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Ignite-UX Verwaltungshandbuch: für HP-UX 11i > Kapitel 2 Einführung in Ignite-UX

Konfigurationsentscheidungen für Ignite-UX Server

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Für die Konfigurierung eines Ignite-UX Servers müssen Sie einige Entscheidungen darüber treffen, wie Ihr Server Clients verwalten soll. Dieser Abschnitt unterstützt Sie mit einem Überblick über den Netzwerk-Systemstart, einige dieser Entscheidungen zu treffen.

Netzwerk-Systemstart und IP-Adressen

Wenn ein System HP-UX von einem Ignite-UX Server aus startet, benötigt es eine IP-Adresse, um den Betriebs­systemkern aufzurufen. Die erste IP-Adresse ist nicht unbedingt dieselbe IP-Adresse, die dem System für die Netzwerkfunktionen zugeordnet wird, wenn sein Systemkern ausgeführt wird. Manchmal sind die Mechanismen für die Zuordnung der ersten und zweiten IP-Adresse unterschiedlich.

PA-RISC Systeme

Wenn ein PA-RISC System von einem Ignite-UX Server aus gestartet wird, antwortet der Daemon-Prozess instl_bootd auf die Anforderung der ersten IP-Adresse. Bei dieser Kommunikation werden die Anschlüsse 1067 und 1068 verwendet. Die Angaben für die Zuordnung der ersten IP-Adresse zum startenden System werden der Datei /etc/opt/ignite/instl_boottab entnommen, wobei es keine Rolle spielt, ob dieses registriert oder anonym ist.

Wenn HP-UX auf einem PA-RISC System ausgeführt wird, wird eine zweite IP-Adresse für die Netzwerkfunktionen angefordert. Auf diese Anforderung antwortet bootpd über die Anschlüsse 67 und 68. Der Datei /etc/bootptab werden Hinweise auf registrierte Clients entnommen. Für anonyme Clients werden DHCP-Services verwendet.

Itanium-basierende Systeme

Wenn ein Itanium-basierendes System von einem Ignite-UX Server aus gestartet wird, antwortet der Daemon-Prozess bootpd auf die Anforderung der ersten IP-Adresse. Bei dieser Kommunikation werden die Anschlüsse 67 und 68 verwendet. Der Datei /etc/bootptab werden Informationen für die Zuordnung der ersten IP-Adresse zu einem registrierten startenden System entnommen. Wenn das System nicht registriert ist und HP-UX 11i v2 oder HP-UX 11i v3 auf dem Ignite-UX Server ausgeführt wird, werden DHCP-Dienste verwendet, um die IP-Adresse für den Systemstart zuzuordnen.

Wenn Itanium-basierende Systeme eine zweite IP-Adresse für die Netzwerkfunktionen anfordern, werden derselbe Daemon-Prozess, dieselbe Datei und dieselben Anschlüsse wie oben beschrieben verwendet. Die Konfiguration von DHCP-Services für den Systemstart ist von der Konfiguration von DHCP für die Zuordnung von Netzwerk-IP-Adressen getrennt. Weitere Informationen zur Konfiguration von DHCP für die konfliktfreie Zuordnung der ersten und zweiten IP-Adresse finden Sie in „Überlegungen zum Starten anonymer Itanium-basierender Clients“.

Auswählen von Optionen

Als Ignite-UX System­verwalter müssen Sie folgende Fragen beantworten:

  • Sind meine Clients PA-RISC oder Itanium-basierend?

  • Möchte ich einen Netzwerk-Systemstart für meine Clients durchführen?

  • Sollen die MAC-Adressen meiner Clients mit dem Server registriert werden, damit sie immer mit derselben zugeordneten IP-Adresse gestartet werden (registrierte Clients), oder soll ihnen beim Start eine verfügbare IP-Adresse zugeordnet werden (anonyme Clients)?

  • Soll nach Abschluss der Installation die IP-Adresse für den Systemstart mit der für die Netzwerkfunktionen verwendeten IP-Adresse identisch sein?

  • Wird DHCP in meinen Subnetz ausgeführt?

Weiter unten sind Entscheidungsbäume für die Entscheidungen bezüglich des Systemstarts aufgeführt. Diese Fragen sind nicht immer klar mit „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten. Möglicherweise müssen Sie aufgrund Ihrer Umgebung mehrere Methoden in den Entscheidungsbäumen wählen. Und auch wenn eine Option zutrifft, müssen Sie sie möglicherweise verwerfen, weil sie nicht die beste Antwort für Ihre Umgebung ist. Bitte beachten Sie auch, dass diese Entscheidungsbäume den Systemstart betreffen und daher nur auf die erste IP-Adresse Auswirkungen haben.

Ein Entscheidungsbaum für den Netzwerk-Systemstart von PA-RISC Systemen wird in Abbildung 2-6 dargestellt. Ein Entscheidungsbaum für den Netzwerk-Systemstart Itanium-basierender Systeme wird in Abbildung 2-7 dargestellt. Die Entscheidungsbäume setzen voraus, dass sich die Clients, für die ein Netzwerk-Systemstart durchgeführt wird, in demselben Subnetz wie der Ignite-UX Server befinden und Sie immer die Option install beim Befehl boot des Boot Console Handler (BCH) verwenden. Darüber hinaus setzen die Entscheidungsbäume für den Netzwerk-Systemstart Itanium-basierender Systeme voraus, dass nur ein DHCP-Server für das Antworten auf Startanforderungen in Ihrem Subnetz konfiguriert ist und dass dieser HP-UX ausführt.

Informationen zum Starten eines Systems ohne Netzwerk und Ignite-UX Server finden Sie im Entscheidungsbaum in Abbildung 7-2, „Entscheidungsbaum für den Start eigenständiger Systeme vom lokalen Gerät aus und das Installieren von HP-UX vom Server aus“.

HINWEIS: Viele Clients können nur über ihre integrierten LAN-Schnitt­stellen gestartet werden. Andere LAN-Schnitt­stellen werden möglicherweise nicht für den Systemstart unterstützt. Weitere Informationen zur Unterstützung des Systemstarts über LAN-Schnitt­stellen finden Sie in der Dokumentation zur Hardware Ihres Systems oder zur integrierten LAN-Karte.

Verwenden Sie bei der Konfiguration eines Ignite-UX Servers für PA-RISC Clients den folgenden Entscheidungsbaum:

Abbildung 2-6 Entscheidungsbaum bei der Konfiguration eines Servers für den Start von PA-RISC Systemen

Entscheidungsbaum bei der Konfiguration eines Servers für den Start von PA-RISC Systemen

Konfigurieren von instl_boottab für registrierte Clients - Um einen Netzwerk-Systemstart registrierter PA-RISC Clients durchzuführen, antwortet der Server mit dem Daemon-Prozess instl_bootd auf Startanforderungen, und die IP-Adressen und die LAN-Adressen des Clients werden in der Datei /etc/opt/ignite/instl_boottab registriert. Das Konfigurieren eines Ignite-UX Servers für PA-RISC Clients wird in „Konfigurieren des Ignite-UX Servers für PA-RISC Clients“ beschrieben.

Konfigurieren von instl_boottab für anonyme Clients - Der Netzwerk-Systemstart für anonyme PA-RISC Clients ist dem Netzwerk-Systemstart registrierter PA-RISC Clients ähnlich. Der Unterschied liegt darin, dass einige IP-Adressen in der Datei /etc/opt/ignite/instl_boottab nicht den MAC-Adressen von Clients zugeordnet sind und diese IP-Adressen daher Clients je nach Eingang von Anforderungen zugeordnet werden können. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter „Konfigurieren eines Servers für den Start anonymer PA-RISC Clients“.

Siehe Entscheidungsbaum für den Start eigenständiger Systeme - Dieser Entscheidungsbaum ist in Abbildung 7-2 dargestellt.

Verwenden Sie bei der Konfiguration eines Ignite-UX Servers für Itanium-basierende Clients den folgenden Entscheidungsbaum.

Abbildung 2-7 Entscheidungsbaum bei der Konfiguration eines Servers für den Start Itanium-basierender Systeme

Entscheidungsbaum bei der Konfiguration eines Servers für den Start Itanium-basierender Systeme

Konfigurieren einzelner Einträge in bootptab - Um einen Netzwerk-Systemstart registrierter Itanium-basierender Clients durchzuführen, antwortet der Server mit dem Daemon-Prozess bootpd auf Startanforderungen, und die IP-Adressen und die LAN-Adressen des Clients werden in der Datei /etc/bootptab registriert. Ein Nachteil dieser Option ist, dass Sie für jedes System, das gestartet werden muss, einen Eintrag konfigurieren müssen. Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass sie für alle Versionen von HP-UX funktioniert. Ausführliche Informationen hierzu finden Sie in „Konfigurieren des Ignite-UX Servers für Itanium-basierende Clients“.

Konfigurieren einer DHCP-Gerätegruppe für anonyme Clients - Das Konfigurieren eines Ignite-UX Servers für den Start anonymer Itanium-basierender Clients erfordert umfassende Überlegungen. Informationen hierzu finden Sie in „Überlegungen zum Starten anonymer Itanium-basierender Clients“. Diese Option steht nur für HP-UX 11i v2 und später zur Verfügung.

Eventuell Ersetzen von bootpd durch instl_bootd - Der Daemon-Prozess instl_bootd kann anonyme Itanium-basierende Clients unterstützen und ausreichend Informationen für ihren Start bereitstellen. Der Daemon-Prozess instl_bootd kann auch für registrierte Clients konfiguriert werden. Möglicherweise ziehen Sie die Ausführung von instl_bootd in Betracht, wenn Sie PA-RISC und Itanium-basierende Clients in einem Subnetz haben, da Sie dadurch Client-IP-Adressen in einer Datei verwalten können: /etc/opt/ignite/instl_boottab. Der Nachteil dieser Methode ist, dass ein in dieser Art konfigurierter Ignite-UX Server keine DHCP-Services bereitstellen kann. Diese Methode wird nicht für eine Umgebung empfohlen, die vorwiegend aus Itanium-basierenden Systemen besteht. Verwenden Sie in diesem Fall DHCP oder bootpd. Siehe hierzu auch „Ersetzen von bootpd durch instl_bootd“.

Siehe Entscheidungsbaum für den Start eigenständiger Systeme - Dieser Entscheidungsbaum ist Abbildung 7-2 dargestellt.

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