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HP-UX 11i Version 1 Installations- und Aktualisierungshandbuch: HP Server und Workstations > Anhang D Konfigurieren der
integrierten PCI-NetzwerkfunktionenPCI 10/100Base-TX und 100Base-FX/9000 |
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Die folgenden Abschnitte beziehen sich auf die PCI 10/100Base-TX- und 100Base-FX/9000-Netzwerkkarten. Die Informationen über die 100Base-FX/9000-Karte (optische Karte) trifft nur für den V-Klasse Server zu. Die PCI 10/100Base-TX- und 100Base-FX/9000-Produkte bilden eine Schnittstelle von verschiedenen Typen von HP Servern und Workstations zu einem 10Base-T-, 100Base-TX- oder 100Base-FX-Netzwerk. Der Kartenanschluss, der den 100Base-TX-Betrieb unterstützt, kann auch den 10Base-T-Betrieb unterstützen. Das UTP-Kabel der Kategorie-5, das in 100Base-TX-Netzwerken zwischen Geräten wie einem HP Rechner und einem 100Base-TX-Hub verwendet wird, darf höchstens 100 Meter lang sein. Weitere Informationen zu Netzwerktopologien und den zugehörigen Spezifikationen für 100Base-TX-Netzwerke finden Sie in der Spezifikation IEEE 802.3u. Eine weitere praktische Referenz ist Fast Ethernet, Dawn of a New Network by Howard W. Johnson (veröffentlicht 1996 von Prentice Hall PTR, Upper Saddle River, New Jersey 07458. Tel. +1 800-382-3419. ISBN-Nummer 0-13-352643-7). Derzeit gelten folgende Beschränkungen für PCI 10/100Base-TX und 100Base-FX/9000:
Die folgenden Anweisungen gelten für die PCI 10/100Base-TX- und die 100Base-FX/9000-Karten für den HP V-Klasse Server und die PCI 10/100Base-TX-Karte für HP Workstations. Dabei wird davon ausgegangen, dass die PCI-Netzwerkkarte ab Werk installiert wurde und die Software bereits auf Ihrer Platte geladen ist. Die PCI 10/100Base-TX-Karte arbeitet bei 10 MBit/s und 100 MBit/s. Die Base-TX-Karte unterstützt automatische Aushandlung und automatische Erkennung. Die PCI 100Base-FX-Karte funktioniert nur im Halbduplexmodus (100 MBit/s), und die optische Karte unterstützt keine automatische Aushandlung (autonegotiation) und automatische Erkennung.
Da diese PCI 10/100Base-TX/9000-LAN-Karte die automatische Aushandlung unterstützt, sollten Sie sie normalerweise nicht manuell in den Duplexmodus setzen müssen. In manchen Fällen müssen Sie sie jedoch eventuell manuell in den Duplexmodus setzen, beispielsweise wenn der Switch im Vollduplexmodus arbeitet, aber keine automatische Aushandlung unterstützt. Da die Karte standardmäßig den Halbduplexmodus verwendet, wenn die automatische Aushandlung deaktiviert ist, könnte dies zu einer fehlenden Übereinstimmung zwischen der Karte und dem Switch führen (bei 10 oder 100 MBit/s). Um diesen Fehler zu beheben, führen Sie lanadmin -X (siehe unten) aus. Die CSMA/CD-Datenträgerzugriffsmethode, die in IEEE 802.3u-1995 verwendet wird, ist ein Halbduplexmechanismus. Das bedeutet, dass zu jedem beliebigen Zeitpunkt jeweils nur ein Sender Daten im Verbindungssegment senden kann. Geräte an beiden Enden des Verbindungssegments können also nicht gleichzeitig übertragen. Geräte an beiden Enden eines Verbindungssegments können Daten gleichzeitig senden (Vollduplexmodus). Obwohl die Details des Vollduplexbetriebs derzeit nicht in IEEE 802.3u-1995 definiert sind (der Vollduplexmodus setzt voraus, dass die CSMA/CD-Zugriffsmethode, die die Grundlage von IEEE 802.3 darstellt, deaktiviert wird), erlaubt der Mechanismus zur automatischen Aushandlung, der in IEEE 802.3u-1995 definiert ist, den Geräten, sich selbst bekannt zu geben und sich selbst zu konfigurieren, um in einem Vollduplexmodus zu arbeiten, der im Wesentlichen anbieterspezifisch ist. Geräte, die keine automatische Aushandlung unterstützen, können manchmal manuell für den Betrieb im Vollduplexmodus konfiguriert werden. Der Vollduplexmodus wird am häufigsten in Switches bei 10 MBit/s oder 100 MBit/s statt in Hubs gefunden. Der Vollduplexmodus kann unter bestimmten Umständen Vorteile beim Durchsatz bieten. Wie groß die Vorteile sind, hängt jedoch von den einzelnen Anwendungen ab. Die PCI 10/100Base-TX-Karte unterstützt sowohl Halb- als auch Vollduplexbetrieb. Die optische Karte unterstützt nur 100 MBit/s im Halbduplexbetrieb. Vergewissern Sie sich, dass die Geschwindigkeit, der Duplexmodus und die automatische Aushandlung des entsprechenden Switch denen der PCI 10/100Base-TX-Karte entsprechen. Wenn der Switch die automatische Aushandlung auf den Anschlüssen unterstützt, die mit den Karten verbunden sind, sollte diese gemäß der Beschreibung unter „Automatische Aushandlung und automatische Erkennung“ aktiviert werden. Eine Auflistung der aktuellen Geschwindigkeit und des Duplexmodus einer PCI 10/100Base-TX/9000-Karte erhalten Sie mit der Option -x (in Kleinbuchstaben) des Befehls “lanadmin”. Ermitteln Sie die Geschwindigkeit und den Duplexmodus Ihres Hub oder Switch, bevor Sie eine manuelle Konfiguration durchführen: lanadmin -x ppa Wenn Sie den Duplexmodus der Schnittstelle manuell einstellen wollen, geben Sie folgenden Befehl ein: lanadmin -X modus ppa Dabei gilt: modus kann eine der folgenden Zeichenfolgen sein (fd or hd ohne Unterscheidung der Groß-/Kleinschreibung): 10fd =10 MBit/s Vollduplex 10hd =10 MBit/s Halbduplex 100fd =100 MBit/s Vollduplex 100hd =100 MBit/s Halbduplex lanadmin -X auto_on ppa aktiviert die automatische Aushandlung. ppa ist der physische Anschlusspunkt (physical point of attachment) bei HP-UX 10.30 oder 11.0. Verwenden Sie bei HP-UX 10.20 die nmid (Netzwerk-Management-ID) der Karte. Sie können den ppa (die nmid) aus der Ausgabe des Befehls “lanscan” erhalten. Wenn z. B. der ppa (nmid der 100Base-TX-Schnittstelle 5 ist, setzt dieser Befehl die Karte unter HP-UX 10.20 auf 10 MBit/s und Vollduplex: lanadmin -X 10fd 5 Sie müssen mindestens 11 Sekunden warten, bevor Sie versuchen, die angegebene Netzwerkschnittstelle zu verwenden. Wenn diese Einstellung des Duplexmodus bei allen nachfolgenden Neustarts wirksam sein soll, müssen Sie ein Skript, das den entsprechenden Befehl enthält, im Verzeichnis /sbin/init.d erstellen, damit es bei jedem Neustart gelesen wird. Die manuelle Konfiguration der Geschwindigkeit oder der Duplexeinstellung eines Switch-Anschlusses kann an einigen Switches verhindern, dass dieser Anschluss die automatische Aushandlung verwendet. Vergewissern Sie sich, dass die Karte und der Switch-Anschluss mit derselben Geschwindigkeit und demselben Duplexmodus arbeiten. Wenn Sie mit manueller Konfiguration die Karte auf einen anderen Wert für Geschwindigkeit und Duplexmodus ändern, müssen Sie evtl. die automatische Aushandlung zuerst aktivieren, bevor die manuelle Einstellung stattfinden kann.
Mit dieser Methode können Sie die Geschwindigkeit und den Duplexmodus der Schnittstelle einstellen und diese Einstellung über Systemneustarts hinaus beibehalten. Greifen Sie wie folgt auf die Befehle zur LAN-Konfiguration zu: Wählen Sie von der Systemstartkonsole Configuration Menu und anschließend LAN Configuration. In diesem Menü können Sie den aktuellen Modus der 10/100Base-T-Schnittstelle mit den folgenden Befehl konfigurieren und anzeigen: LanConfig Zeigt die aktuellen Konfigurationseinstellungen an. LanConfig 10/Half_dx Betrieb bei 10 MBit/s, Halbduplexmodus. LanConfig 100/Half_dx Betrieb bei 100 MBit/s, Halbduplexmodus. LanConfig 10/Full_dx Betrieb bei 10 MBit/s, Vollduplexmodus. LanConfig 100/Full_dx Betrieb bei 100 MBit/s, Vollduplexmodus. LanConfig AUTO_detect (Standard) Aktiviert die automatische Aushandlung. Wenn Sie diese Methode nicht verwenden, startet das System mit der Standardeinstellung AUTO_Detect. Durch die automatische Aushandlung können Geräte in einem Verbindungssegment mit dem optimalen Modus arbeiten: 10Base-T oder 100Base-TX und Halb- oder Vollduplexmodus. Wenn die PCI 10/100Base-TX/9000-Karte mit einem Gerät, z. B. einem Switch, verbunden ist, das die automatische Aushandlung unterstützt, führt die PCI-Karte eine automatische Aushandlung mit dem Gerät durch, um gegenseitig die höchstmögliche Geschwindigkeit und die Duplexeinstellungen zu ermitteln.Die optische Karte (100Base-FX/9000) arbeitet mit 100 MBit/s und nur im Halbduplexmodus. Sie unterstützt die automatische Aushandlung (autonegotiation) und automatische Erkennung nicht.
Die PCI 10/100Base-TX-Karte erkennt, ob die Verbindung zwischen ihr und einem Hub oder Switch am anderen Ende unterbrochen wurde. Wenn eine Verbindung zu einem anderen (oder demselben) Gerät hergestellt wird, erfolgt die automatische Erkennung erneut automatisch. Die automatische Erkennung erfolgt immer, wenn die Schnittstelle zurückgesetzt wird. Die 10/100Base-TX-Verbindung arbeitet mit einem RJ-45- und (bei der V-Klasse) mit einem AUI-Anschluss. Der RJ-45-Anschluss kann für 100Base-T- oder 10Base-T-Netzwerkbetrieb, der AUI-Anschluss nur für 10Base-T verwendet werden. Nur einer dieser Anschlüsse sollte jeweils mit einem Netzwerk verbunden sein. Die Verbindung versucht normalerweise, automatisch zu erkennen, welcher Anschluss verbunden ist, und diesen Anschluss zu konfigurieren, sofern dies nicht über die LAN-Konfiguration für den Systemstart (siehe oben) außer Kraft gesetzt wird. Wenn der RJ-45-Anschluss nicht mit dem Netzwerk verbunden ist, konfiguriert sich das System beim Systemstart oder beim Rücksetzen selbst für die Verwendung des AUI-Anschlusses. Das 100Base-T-Produkt wird anfangs mit einem konservativen Wert für die Übertragungsschwelle (die Anzahl von Bytes, die im FIFO-Übertragungspuffer vorhanden sein müssen, bevor die Übertragung beginnen kann) eingestellt. Die Übertragungsschwelle wird auf einen “store-and-forward”-Wert eingestellt. Das bedeutet, dass der gesamte Ethernet-Frame im FIFO-Übertragungspuffer enthalten sein muss, bevor die Datenübertragung beginnt. Der anfängliche Übertragungsschwellenwert ist so eingestellt, dass Unterläufe (wenn das übertragende Gerät während der Übertragung auf einen leeren FIFO-Übertragungspuffer trifft) vermieden werden. Dadurch kann jedoch auch die Übertragungsleistung verringert werden, da das nächste Paket immer erst abgerufen werden kann, wenn der aktuelle Frame vollständig übertragen ist. Dies sorgt für eine leichte Verzögerung zwischen Frames, was zu einer insgesamt etwas schlechteren Leistung führt. Der Übertragungsschwellenwert ist einstellbar. Wenn Sie den Schwellenwert auf 1024 oder 512 Byte einstellen, kann die Leistung verbessert werden. Wenn der Übertragungsschwellenwert 1024 oder 512 beträgt, beginnt die CORE 100Base-T-Schnittstelle mit der Übertragung der Daten, nachdem 1024 bzw. 512 Byte im FIFO-Übertragungspuffer enthalten sind. Dadurch kann die CORE 100Base-T-Hardware beginnen, den nächsten Frame im FIFO-Übertragungspuffer abzurufen, bevor der aktuelle Frame komplett übertragen ist. Dadurch wird die Zeit zwischen aufeinander folgenden Frames verringert und damit die Übertragungsleistung erhöht. Einstellen der ÜbertragungsschwelleDas CORE 100Base-T-Produkt unterstützt drei Stufen von Übertragungsschwellen. Diese drei Stufen werden über den Befehl “lanadmin” geändert: lanadmin -S Übertragungsschwelle PPA Dabei gilt: transmit_threshold von 512 ist am
offensivsten. Nach der Ausgabe von lanadmin -S, müssen Sie mindestens 8 Sekunden warten, bevor Sie versuchen, die angegebene Netzwerkschnittstelle zu verwenden. Wenn diese Einstellung der Übertragungsschwelle bei allen nachfolgenden Neustarts wirksam sein soll, müssen Sie ein SD-Skript mit dem entsprechenden Befehl im Verzeichnis “/sbin/init.d” erstellen, damit eine Ausführung bei jedem Neustart erfolgt.
Eine große Anzahl von Übertragungsunterlauffehlern (mehr als 1 pro 1000 Pakete) kann zu einer merklichen Verringerung der Netzwerkleistung führen. Die Verringerung der Leistung hängt von der verwendeten Anwendung ab. Bei Anwendungen, die Daten in einem kontinuierlichen Datenstrom senden (z. B. FTP), tritt eine merklichere Leistungsverschlechterung (wenn mehr als 1 Paket aus 1000 Fehler hat) auf als bei Anwendungen, die im wesentlichen eine Frage/Antwort-Struktur haben (z. B. NFS). Übertragungsunterlauffehler können auf einigen HP Systemen auftreten, wenn von konkurrierenden E/A-Geräten auf dem E/A-Systembus ausreichend Buskonflikte vorliegen. Diese Fehler können auf zwei Arten überwacht werden:
Suchen Sie die folgende Meldung in der nettl-Protokolldatei “/var/adm/nettl.LOG00”:
Wenn eine signifikante Anzahl dieser Meldungen auftritt und die Zeitmarken für jede dieser Meldungen sich höchstens um 30 Sekunden von den anderen unterscheidet, liegt an der angegebenen Netzwerkschnittstelle eine beträchtliche Leistungsverschlechterung vor. Zur Behebung dieses Problems müssen geeignete Maßnahmen ergriffen werden. Im Folgenden erhalten Sie eine Übersicht der Initialisierungsfolge für die PCI 10/100Base-TX- und (bei V-Klasse Servern) die 100Base-FX-Karten. Die Initialisierung einer PCI 10/100Base-TX- oder 100Base-FX-Karte erfolgt nur während des Systemstarts. Sie wird vom Treiber btlan für die Karte gesteuert. Wenn die Initialisierung fehlschlägt, wird auf der Konsole eine Fehlermeldung ausgegeben. Sie können die Initialisierungsmeldungen, nachdem das System vollständig gestartet ist, mit dem Befehl “dmesg” abrufen. Zuletzt versucht der Treiber, eine gute Datenverbindung zwischen der Karte und dem Hub oder Switch herzustellen. Die Verbindungsstatus-LED gilt nur für den RJ-45-Anschluss. Sie leuchtet nur, wenn der RJ-45-Anschluss der Karte korrekt mit einem 10/100-MBit/s-Switch oder -Hub verbunden ist. Wenn die RJ-45-Kabelverbindung verwendet wird, muss die Verbindungsstatus-LED leuchten, um den korrekten Betrieb anzuzeigen. Wenn keine RJ-45-Kabelverbindung vorliegt, wenn die Kabelverbindung schlecht ist oder wenn der Hub oder Switch nicht kompatibel, d. h. nicht 10Base-T- oder 100Base-TX-fähig, ist, leuchten keine LEDs. Wenn eine schlechte Kabelverbindung erkannt wird, wird eine Meldung auf der Konsole ausgegeben und in NETTL-Protokollen protokolliert. Die Verbindungsstatus-LED funktioniert folgendermaßen:
Die Aktivitäts-LED blinkt, wenn der Switch Daten sendet. Wenn die Aktivitäts-LED auf der Karte nicht blinkt, kann ein Problem mit dem Treiber oder der Karte vorliegen. Wenden Sie sich an HP.
Physisch:
Stromversorgung: +5 V bei 0,5 A max. Umgebungsbedingungen: (˚F = (1,8x˚C) + 32)
Elektromagnetische Anforderungen:
Kabelschnittstellen:
Kabellängen: (HP A5172A optische Karte)
Kommunikationsstandards:
Dieser Abschnitt enthält Hardware-Vorschriften für das V-Klasse PCI 100Base-TX-Produkt (A3738A) und das 100Base-FX-Produkt (A5172A) für die Verwendung in den Vereinigten Staaten, Kanada und der Europäischen Union. Produktinstallationsanweisungen finden Sie auf dem Informationsblatt “PCI 10/100Base-TX 9000 Quick Install”.
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