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HP-UX Bastille
(HPUXBastille) ist als standardmäßig installierte
Software auf dem Datenträger zur Betriebsumgebung enthalten
und kann mit Ignite-UX oder Update-UX installiert
und ausgeführt werden (siehe „Vordefinierte
Sicherheitsstufen“). HP-UX Bastille ist ein Werkzeug zur Absicherung,
Berichterstellung und Sperrung und erhöht die Sicherheit
des Betriebssystems HP-UX. Es stellt eine angepasste Sperrung
(Lockdown) auf Systembasis mit Funktionen ähnlich wie bei
Bastion Host und anderen Prüflisten zur Absicherung und
Sperrung zur Verfügung. Weitere Informationen zu HP-UX Bastille finden Sie
in der folgenden Dokumentation: Vordefinierte
Sicherheitsstufen |  |
Während der Kaltinstallation oder Aktualisierung
können Sie eine der in Tabelle 3-3, „Vordefinierte Sicherheitskonfiguration“ aufgeführten Sicherheitsstufen auswählen,
wobei jede Stufe eine höhere Sicherheit bietet: Tabelle 3-3 Vordefinierte Sicherheitskonfiguration Sicherheitsstufe | Name der Konfigurationsdatei[1] | Beschreibung |
|---|
Sec00Tools[2] | Nicht relevant | Die Sicherheitsinfrastruktur während
der Installation; keine Sicherheitsänderungen. | Sec10Host[3] | HOST.config | Host-basierende Sperre: keine Firewall,
einige allgemeine Services mit Klartext werden ausgeschaltet, ausgenommen
Telnet und FTP. | Sec20MngDMZ[3] | MANDMZ.config | Sperrung bei gleichzeitiger Sicherheitsverwaltung: IPFilter
Firewall blockiert eingehende Verbindungen außer allgemeinen,
sicheren Verwaltungsprotokollen. | Sec30DMZ[3] | DMZ.config | Netzwerk-DMZ-Sperre: IPFilter blockiert
alle eingehenden Verbindungen außer HP-UX Secure
Shell. |
 |  |  |  |  | HINWEIS: Bei Auswahl der Sicherheitsstufe Sec30DMZ oder MngDMZ begrenzt IPFilter eingehende Netzwerkverbindungen. Weitere
Informationen zum Hinzufügen von Anschlüssen für
eingehende Daten zu Ihrer Datei /etc/opt/ipf.customerrules finden Sie im Handbuch HP-UX IPFilter Version
A.03.05.09 Administrator's Guide und im Handbuch Verwalten von
Systemen und Arbeitsgruppen: Leitfaden für HP-UX Systemverwalter. |  |  |  |  |
Auswahl
der Sicherheitsstufen während der InstallationWährend der Installation
können Sie Ihre Sicherheitsstufen konfigurieren, wenn Sie
von „Client Installation Configuration Interface“ auf
die Registerkarte System oder die Registerkarte Software gehen. Die Registerkarte „System“ ermöglicht
das Konfigurieren für Ihr System gültiger Informationen
wie Sicherheitsstufen, Host-Name, IP-Adresse, Root-Kennwort und
Zeitzone. HP empfiehlt die Verwendung der Registerkarte System zur Auswahl der für Ihre Installation geeigneten
Sicherheitsstufe wie nachfolgend beschrieben. Führen
Sie eine der folgenden Aktionen aus: Wenn
Sie die grafische Benutzeroberfläche von Ignite-UX verwenden,
gehen Sie von der Client-Installations-Konfigurationsoberfläche
aus zur Registerkarte System und wählen
Sie Security Choices aus. Wenn Sie den Install HP-UX Wizard von Ignite verwenden, gehen Sie zur Anzeige Additional Software und wählen Sie „Security Choices“.
Die vier Sicherheitsstufen werden angezeigt. Sec00Tools ist standardmäßig ausgewählt. Wählen Sie die für
Ihre Installation geeignete Sicherheitsstufe. Siehe hierzu auch „Vordefinierte
Sicherheitsstufen“. Wählen Sie OK aus.
Serviceguard-Konfiguration
(nach der Installation) zur Verwendung mit Sicherheitsstufen |  |
Konfigurieren
von Sec20MngDMZ oder Sec30DMZ zur Verwendung mit ServiceguardServiceguard verwendet dynamische Anschlüsse. Damit
der Betrieb möglich ist, muss der Anschlussbereich für
mögliche Sicherheitsziele geöffnet werden. Das Öffnen
des Anschlussbereichs ist nicht mit den Sicherheitszielen von Sec20MngDMZ (MANDMZ.config) und Sec30DMZ (DMZ.config) vereinbar, da mehrere Services (einschließlich
rpc-artiger Anwendungen) möglicherweise denselben Anschlussbereich überwachen.
Die Firewall bietet jedoch weiterhin Sicherheitsfunktionen, die
dem Sicherheitsimplementierungsmodell von Serviceguard entsprechen,
wie dies im Dokument Securing Serviceguard unter
folgender Adresse beschrieben wird: http://docs.hp.com/ Bevor Sie den Anschlussbereich von Serviceguard öffnen,
müssen Sie die erforderlichen IPFilter-SG-Regeln kennen,
die im HP-UX IPFilter Version A.03.05.09 Administrator's
Guide unter folgender Adresse dokumentiert sind: http://docs.hp.com/en/B9901-90021/B9901-90021.pdf Wenn der Serviceguard Sicherheits-Patch von 2004 installiert
ist, erfordert Serviceguard einen zusätzlichen Service, identd. Aktivieren Sie diesen, indem Sie die im Folgenden beschriebenen
Schritte ausführen. Ändern
Sie in der für die nächste Bastille Sperre verwendeten
HP-UX Bastille Konfiguration, deren Standardposition beispielsweise:
/etc/opt/sec_mgmt/bastille/config ist, die Antwort auf die Frage: Should Bastille ensure inetd's ident service does not run on this system? Ändern Sie die
Antwort wie folgt von „Y“ in „N“: SecureInetd.deactivate_ident="N" Wenden Sie die Änderungen
der Konfigurationsdatei an. Sie können Ihre Systemkonfiguration
manuell oder mit HP-UX Bastille ändern. Bei der
ersten Methode sind weniger Schritte für Systeme erforderlich,
die nach dem Konfigurieren des Systems mit dem Werkzeug Bastille
manuell konfiguriert wurden. Bei der zweiten Methode sind weniger
Schritte für Systeme erforderlich, die nach dem Konfigurieren
des Systems mit Bastille nicht manuell konfiguriert wurden. Führen Sie eine
der folgenden Aktionen aus: Manuelle
Aktualisierung der Systemkonfiguration: Bearbeiten Sie die Datei
/etc/inetd.conf, indem Sie die Kennzeichnung als Kommentar in der folgenden
Zeile aufheben (das Zeichen # entfernen): #auth stream tcp6 wait bin /usr/lbin/identd identd Erzwingen Sie ein erneutes Einlesen der Konfiguration durch inetd mit der Ausführung des folgenden Befehls: # inetd -c Aktualisierung der Konfiguration
mit HP-UX Bastille: Kehren Sie zur vorigen HP-UX
Bastille Konfiguration zurück, und wenden Sie anschließend
die neue HP-UX Bastille Konfiguration an. # bastille -r # bastille -b [-f <Pfad der Konfigurationsdatei> ]
Konfigurieren
von HP-UX Bastille Sec10HostInformationen zur Konfiguration von HP-UX Bastille
Sec10Host finden Sie im Dokument Securing Serviceguard unter
folgender Adresse: http://docs.hp.com/ Abhängigkeiten
der Sicherheitsauswahl |  |
Die Sicherheitsstufe Sec00Tools wird standardmäßig auf Ihrem System installiert.
Obwohl Sec00Tools während der Kaltinstallation oder Aktualisierung
keine Sicherheitsänderungen implementiert, stellt es sicher, dass
die erforderliche Software (siehe Abbildung 3-1, „Abhängigkeiten zwischen der Sicherheitssoftware
während der Installation“) installiert wird. Die Sicherheitsstufe Sec00Tools enthält die vorgenerierten Konfigurationsdateien,
mit denen Sie eine Sicherheitsstufe aufbauen oder die Sie als Vorlage
zum Erstellen einer individuellen Sicherheitskonfiguration verwenden
können. Die Sicherheitsstufe Sec00Tools stellt außerdem sicher, dass die für
diese Sicherheitsstufen erforderliche Software zur Verfügung steht. Alternativ dazu können Sie Ihr System während
der Kaltinstallation oder Aktualisierung mit Hilfe einer der folgenden
Sicherheitsstufen sperren: Sec10Host, Sec20MngDMZ und Sec30DMZ sind abhängig von Sec00Tools. Gesicherte
Services und Protokolle |  |
Jede Sicherheitsstufe
steigert die Sicherheit, indem verschiedene Protokolle und Services
gesperrt werden. HP-UX Bastille bestimmt anhand verschiedener
Fragen, welche Services und Protokolle gesichert werden sollen.
Wenn Sie mit einer der Sicherheitsstufen arbeiten, wird ein Standardsicherheitsprofil
angewendet, das den Sperrprozess vereinfacht. In den folgenden Tabellen sind die Services und Protokolle
aufgelistet, auf die sich die jeweiligen Sicherheitsstufen (siehe Tabelle 3-3, „Vordefinierte Sicherheitskonfiguration“) auswirken, wenn Sie
eine Sicherheitsstufe während der Kaltinstallation oder
der Aktualisierung anwenden. Tabelle 3-4 Host-basierende Sicherheitseinstellungen über Sec10Host während der Installation[1] Kategorie | Aktionen |
|---|
Anmeldenamen und Kennwörter | | Anmeldung zurückweisen,
sofern kein Heimverzeichnis vorhanden ist | | Anmeldungen ohne Root-Zugriffsrechte ablehnen, wenn Datei /etc/nologin vorhanden ist | | Standardpfad für den Befehl su einstellen | | Root-Anmeldungen über Netzwerk-tty deaktivieren | | Verschlüsselte Kennwörter verdecken | | Anmeldungen von ftpd-Systemkonten
deaktivieren | | X-Anmeldungen von einem fernen System deaktivieren |
| Dateisystem, Netzwerk und Systemkern | | ndd-Einstellungen [2],[3] ändern | | Zugriff von fernen Systemen auf swlist begrenzen | | Standardwert für umask einstellen | | Kernbasierenden Stapelausführungsschutz aktivieren |
| Daemon-Prozesse | | ptydaemon deaktivieren | | pwgrd deaktivieren | | rbootd deaktivieren | | NFS-Client-Daemon-Prozesse deaktivieren | | NFS-Server deaktivieren | | NIS-Client-Programme deaktivieren | | NIS-Server-Programme deaktivieren | | SNMPD deaktivieren |
| inetd-Services | | bootp deaktivieren | | Die integrierten Services von inetd deaktivieren | | CDE-Helper-Services deaktivieren | | finger deaktivieren | | ident deaktivieren | | klogin und kshell deaktivieren | | ntalk deaktivieren | | Services für login, shell und exec deaktivieren | | swat deaktivieren | | printer deaktivieren | | recserv deaktivieren | | tftp deaktivieren | | time deaktivieren | | uucp deaktivieren | | EMS-Netzwerkkommunikation (Event Monitoring Services) deaktivieren | | Protokollieren für alle inetd-Verbindungen
aktivieren |
| sendmail | | sendmail über cron ausführen, um Warteschlange zu verarbeiten | | Daemon-Modus für sendmail stoppen | | Befehle vrfy und expn deaktivieren |
| Weitere Einstellungen | | HP Apache 2.x
Web-Server deaktivieren[4] | | cron-Job für Security Patch Check konfigurieren[2] |
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Tabelle 3-5 Zusätzliche
Sicherheitseinstellungen über Sec20MngDMZ während der Installation[1] Kategorie | Aktionen |
|---|
inetd-Services | Umfasst alle deaktivierten inetd-Services aus Tabelle 3-4, „Host-basierende Sicherheitseinstellungen über Sec10Host während der Installation“ und:
| ftp deaktivieren | | telnet deaktivieren |
| IPFilter-Konfiguration[2] | | Eingehende DNS-Anfrageverbindungen
blockieren | | Eingehende HIDS-Verwaltungsverbindungen blockieren[3],[4] | | IPFilter konfigurieren, um ausgehenden Datenverkehr zuzulassen
und eingehenden Datenverkehr mit eingestellten IP-Optionen und sonstigen Datenverkehr
außer für HP-UX Secure Shell, HIDS Agent,
WBEM, Web-Admin und Web-Admin-Autostart[5], ICMP-Echo zu blockieren. |
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Tabelle 3-6 Zusätzliche
Sicherheitseinstellungen über Sec30DMZ während der Installation[1]
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