00”:

HP CORE 10/100BASE-T driver encountered a Transmit Underflow

Wenn eine signifikante Anzahl dieser Meldungen auftritt und die Zeitmarken für jede dieser Meldungen sich höchstens um 30 Sekunden von den anderen unterscheidet, liegt an der angegebenen Netzwerkschnittstelle eine beträchtliche Leistungsverschlechterung vor. Zur Behebung dieses Problems müssen geeignete Maßnahmen ergriffen werden.

Karteninitialisierungsfolge

Im Folgenden erhalten Sie eine Übersicht der Initialisierungsfolge für die PCI 10/100Base-TX- und (bei V-Klasse Servern) die 100Base-FX-Karten.

Die Initialisierung einer PCI 10/100Base-TX- oder 100Base-FX-Karte erfolgt nur während des Systemstarts. Sie wird vom Treiber btlan für die Karte gesteuert. Wenn die Initialisierung fehlschlägt, wird auf der Konsole eine Fehlermeldung ausgegeben. Sie können die Initialisierungsmeldungen, nachdem das System vollständig gestartet ist, mit dem Befehl “dmesg” abrufen. Zuletzt versucht der Treiber, eine gute Datenverbindung zwischen der Karte und dem Hub oder Switch herzustellen.

Die Verbindungsstatus-LED gilt nur für den RJ-45-Anschluss. Sie leuchtet nur, wenn der RJ-45-Anschluss der Karte korrekt mit einem 10/100-MBit/s-Switch oder -Hub verbunden ist. Wenn die RJ-45-Kabelverbindung verwendet wird, muss die Verbindungsstatus-LED leuchten, um den korrekten Betrieb anzuzeigen. Wenn keine RJ-45-Kabelverbindung vorliegt, wenn die Kabelverbindung schlecht ist oder wenn der Hub oder Switch nicht kompatibel, d. h. nicht 10Base-T- oder 100Base-TX-fähig, ist, leuchten keine LEDs. Wenn eine schlechte Kabelverbindung erkannt wird, wird eine Meldung auf der Konsole ausgegeben und in NETTL-Protokollen protokolliert.

Die Verbindungsstatus-LED funktioniert folgendermaßen:

  • LED leuchtet grün = Verbindung im 100Base-TX-Modus.

  • LED leuchtet gelb = Verbindung im 10Base-T-Modus.

  • LED leuchtet nicht = 10Base2- (BNC) oder 10Base5-Modus (AUI). Die Verbindungsstatus-LED leuchtet nicht, wenn der AUI- oder BNC-Anschluss verwendet wird.

Die Aktivitäts-LED blinkt, wenn der Switch Daten sendet. Wenn die Aktivitäts-LED auf der Karte nicht blinkt, kann ein Problem mit dem Treiber oder der Karte vorliegen. Wenden Sie sich an HP.

HINWEIS: Der RJ-45-Anschluss arbeitet mit 10 oder 100 MBit/s, die BNC- und AUI-Anschlüsse jedoch nur mit 10 MBit/s.

Spezifikationen der V-Klasse PCI 10/100Base-TX-Karte

Physisch:

  • Abmessungen (A3738A): 14,83 x 12,14 cm

  • Abmessungen (A5172A): 14,83 x 9,91 cm (PCI-Spezifikation für kurze Karten).

Stromversorgung: +5 V bei 0,5 A max.

Umgebungsbedingungen: (˚F = (1,8x˚C) + 32)

  • Betriebstemperatur: 5 ˚C bis 50 ˚C.

  • Luftfeuchtigkeit: 5 bis 85% nicht kondensierend.

  • Höhe: 3000 m.

Elektromagnetische Anforderungen:

  • FCC Klasse A: USA, Kanada und Lateinamerika.

  • CISPR-22 Klasse A, EN55022 Klasse A: Europa.

Kabelschnittstellen:

  • Der Twisted-Pair-Anschluss für 10 MBit/s ist kompatibel zu IEEE 802.3u-1995 Typ 10Base-T. Kategorie-5-UTP.

  • Der Twisted-Pair-Anschluss für 100 MBit/s ist kompatibel zu IEEE 802.3u-1995. Kategorie-5-UTP.

    Die optische Karte verwendet Multimodus-Glasfaserkabel (ein Faserpaar) mit Duplex-SC-Steckern.

Kabellängen: (HP A5172A optische Karte)

  • Kabellänge von Knoten zu Switch bis zu 412 m im Halbduplexmodus.

  • Kabellänge von Knoten zu Repeater bis zu 137 m nur im Halbduplexmodus.

    Leitungsgeschwindigkeit 100 MBit/s im Halbduplexmodus.

Kommunikationsstandards:

  • IEEE 802.3u-1995 Typ 10Base-T (MBit/s).

  • IEEE 802.3u-1995 Standard für Base-TX und FX (100 MBit/s)

Hardware-Vorschriften

Dieser Abschnitt enthält Hardware-Vorschriften für das V-Klasse PCI 100Base-TX-Produkt (A3738A) und das 100Base-FX-Produkt (A5172A) für die Verwendung in den Vereinigten Staaten, Kanada und der Europäischen Union. Produktinstallationsanweisungen finden Sie auf dem Informationsblatt “PCI 10/100Base-TX 9000 Quick Install”.

FCC Statement (for U.S.A.)


Federal Communications Commission Radio Frequency Interference Statement

WARNUNG! This device complies with Part 15 of the FCC rules. Operation is subject to the following two conditions:
(1) This device may not cause harmful interference and
(2) this device must accept any interference received, including interference that might cause undesired operation.

This equipment has been tested and found to comply with the limits for a Class A digital device, pursuant to Part 15 of the FCC rules. These limits are designed to provide reasonable protection against harmful interference when the equipment is operated in a commercial environment. This equipment generates, uses and can radiate radio frequency energy, and, if not installed and used in accordance with the instruction manual, may cause harmful interference to radio communications.

Operation of this equipment in a residential area is likely to cause interference, in which case the user at his own expense will be required to take whatever measures may be required to correct the interference.

Hewlett-Packard’s system certification tests were conducted with HP-supported peripheral devices and cables, such as those received with your system. Changes or modifications to this equipment not expressly approved by Hewlett-Packard could void the user’s authority to operate the equipment.

Canada

 

WARNUNG! This Class A digital apparatus meets all requirements of the Canadian Interference-Causing Equipment Regulations.

Cet appareil numérique de la classe A respecte toutes les exigences du règlement sur le matériel brouilleur du Canada.

EMI und LED-Sicherheit (Europäische Union)

 

HINWEIS: Dies ist ein Produkt der Klasse A. Dieses Produkt kann in einem Wohngebiet Radiostörstrahlungen verursachen. In diesem Fall müssen geeignete Maßnahmen zur Beseitigung der Störstrahlungen ergriffen werden.

LED-Sicherheit - Europäische Union - Optische Transceiver-Einheiten (nur A5172A)

 

HINWEIS: Diese optische Transceiver-Einheit erfüllt die Anforderungen für LED AEL Klasse 1 gemäß EN 60825-1:1994(+A11) und EN 60825-2:1994.
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