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Benutzerhandbuch für HP Pay Per Use (PPU) Version 8.x > Kapitel 4 Verwenden der PPU-Software

Festlegen der maximalen Nutzung (HP-UX und OpenVMS)

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HINWEIS: In PPU für Windows wird das Festlegen der maximalen Nutzung nicht unterstützt. Stattdessen kann hier die Anzahl der verfügbaren Prozessorkerne für eine bestimmte Partition entweder mit Hilfe des Befehls parmgr oder mit der Option der Extensible Firmware Interface zum Dekonfigurieren gesteuert werden.

Sie erhalten von HP eine Rechnung über die Nutzung der aktiven Prozessorkerne Ihres PPU-Systems. Wenn Sie z. B. mit einem Superdome PPU-System mit 32 Prozessorkernen arbeiten und für Sie das Preismodell der prozentualne Nutzung des Prozessorkerns gilt, wird derselbe Betrag in Rechnung gestellt, ob Sie nun alle 32 Prozessorkerne zu jeweils 50 % nutzen oder 16 Prozessorkerne zu 100 %.

Sie haben folgende Möglichkeiten, um einen Maximalwert für die Nutzung der Prozessorkerne im PPU-System festzulegen:

  • Befehl ppuconfig - Am einfachsten können die Rechenressourcen mit dem Befehl ppuconfig eingeschränkt werden (außer in einer virtuellen Partition, in der dies nicht zulässig ist). Wenn Sie mit sofortiger Wirkung einen Maximalwert für die Anzahl aktiver Prozessorkerne in einer Partition festlegen möchten, verwenden Sie den Befehl ppuconfig -rc Anzahl. Dabei entspricht Anzahl der gewünschten Anzahl aktiver Prozessorkerne in der Partition. Pro Zellenplatine ist mindestens ein aktiver Prozessorkern erforderlich. Ausführliche Hinweise zum Befehl ppuconfig auf HP-UX Systemen finden Sie unter „Hilfeseite „ppuconfig (1M)““.

  • Auslastungsverwaltung (WLM/gWLM) - Die Auslastungsverwaltung ist in Kombination mit PPU ein nützliches Hilfsmittel zum Festlegen der Rechenressourcen. Sowohl WLM als auch gWLM unterstützen das Festlegen einer maximalen Auslastung fester Ressourcen sowie die Zuordnung dynamischer Ressourcen zur Erreichung der Vorgaben an die Dienstgüte, d. h. der „Service Level Objectives“. Detaillierte Informationen enthält das aktuelle Benutzerhandbuch zu WLM bzw. gWLM.

  • Partitionsverwaltung - Mit dem Befehl parmodify oder parmgr können Sie Zellen zuweisen und aktivieren bzw. die Zuweisung aufheben und Zellen deaktivieren, um die Anzahl aktiver Prozessorkerne zu steuern. Detaillierte Informationen enthält das aktuelle Handbuch für HP Systempartitionen: Verwaltung von nPartitionen.

  • Dekonfigurieren - Verwenden Sie die geeignete Systemstartoberfläche für das Serversystem, um die Anzahl verfügbarer Zellen oder Prozessorkerne in der Partition zu steuern. Auf Integrity Servern verwenden Sie die Extensible Firmware Interface (EFI), auf PA-RISC Systemen den HP-UX Boot Console Handler (BCH). Die folgenden grundlegenden Arbeitsschritte werden ausgeführt:

    1. Starten Sie die Partition neu, und halten Sie den Startprozess in der Systemstartoberfläche (BCH oder EFI) an.

    2. Dekonfigurieren Sie die Prozessorkerne mit dem entsprechenden Befehl (cpuconfig oder cellconfig), und beachten Sie dabei die Konfigurationsregeln.

    3. Starten Sie die Partition.

Spezielle Überlegungen für OpenVMS

HP empfiehlt zum Aktivieren und Deaktivieren von Prozessorkernen für PPU-Systeme unter OpenVMS I64 die Verwendung des Befehls PPU CONFIG/CAP=n/RECONCILE. Bei Verwendung der DCL-Befehle START/CPU bzw. STOP/CPU zum Aktivieren und Deaktivieren von Prozessorkernen ist diese Operation zulässig. In der Ausgabe des Befehls PPU CONFIG wird ein Wert für aktive Prozessorkerne angegeben, der auf den Ergebnissen des DCL-Befehls basiert. Dieser Wert weicht von dem im Befehl PPU eingegebenen Maximalwert ab. Geben Sie den Befehl PPU CONFIG/RECONCILE ein, um die Anzahl aktiver Prozessorkerne an den PPU-Maximalwert anzupassen.

In einer zukünftigen Version von PPU wird der Prozess PPU_SERVER den Wert für die Anzahl aktiver Prozessorkerne dynamisch an den PPU-Maximalwert anpassen.

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