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Ignite-UX Verwaltungshandbuch: für HP-UX 11i > Kapitel 5 Verwalten der E/A für die Installation und Wiederherstellung

Grundbegriffe für flexible Sichten

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Ab HP-UX 11i v3 erkennt HP-UX mehrere Pfade zu Geräten und stellt die Mehrpfadfunktion automatisch zur Verfügung. Wichtige neue Grundbegriffe zu dieser Funktion sind: permanente DSF, LUN-Hardwarepfad, lunpath-Hardwarepfad, Geräte-ID und flexible Adressierung (Agile-Adressierung).

Die E/A-Adressierungslogik für flexible Sichten sieht wie in Abbildung 5-2 dargestellt aus.

Abbildung 5-2 Modell der flexiblen E/A-Stapeladressierung für den Mehrpfadbetrieb

Modell der flexiblen E/A-Stapeladressierung für den Mehrpfadbetrieb

Die permanente DSF kennzeichnet das Gerät unabhängig von seiner Position in der E/A-​Konfiguration. Im neuen Modell verfügen traditionelle DSFs und Hardwarepfade über Mehrpfadfunktionen, da nach dem Öffnen eines Geräts die E/As jeden Pfad verwenden, der dem E/A-Gerät zugeordnet ist.

Der LUN-Hardwarepfad wird virtualisiert und steht für alle lunpath-Hardwarepfade zu einem Gerät. Der lunpath-Hardwarepfad ist der Pfad, der normalerweise auf der Benutzeroberfläche von Ignite angezeigt wird. lunpath-Hardwarepfade haben keine speziellen Gerätedateien. Sie sind einem LUN-Hardwarepfad zugeordnet und der Zugriff auf sie erfolgt über die permanente DSF, die einem LUN-Hardwarepfad zugeordnet ist. Die Benutzeroberfläche von Ignite zeigt den lunpath-Hardwarepfad an, so dass das wirkliche Gerät von ihm unterschieden werden kann; Sie können das physische Gerät nicht anhand des LUN-Hardwarepfads oder anhand der permanenten DSF erkennen.

Beispielwerte für das flexible Adressierungsmodell für die DSFs und Pfade finden Sie unten.

Abbildung 5-3 Beispiel für die flexible Benennung

Beispiel für die flexible Benennung

Die Benennung von Geräten in einer E/A-​Konfiguration mit mehreren Pfaden kann anspruchsvoll sein. Der E/A-Stapel (Treiber) identifiziert Geräte mit Hilfe der eindeutigen LUN-IDs. Dies ist häufig ein WWID-Wert.

Bei der Benennung eines Geräts über die eindeutige LUN-ID können alle seine Hardwarepfade für den Zugriff auf das Gerät verwendet werden und die flexible Adressierung wird unterstützt.

Möglicherweise kann es für einen Benutzer schwierig sein, die eindeutige LUN-ID einem bestimmten physischen oder logischen Gerät zuzuordnen. Die Geräte-WWID wird beispielsweise häufig auf dem Gerät angegeben (z. B. auf einem Aufkleber) oder ist über die Speicherverwaltungssoftware verfügbar, die zum Einrichten einer virtuellen LUN verwendet wird. Es ist jedoch schwierig, sich diese Werte zu merken und sie korrekt einzugeben. Daher ist es möglicherweise leichter, ein Gerät über einen seiner Hardwarepfade auszuwählen. Wenn Sie jedoch einen Teil der WWID kennen, können Sie über die Benutzeroberfläche von Ignite mit Hilfe des Textfelds „Filter“ des Dialogfensters „Disk Selection“ nur die Geräte mit den WWIDs anzeigen, die leicht zu behaltenden Text enthalten.

Flexible Adressierung bedeutet, dass der Hardwarepfad, über den das System auf ein Gerät zugreift, unabhängig vom Pfad ist, mit dem das Gerät ausgewählt wird. Die Auswahl einer Platte über einen Hardwarepfad kann dazu führen, dass das System einen anderen, besseren Hardwarepfad wählt. Dies kann z. B. der Fall sein, wenn eine Platte für den Systemstart ausgewählt wird und Volumen-Manager die entsprechende Gruppe von Pfaden ermittelt, die für den Gerätezugriff verwendet werden soll.

HINWEIS: Bei HP-UX 11i v3 hat der eine für die Auswahl verwendete Hardwarepfad auf den meisten Ignite-UX Benutzeroberflächen keine Bedeutung. Mit Ignite-UX kann die HP-UX Systemsoftware den besten Pfad auswählen, wenn ein bestimmter Pfad erforderlich ist. Beispielsweise wählt die Systemsoftware Startpfade aus, wenn das Startgerät ausgewählt wird.

Ein benutzerfreundlicherer Ansatz ist die Angabe von E/A-Geräten mit einer Geräte-ID. Eine Geräte-ID ist vom Benutzer lesbar und wird vom Benutzer festgelegt. Sie kann auf das Gerät geschrieben und dort abgelesen werden. Datenzentren können eine Standardrichtlinie für Geräte-IDs erstellen (z. B. LAB2CAB23LUN15).

In der aktuellen Implementierung kann die Geräte-ID bei der Installation eingestellt, geprüft und gelesen werden. Die Geräte-ID wird auf dem Gerät gespeichert und bleibt daher verfügbar, wenn die Platte auf ein anderes System verschoben oder an mehrere Systeme angeschlossen wird. Nicht alle Geräte unterstützen die Verwendung einer Geräte-ID.

Weitere Informationen zum Einstellen und Lesen einer Geräte-ID finden Sie auf der Hilfeseite scsimgr(1M).

Informationen zum Format von E/A-Variablen für die Angabe der E/A-Hardware für Ignite-UX Konfigurationsdateien finden Sie in Tabelle 5-3.

HINWEIS: Ihr Datenzentrum verwaltet Systeme und Speicher u. U. mit separaten Prozessen oder Gruppen. Sie müssen die WWID, die Geräte-ID und andere Details von LUNs notieren, die Ihren Systemen zugeordnet sind. Zugriffssteuerung oder Schutzzonen können zum Steuern der Systeme verwendet werden, die berechtigt sind, eine LUN zu verwenden; Sie müssen sich unbedingt notieren, welche Systeme Zugriff auf LUNs haben.

Weitere ausführliche Informationen zur flexiblen Sicht von HP-UX finden Sie im Informationsblatt The Next Generation Mass Storage Stack im Bereich „Network and Systems Management“ von www.docs.hp.com, verfügbar unter: http://www.docs.hp.com/en/netsys.html#Storage%20Area%20Management.

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