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Diese Version
von HP-UX umfasst mehrere Änderungen und Erweiterungen
der asiatischen Systemumgebung (Asian System Environment, ASE).
In diesem Abschnitt werden diese neuen Funktionen zusammengefasst. Änderungen,
die sich auf alle asiatischen Systemumgebungen beziehen |  |
Die folgenden Punkte gelten für alle asiatischen
Systemumgebungen. TrueType-Schriftarten
für asiatische SprachenTrueType
ist eine digitale Schriftarttechnologie, die aus TrueType-Schriftarten
und dem Rasterizer besteht. Eine TrueType-Schriftart ist eine Datendatei
mit Glyphen (Form/Kontur der Zeichen). Zusätzlich zur Form und
Kontur der Zeichen enthält sie bestimmte Informationen,
beispielsweise Zeichen-Glyphen-Zuordnungstabellen, Hinting-Eigenschaften
sowie weitere Informationen, die zum Erstellen der Bitmapbilder
von Zeichen erforderlich sind. Der Rasterizer ist ein Programm,
das die Schriftartdatei liest, um Bitmapbilder für Anzeigegeräte
und Drucker zu erstellen. Folgende Punkte sind mit dieser Änderung verbunden: In dieser Version werden
TrueType-Schriftarten für von HP-UX unterstützte
asiatische Sprachen/Sprachumgebungen (Japanisch, Koreanisch sowie
Chinesisch, vereinfacht und traditionell) bereitgestellt. In Tabelle 4-5, „Asiatische TrueType-Schriftarten “ werden die unterstützten
TrueType-Schriftarten aufgeführt. Tabelle 4-5 Asiatische TrueType-Schriftarten | Sprache | Schriftarten/Namen | Installationsverzeichnis |
|---|
| Japanisch | HGMinchoL HGGothicB | /usr/lib/X11/fonts/TrueType/japanese.st/typefaces | | Koreanisch | HYBatang HYDotum HYGulim HYGungsuh | /usr/lib/X11/fonts/TrueType/korean.st/typefaces | | Chinesisch (vereinfacht) | ZYCJKHei ZYCJKSun | /usr/lib/X11/fonts/TrueType/chinese_s.st/typefaces | | Chinesisch (traditionell) | ARMingtiL ARMingtiLHK | /usr/lib/X11/fonts/TrueType/chinese_t.st/typefaces |
Zur Verwendung der TrueType-Schriftarten
wurden neue Zuordnungstabellen hinzugefügt. In diesen Tabellen
wird die lokale Schriftartenindizierung der Unicode-Schriftartenindizierung
zugeordnet. Zusätzlich zu diesen Schriftarten und Zuordnungstabellen
wurde in CDE die Konfigurationsdatei erweitert, die vom X Font Server
zum Suchen der auf dem System installierten Schriftarten verwendet
wird. Dadurch können Anwendungen die Glyphen-/Zeichenmuster
automatisch vom X Font Server abrufen. Die Größenanforderungen
für die einzelnen Sprachen haben sich geändert.
In Tabelle 4-6, „Größenanforderungen “ sind die Größenanforderungen
aufgeführt. Tabelle 4-6 Größenanforderungen TrueType-Schriftarten | Größe |
|---|
| Japanisch | 32 MB | | Koreanisch | 71 MB | | Chinesisch (vereinfacht) | 39 MB | | Chinesisch (traditionell) | 41 MB |
Damit der Host beim Neustart grundsätzlich
als Schriftartenserver konfiguriert wird, müssen Sie die
Zeile in /etc/rc.config.d/xfs wie folgt ändern: RUN_X_FONT_SERVER=1
JSE |  |
In
diesem Abschnitt werden die Änderungen erläutert,
die sich auf die japanische Systemumgebung (JSE) auswirken. Die
japanische Eingabemethode ATOK XDiese Version von HP-UX
umfasst ATOK X, eine der am häufigsten verwendeten
Eingabemethoden in Japan. ATOK X wird in Verbindung mit
CDE und X Window System verwendet. Für diese neue Eingabemethode sind folgende Punkte
zu beachten: ATOK X, die erweiterte Version
von ATOK8, ist in dieser Version neu. ATOK X umfasst das
Kana-Kanji-Konvertierungsmodul SuperATOK und ermöglicht
eine äußerst benutzerfreundliche und effiziente
japanische Eingabe. Darüber hinaus bietet diese Eingabemethode
eine Migrationsfunktion für benutzerdefinierte Wörterbücher
und Tastenzuordnungen der Eingabemethoden ATOK8, VJE-γ und
EGBridge. Da ATOK X auch in mehreren Linux-Implementierungen
(ATOK X für Linux) zur Verfügung steht,
bietet diese Version Linux-Benutzern eine kompatible japanische
Eingabemethode mit vertrauter Optik und Funktionalität. Das Menü
dtimsstart wurde geändert und verfügt jetzt über
einen neuen ATOK X-Eintrag. Benutzer können diesen
Menüeintrag neben anderen japanischen Eingabemethoden im
Menü auswählen und verwenden, der von einer Reihe
von CDE-Anmelde-Sessions gesteuert wird. ATOK X stellt folgende
Funktionen bereit: Kana-Kanji-Konvertierungsmodul SuperATOK Echtzeitwarnungen bei falscher
Eingabe Korrekte Wortauswahl nach
Kontextanalyse Automatische Korrektur bei
Fuzzyeingabe Verschiedene anpassbare Funktionen Verschiedene Wörterbuchprozesse Migration benutzerdefinierter
Konfigurationen für Wörterbücher und
Tastenzuordnungen bestehender japanischer Eingabemethoden
Da es sich bei der Eingabemethode
ATOK X um eine neue Funktion in dieser Version handelt,
entstehen keine Kompatibilitätsprobleme. Benutzer profitieren
vielmehr davon, dass ATOK X eine Migrationsfunktion für
die von den Eingabemethoden ATOK8, VJE-γ und EGBridge erstellten
benutzerdefinierten Konfigurationen für Wörterbücher
und Tastenzuordnungen bereitstellt. Der Benutzer kann problemlos
von vorherigen japanischen Eingabemethoden zu ATOK X migrieren. Die Eingabemethoden VJE-γ und
EGBridge sind veraltet und werden in dieser und in künftigen
Versionen nicht mehr bereitgestellt. Benutzern, die diese Eingabemethoden
verwenden, wird empfohlen, ATOK X oder andere unterstützte
japanische Eingabemethoden zu übernehmen. Die Umstellung
auf ATOK X wird durch die in der Onlinehilfe bereitgestellten
Migrationsfunktionen vereinfacht.
Veraltete
japanische Eingabemethoden (VJE-γ und EGBridge)Die
beiden japanischen Eingabemethoden VJE-γ und EGBridge sind
veraltet und werden in HP-UX 11i Version 1.6
nicht mehr unterstützt. In dieser Version von HP-UX
werden Migrationswerkzeuge bereitgestellt, um den Benutzer bei der
Umstellung auf ATOK X zu unterstützen. In künftigen Versionen von HP-UX werden
die zwei in Verbindung mit CDE und X Window System
verwendeten japanischen Eingabemethoden VJE-γ und EGBridge
nicht mehr bereitgestellt. Diese beiden Einträge werden
auch aus dem Menü dtimsstart entfernt. Benutzer, die VJE-γ und EGBridge verwenden, können
problemlos zu ATOK X migrieren. ATOK X bietet einen
Emulationsmodus für Tastenzuordnungen von VJE-γ und
EGBridge. Von VJE-γ oder EGBridge erstellte angepasste,
benutzerdefinierte Wörterbücher können
in ATOK X importiert werden. In der ATOK X-Onlinehilfe, die Sie über
das Hilfesymbol im ATOK X-Bedienfeld aufrufen können,
werden folgende Informationen bereitgestellt: Die
zum Importieren benutzerdefinierter Wörterbücher
erforderlichen Schritte Eine vollständige
Liste der Emulationen zur Tastenzuordnung
KSE |  |
In dieser Version von HP-UX wurden außer
an den TrueType-Schriftarten keine weiteren Änderungen
an der koreanischen Systemumgebung (KSE) vorgenommen. SSE |  |
In
dieser Version von HP-UX wurden folgende Änderungen
an SSE vorgenommen. Unterstützung
des GB18030-StandardsFür die Einführung der Unterstützung
des GB18030-Standards gelten folgende Punkte: PCL5.nloo ist eine Druckermodelldatei, die mit dem lp-Subsystem interagiert, um Textdateien mit asiatischen
Multibyte-Zeichen auf einem LaserJet (PCL5-Emulation) zu drucken,
auf dem keine DIMMs für Multibyte-Schriftarten installiert
sind. PCL5.nloo wurde erweitert und unterstützt jetzt das Drucken
von Textdateien mit 2-Byte- und 4-Byte-Zeichen, deren Muster in
GB18030 definiert sind. Außerdem unterstützt
PCL5.nloo jetzt das Drucken von Textdateien, die mongolische,
tibetische, Yi- und uigurische Zeichen enthalten, wenn zh_CN.gb18030 als Druckoption angegeben ist.  |  |  |  |  | HINWEIS: PCL5.nloo verwendet keine DIMMs für asiatische Schriftarten,
selbst dann nicht, wenn auf dem LaserJet Drucker der Schriftarten-DIMM
installiert ist. |  |  |  |  |
Tabelle 4-7 Primäre GB18030-bezogene Druckoptionen Option | Verhalten |
|---|
zh_CN.gb18030 | Gibt die in GB18030 definierte 2-Byte- und
4-Byte-Texteingabe an | half oder 2 | 2-in-1-Druck | quarter oder 4 | 4-in-1-Druck |
Da PCL5.nloo die erforderlichen Glyphenmuster über den X Font Server
aus den TrueType-Schriftarten für Chinesisch (vereinfacht)
extrahiert, müssen die Installation dieser TrueType-Schriftarten
und das Aufrufen von xfs vor der Ausführung des Befehls lp erfolgen. Andernfalls können keine 2-Byte-
und 4-Byte-Zeichen gedruckt werden. Die folgende TrueType-Schriftart wird zum Drucken von GB18030-Zeichen
bereitgestellt: Eingabemethoden XSIM,
eine für die gemeinsame Verwendung mit CDE und X Window System
konzipierte Eingabemethode für Chinesisch (vereinfacht),
erstellt jetzt in GB18030 definierte 2-Byte- und 4-Byte-Zeichen. Dabei
stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Interner
Code Die Eingabemethode mit internem (hexadezimalem) Code
unterstützt das Erstellen aller Zeichen in den für
GB18030 definierten gültigen Codebereichen, und zwar unabhängig
von der Definition eines Musters. Eine Ausnahme bilden hier die
in GB2312 definierten Zeichen. Wenn die ersten zwei Tastatureingaben
von 81 bis FE und die nachfolgenden Tastatureingaben von 40 bis
7E oder von 80 bis FE erfolgen, erstellt XSIM bei der Methode mit
internem Code sofort nach der vierten Tasteneingabe ein 2-Byte-Zeichen. Wenn die ersten zwei Tastatureingaben von 81 bis FE und die
nachfolgenden Tastatureingaben von 30 bis 39 erfolgen, wartet XSIM
auf vier weitere Tastatureingaben, wobei die nächsten zwei Tastatureingaben
aus dem Bereich 81 bis FE und zwei weitere aus dem Bereich 30 bis
39 stammen, um sofort nach der achten Tasteneingabe ein 4-Byte-Zeichen
zu erstellen. XSIM gibt ein Warnsignal aus, wenn bei den vier oder
acht Tastatureingaben nicht hexadezimale Tasteneingaben erfolgen. PinYin Die PinYin-Eingabemethode unterstützt nur
das Erstellen chinesischer 2-Byte-Zeichen (GB18030). 4-Byte-Zeichen
werden von dieser Eingabemethode nicht unterstützt.
Andere Eingabemethoden
wie Row-Column und 5-Stroke erstellen mit Ausnahme der in GB2312
definierten Zeichen keine GB18030-Zeichen.
TSE |  |
In
dieser Version von HP-UX wurden folgende Änderungen
an TSE vorgenommen. Die folgenden Punkte gelten für die neuen, in TSE
bereitgestellten HKSCS-Erweiterungen (Hong Kong Supplementary Character
Set). Es stehen fünf neue Bitmapschriftarten
zur Verfügung, um alle in HKSCS definierten Zeichen in
CDE und in X Window System anzuzeigen. Die Druckermodelldateien
wurden ebenfalls erweitert und unterstützen jetzt das Drucken
aller HKSCS-Zeichen auf älteren HP Zeilendruckern,
LaserJet Druckern mit PCL5-Unterstützung sowie auf Druckern
(mit ESC/P-Emulation) anderer Hersteller. In Tabelle 4-8, „Neue Bitmapschriftarten “ werden die fünf
neuen unter /usr/lib/X11/fonts/hp_chinese_t/75dpi verfügbaren Bitmapschriftarten zusammen mit
fonts.alias aufgeführt. Diese Schriftarten enthalten alle
Big5- und HKSCS-Zeichen, die definierten Codepunkten im Standard
zugewiesen sind. Tabelle 4-8 Neue Bitmapschriftarten | Dateiname | Schriftartname |
|---|
| sung18hh.pcf | -hp-sung-medium-r-normal--18-180-75-75-c-160-hphkbig5- | | sung24hh.pcf | -hp-sung-medium-r-normal--24-240-75-75-c-240-hphkbig5- | | sung34hh.pcf | -hp-sung-medium-r-normal--34-340-75-75-c-340-hphkbig5- | | sung42hh.pcf | -hp-sung-medium-r-normal--42-420-75-75-c-420-hphkbig5- | | sung50hh.pcf | -hp-sung-medium-r-normal--50-500-75-75-c-500-hphkbig5- |
XTIM ermöglicht
die Verwendung der Big5-Eingabemethode mit internem Code zum Erstellen
von HKSCS-Zeichen. Der Benutzer muss den vierstelligen hexadezimalen
Code für das Zeichen eingeben.
Die folgenden
Druckermodelldateien unterstützen das Drucken von HKSCS-Zeichen: PCL5.nloo ist eine Druckermodelldatei, die mit dem lp-Subsystem interagiert, um Textdateien mit asiatischen
Multibyte-Zeichen auf einem LaserJet (PCL5-Emulation) zu drucken,
auf dem keine DIMMs für Multibyte-Schriftarten installiert
sind. PCL5.nloo wurde erweitert und unterstützt jetzt das
Drucken von Textdateien mit Big5- und/oder HKSCS-Zeichen, wenn
zh_HK.hkbig5 als Druckoption angegeben ist. Wenn zh_TW.utf8 angegeben ist, druckt PCL5.nloo Textdateien mit UTF-8-codierten Big5- und/oder
HKSCS-Zeichen. Wenn zh_TW.big5 angegeben ist, druckt PCL5.nloo Textdateien, die nur Big5-Zeichen enthalten.
 |  |  |  |  | HINWEIS: PCL5.nloo verwendet keine DIMMs für asiatische
Schriftarten, selbst dann nicht, wenn auf dem LaserJet Drucker der
Schriftarten-DIMM installiert ist. |  |  |  |  |
ESCP ist eine weitere Druckermodelldatei, die zum Drucken
asiatischer Multibyte-Zeichen auf ESC/P-Emulationsdruckern zur Verfügung
steht. Diese Datei erfordert die vorherige Installation asiatischer Schriftarten
auf den jeweiligen Druckern. hpc1205at ist eine weitere Druckermodelldatei, die zum Drucken
auf älteren HP C1200A/C1205A Zeilendruckern
zur Verfügung steht. Diese Datei erfordert die Installation
der Big5-Schriftart auf den jeweiligen Druckern.
Tabelle 4-9 Primäre HKSCS-bezogene Druckoptionen Option | Verhalten |
|---|
| zh_HK.hkbig5 | Gibt die Big5- und HKSCS-Texteingabe
an | half oder 2 | 2-in-1-Druck | quarter oder 4 | 4-in-1-Druck | | udc oder udcf | Gibt das Drucken der UDC-Datei an |
 |  |  |  |  | HINWEIS: In dieser Version von HP-UX wurde die Sprachumgebung zh_HK.big5 in zh_HK.hkbig5 umbenannt. |  |  |  |  |
In CDE wird
für die Sprachumgebung zh_HK.hkbig5 dieselbe Unterstützung wie für
die Sprachumgebung zh_TW.big5 in Version 11.11 bereitgestellt.
xudced, ein zum Erstellen und Bearbeiten von Dateien
verwendeter UDC-Editor, wurde erweitert, um zusammen mit der Sprachumgebung
zh_HK.hkbig5 eingesetzt werden zu können. Bei angegebener Sprachumgebung
wird mit dem ersten in HKSCS definierten Codepunkt begonnen. Erstellte
UDCs können mit Hilfe der Druckoption udc oder udcf auf den zuvor genannten Druckermodellen ausgegeben
werden.
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