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HP-UX 11i Version 1 Installations- und Aktualisierungshandbuch: HP Server und Workstations > Kapitel 2 Auswahl der MigrationsartAuswählen der Methode |
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Nachdem Sie Ihr System überprüft und weitere erforderliche Hardware bestellt haben, müssen Sie nun entscheiden, ob Sie eine Kaltinstallation von HP-UX 11i v1 auf Ihrem System oder eine Aktualisierung durchführen möchten. Kaltinstallation bedeutet, dass die System-Software auf einer neuen (nicht installierten) oder einer vorhandenen Systemplatte installiert wird. Dabei wird die Datenträgergruppe komplett neu erstellt (siehe „Sichern Ihres Systems“) und das vorhandene Betriebssystem und die Daten auf diesem Datenträger gelöscht und das neue Betriebssystem sowie die angegebene Software und die angegebenen Daten installiert. Ein Vorteil der Kaltinstallation besteht darin, dass unterstützte Software ohne Rücksicht auf bereits installierte Software auf dem System oder ohne Bereinigung alter Software installiert werden kann. Aktualisierung bedeutet, dass mit dem Befehl update-ux und den Werkzeugen von Software Distributor (SD) das Betriebssystem und die Anwendungs-Software von einem Datenträger oder einem Netzwerk-Quelldepot selektiv überschrieben werden kann. Ein Vorteil einer Aktualisierung besteht darin, dass die Benutzerdaten, Konfigurationen und Anwendungen beibehalten werden. Aktualisierung auf HP-UX 11i v1 setzt voraus, dass das System unter Version 10.20 oder 11.0 mit oder ohne Erweiterung oder zusätzlichen Systemkernerweiterungspaketen (Additional Core Enhancement; ACE) läuft.
Je nach derzeitiger Systemkonfiguration finden Sie nachfolgend einige Richtlinien für die Auswahl der besten Migrationsart auf HP-UX 11i v1. Wir empfehlen die Verwendung von Ignite-UX für die Kaltinstallation von HP-UX 11i v1, wenn folgende Bedingungen zutreffen:
Sie können eine Kaltinstallation von jedem unterstützten HP-UX Betriebssystem ausführen. (Siehe Tabelle 3-1, „Unterstützte Systeme“.) Die Kaltinstallation mit Hilfe von Ignite-UX wird in Kapitel 5, „Kaltinstallation von HP-UX 11i v1“ beschrieben. „Vorbereiten der Kaltinstallation Ihres Systems“ für weitere Informationen. Sie können statt einer Kaltinstallation auf HP-UX 11i v1 aktualisieren, wenn Sie von HP-UX 10.20 oder 11.0 aktualisieren und folgende Bedingungen zutreffen:
Erfüllt Ihr System diese Anforderungen, siehe die Aktualisierungsinformationen in Kapitel 6, „Aktualisierung auf HP-UX 11i v1“. „Vorbereiten der Aktualisierung eines vorhandenen Systems“, um die Systemaktualisierung vorzubereiten. Wenn Sie von HP-UX 10.20 oder HP-UX 11.0, migrieren empfiehlt Ihnen HP dringend, dass Sie während einer Kaltinstallations- oder Aktualisierungs-Session keine Firmware-Patches anwenden. Wie erkennen Sie, ob dies für Sie zutrifft?Hiervon sind die folgenden Systeme betroffen:
Viele Firmware-Patches von HP-UX 11i v1 erfordern Werkzeuge und Systemaufrufe von HP-UX 11i v1. Der Kaltinstallations- oder Aktualisierungsprozess verwendet vorhandene Befehle und Systemaufrufe. Die Firmware-Installation schlägt aufgrund der unterschiedlichen Systemaufrufe des Betriebssystems HP-UX 11i v1 und der Version der Installations-Session fehl. Aktion:HP empfiehlt Ihnen dringend, dass Sie Firmware-Patches erst installieren, nachdem Sie den Kaltinstallations- oder Aktualisierungsprozess beendet haben und Ihr System HP-UX 11i v1 ausführt. Spezielle Firmware-Patches für HP-UX 11i v1 sind auf der folgenden Website verfügbar: Bei der Installation von bzw. der Aktualisierung auf HP-UX 11i v1 werden nur die Standardnetzwerktreiber installiert, die für das System zutreffend sind (siehe „Immer mit HP-UX 11i v1 installierte Netzwerktreiber“). Sie müssen eventuell andere verfügbare Netzwerktreiber auswählen oder angeben, um weitere Karten in Ihrem System zu aktivieren (siehe „Für die Installation mit HP-UX 11i v1 auswählbare Netzwerktreiber“). Befolgen Sie hierzu einfach während der Installation oder Aktualisierung die Anweisungen für Ihren ausgewählten Migrationspfad. Wenn auf Ihrem System bereits eine Version von HP Apache Web Server ausgeführt wird, wird bei der Installation einer Betriebsumgebung für HP-UX 11i v1 oder bei der Aktualisierung auf eine solche die in der HP-UX 11i v1 OE enthaltene Version von Apache installiert. In den HP-UX 11i v1 Release Notes finden Sie weitere Informationen über die HP-UX Web Server Suite: HP-UX Apache Web-Server, HP-UX Tomcat-based Servlet Engine, HP-UX Webmin-based Admin, HP-UX XML Web Server Tools. Obwohl Netscape Directory Server (NDS) Version 6.02 in Betriebsumgebungen für HP-UX 11i v1 enthalten ist, müssen Sie NDS während des Installations- oder Aktualisierungsprozesses explizit auswählen. Wenn Sie NDS nicht auswählen, wird das Produkt bei der Installation von HP-UX 11i v1 nicht installiert. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter „Aktualisieren des Netscape Directory Server“.
Nachdem NDS mit HP-UX 11i v1 installiert oder aktualisiert wurde, sind weitere Konfigurationsschritte erforderlich, um NDS zu starten. Anweisungen finden Sie in den NDS Release Notes auf der HP-UX 11i v1 Instant Information CD. Ab der HP-UX 11i v1 Version vom September 2002 wird HP 3D Graphics nicht mehr auf PA-RISC-Systemen unterstützt, die älter als Version 2.0 sind. Wenn Sie eine ältere PA-RISC-Workstation haben und 3D Graphics benötigen, so empfiehlt HP, dass Sie diese Version der Technical Computing (TCOE) oder Minimal Technical Operating Environments (MTOE) weder installieren noch auf sie aktualisieren. Frühere Versionen von HP-UX 11i v1 unterstützen weiterhin PA-RISC 2.0 und ältere Systeme. Wenn Sie Fragen zu Ihrem speziellen Fall haben, wenden Sie sich an das HP Response Center Ihres Landes. Ermitteln der PA-RISC-Version Ihres Systems. Wählen Sie in sam folgende Option aus: Performance Monitors > System Properties. Ihre PA-RISC-Version wird neben der Zeile CPU Version angezeigt. Wenn Ihr System über weniger als 1 GB RAM pro CPU verfügt und Sie die Verwendung von VxFS 3.5 planen, müssen Sie nach der Installation/Aktualisierung Ihres Systems auf HP-UX 11i v1 eventuell einige der einstellbaren VxFS Standardparameter modifizieren, um die optimale Systemleistung zu erreichen. Weitere Informationen finden Sie in Anhang E, „Kontrollieren der Speichernutzung von VxFS 3.5 unter HP-UX 11i v1“. Die folgenden Abschnitte enthalten zusätzliche Informationen, die Sie bei der Entscheidung unterstützen, auf HP-UX 11i v1 zu aktualisieren: Wenn Sie eine Aktualisierung von HP-UX 11i v1 vom Juni 2003 oder von einer älteren Version durchführen, müssen Sie vor der Aktualisierung Ihres Systems die neueste Version von Update-UX™ installieren, wenn auf Ihrem System einer der folgenden DCE Client IPv6-Patches installiert ist:
Geben Sie Folgendes ein, um festzustellen, ob einer dieser Patches auf Ihrem System installiert ist: /usr/sbin/swlist -l patch | grep Patch-Name Wenn einer dieser Patches in der Standardausgabe erscheint, ist der Patch installiert, und Sie müssen die neueste Version von Update-UX installieren, bevor Sie mit der Aktualisierung beginnen können. Unter „Schritt 1: Installieren des Befehls update-ux (obligatorisch)“ sind die erforderlichen Schritte zur Installation der neuesten Version von Update-UX beschrieben. Bei der Version HP-UX 11i v1 vom September 2002 können Sie die VxVM-Root-Fähigkeit bei der Aktualisierung nicht mit dem Befehl update-ux aktivieren. Wenn Sie Ihren Root-Datenträger mit VxVM verwalten möchten, können Sie die Root-Fähigkeit nach einer der folgenden Methoden aktivieren:
update-ux verwendet standardmäßig die Betriebssystem-Wortbreite, die Ihr System derzeit hat. Wenn das Zielsystem z. B. ein 32-Bit-Betriebssystem verwendet, wird diese Wortbreite als Standard für das neue zu installierende Betriebssystem verwendet. Hinweise zur Aktualisierung und ProblemumgehungenSie können bei der Aktualisierung auf Version HP-UX 11i v1 ein System von einem 32-Bit-Betriebssystem auf ein 64-Bit-Betriebssystem aktualisieren, vorausgesetzt, Sie beachten die folgenden Voraussetzungen bezüglich der Hardware und der Firmware:
Wenn Sie von HP-UX Version 11.0 oder höher aktualisieren, ermittelt update-ux, ob Ihre Hardware und Firmware für 64-Bit-Betrieb geeignet sind. Für die Aktualisierung von HP-UX Version 10.20 benötigen Sie jedoch das Software Transition Kit auf den HP-UX Anwendungsdatenträgern. Das STK enthält Werkzeuge und Dokumente zur Beurteilung von Anwendungen und Bibliotheken, die auf HP-UX 10.20 und 11.0 ausgeführt werden, und unterstützt deren Übergang zum 64-Bit-Betrieb von HP-UX 11i v1. Die ITRC-Website (http://www.itresourcecenter.hp.com/) bietet auch Versionshinweise und häufig gestellte Fragen mit Details zu unterstützten Systemen und notwendigen Firmware-Aktualisierungen. Die folgenden Abschnitte enthalten zusätzliche Informationen, die Sie bei der Entscheidung unterstützen, eine Kaltinstallation von HP-UX 11i v1 durchzuführen: Ignite-UX bietet Ihnen nun die Option, VxVM 3.5 auf Ihrem Root-Datenträger zu installieren und zu konfigurieren. Wenn Sie Ihren Root-Datenträger mit VxVM 3.5 konfigurieren möchten, lesen Sie bitte zuvor die entsprechende VxVM 3.5-Dokumentation auf der Instant Information CD. Weitere Informationen hierzu finden Sie in „VxVM-Root-Fähigkeit“. HP-UX muss auf der Startplatte installiert sein, die jeder Partition nach deren Konfiguration zugeordnet wird. Die Konfiguration der Startplatte wird im Handbuch HP System Partitions Guide beschrieben, das auf der HP-UX 11i v1 Instant Information CD und auf der HP Website zur Benutzerdokumentation verfügbar ist: Wenn alle Partitionen für die Installation konfiguriert wurden, befolgen Sie die Anweisungen zur Kaltinstallation auf den folgenden Seiten, um HP-UX auf der Startplatte jeder Partition zu installieren. Bei neuen Systemen mit der “Instant Ignition”-Option (auch “werkseitig integriert” genannt) wurde die hier beschriebene Kaltinstallation bereits vorgenommen. Überspringen Sie dieses Kapitel und fahren Sie mit der Installation der Anwendungs-Software fort. Neben den in diesem Kapitel beschriebenen Vorgehensweisen können Sie auch nach einer der folgenden Methoden eine Kaltinstallation auf Ihrem System durchführen: Legen Sie mit Software Distributor Befehlen Depots an, die Betriebssystem, Betriebsumgebung und andere Software-Pakete enthalten, und installieren Sie dann die Software mit Ignite-UX aus den Depots. Hilfe für diese Vorgehensweise finden Sie in der Hilfeseite des Befehls swinstall(1M) sowie im Software Distributor Verwaltungshandbuch und im Ignite-UX Administration Guide. Wenn Sie dasselbe Betriebssystem, dieselbe Betriebsumgebung und dieselben Anwendungen auf vielen Systemen in Ihrem Netzwerk installieren müssen, verwenden Sie einen Ignite-UX Server wie im Ignite-UX Administration Guide erläutert. Mit Ignite-UX können Sie ein ideales Modellbild (Golden Image) erstellen, das Betriebssystem-, Betriebsumgebungs-, Anwendungs- und Patch-Pakete enthält, und anschließend dieses Abbild auf mehreren Systemen in Ihrer Umgebung installieren. |
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