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Ignite-UX Verwaltungshandbuch: für HP-UX 11i > Kapitel 5 Verwalten der E/A für die Installation und Wiederherstellung

Wiederherstellung und flexible Sicht

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Bei der Wiederherstellung ändert Ignite-UX C.7.x die E/A-​Konfiguration des neuen Systems, so dass sie mit der E/A-​Konfiguration des ursprünglichen Systems übereinstimmt. Dies ist notwendig, da einige Aspekte einer Systemkonfiguration von der nicht vorhersagbaren Reihenfolge des E/A-Bestands des Systems abhängig sind.

Dieser Prozess soll die E/A-​Konfiguration des Systems so erscheinen lassen, als wäre das System zum Zeitpunkt der Erstellung des Wiederherstellungsarchivs einfach neu gestartet worden. Dieser Prozess ist jedoch komplex, und möglicherweise kann Ignite-UX die E/A-​Konfiguration nicht vollständig wiederherstellen. Ignite kann Aspekte der E/A-​Konfiguration aufgrund von Hardwareänderungen, Begrenzungen der E/A-​Software des Systems sowie Einschränkungen von Ignite-UX möglicherweise nicht wiederherstellen.

Die E/A-​Konfiguration des Systems sollte während und nach der Wiederherstellung überprüft werden, damit die Konfiguration ggf. angepasst werden kann.

Zur Wiederherstellung der E/A-​Konfiguration gehört die entsprechende Zuordnung von speziellen Gerätedateien (DSFs) und Geräten. In HP-UX 11i v3 und vorherigen Versionen gibt es einen Ansatz für traditionelle DSFs, und für permanente DSFs gibt es in HP-UX 11i v3 einen anderen Ansatz.

Zuordnung von traditionellen DSFs und Geräten

Die Zuordnung von traditionellen DSFs und Massenspeichergeräten erfolgt auf der Grundlage von Hardwarepfaden. Normalerweise sind traditionelle DSFs einem bestimmten Hardwarepfad zugeordnet. Während der Wiederherstellung wird ein Gerät der DSF seines Hardwarepfads zugeordnet. (Das traditionelle Adressierungsmodell wird in Abbildung 5-1 beschrieben.)

Bei Änderungen der Hardwarekonfiguration wird davon ausgegangen, dass ein neues Gerät das ursprüngliche Gerät in diesem Hardwarepfad ersetzen soll.

Einige E/A-Protokolle wie SAS und USB ordnen traditionelle DSFs über eindeutige LUN-IDs bestimmten Geräten zu. Ihr Verhalten ist wie das bei der unten beschriebenen Zuordnung von permanenten DSFs.

SAS-Geräte bilden einen Sonderfall, da sich ihre Zuordnung der traditionellen DSF/eindeutigen LUN-ID aufgrund von Änderungen der E/A-​Konfiguration ändern kann. Wenn Sie eine SAS-​Konfiguration ändern (ein SAS-Gerät physisch an einen anderen Schacht verschieben oder ein SAS-Gerät entfernen), kann der diesem oder anderen SAS-Geräten zugeordnete Hardwarepfad sich während einer Installation oder Wiederherstellung ändern. In einem solchen Fall werden Hardwarepfade SAS-Geräten neu zugeordnet. Da traditionelle DSFs einem bestimmten Hardwarepfad zugeordnet sind, wird bei einer Änderung des Hardwarepfads eines Geräts die Zuordnung zwischen seiner vorherigen traditionellen DSF und seiner LUN-ID aufgehoben. Die Zuordnung von SAS-Geräten während der Wiederherstellung wird möglicherweise in künftigen Versionen von Ignite-UX in der Form geändert, dass der unten beschriebene Ansatz der flexiblen Adressierung verwendet wird.

Nur bestimmte Änderungen der SAS-​Konfiguration führen zu einer Neuzuordnung von Hardwarepfaden. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Informationsblatt „Ignite-UX and SAS Devices“ unter in der Ignite-UX Information Library.

Zuordnung von permanenten DSFs und Geräten

Die Zuordnung von permanenten DSFs und Massenspeichergeräten ist aufgrund der flexiblen Adressierung relativ komplex. Ignite-UX versucht, die flexible Adressierung während der Wiederherstellung zu simulieren, und berücksichtigt gleichzeitig die Ersetzung von Hardware. Für diese Zuordnung werden die unten beschriebenen Methoden angewendet:

  • WWID — Die Zuordnung basiert auf der eindeutigen LUN-ID des Geräts. Meistens ist dies die WWID des Geräts. Bei dieser Methode wird die ursprüngliche permanente DSF eines Geräts demselben Gerät in der wiederhergestellten Systemkonfiguration zugeordnet.

  • Geräte-ID — (künftig) Die Zuordnung basiert auf einer benutzerdefinierten ID, die auf das Gerät geschrieben wird. Bei dieser Methode wird die ursprüngliche permanente DSF eines Geräts dem Gerät zugeordnet, das dieselbe Geräte-ID in der wiederhergestellten Systemkonfiguration hat. Diese Methode ermöglicht eine vom Benutzer eingegebene ID zur Steuerung der Gerätezuordnung. Einige Massenspeichergeräte unterstützen die Geräte-ID-Funktion nicht.

  • Physischer Standort — Die Zuordnung basiert auf dem physischen Standort des Geräts. Bei dieser Methode wird die ursprüngliche permanente DSF, die einem bestimmten physischen Standort (z. B. selbes Gehäuse und selber Schacht) zugeordnet ist, dem Gerät an diesem Standort in der wiederhergestellten Systemkonfiguration zugeordnet. Diese Methode ist für die Ersetzung von Geräten gedacht. Nicht alle E/A-Protokolle unterstützen die Adressierung über den physischen Standort.

  • Lunpath — Die Zuordnung basiert auf dem lunpath-Hardwarepfad. Bei dieser Methode wird die ursprüngliche permanente DSF, die einem lunpath-Hardwarepfad zugeordnet ist, dem Gerät in diesem lunpath-Hardwarepfad in der wiederhergestellten Systemkonfiguration zugeordnet. Diese Methode ist für die Ersetzung von Geräten gedacht. Einige Protokolle wie Glasfaser haben lunpath-Hardwarepfade und traditionelle Hardwarepfade, die funktionale Unterschiede aufweisen (Verwendung unterschiedlicher Hardwareattribute).

  • Traditioneller Hardwarepfad — Die Zuordnung basiert auf dem traditionellen Hardwarepfad. Bei dieser Methode wird die ursprüngliche permanente DSF, die einem traditionellen Hardwarepfad zugeordnet ist, dem Gerät in diesem traditionellen Hardwarepfad im wiederhergestellten System zugeordnet. Bei dieser Methode werden Geräte über denselben Ansatz zugeordnet, der auch für normale traditionelle DSFs verwendet wird.

Nicht alle Methoden sind für alle Protokolle geeignet. Im Folgenden sind sortierte Listen von Zuordnungsmethoden zwischen permanenten DSFs und Geräten nach Protokoll aufgeführt. Die Reihenfolge, in der diese Methoden angewendet werden, ist wichtig. Die Zuordnung erfolgt in der aufgeführten Reihenfolge.

Tabelle 5-2 Methoden zur Zuordnung zwischen permanenten DSFs und Geräten nach Protokoll

ProtokollSortierte Liste
paralleles SCSIWWID, lunpath
GlasfaserWWID, physischer Standort, lunpath
idelunpath
SASWWID, physischer Standort, lunpath
andereses erfolgt keine Zuordnung

 

HINWEIS: Möglicherweise enthält die ursprüngliche Systemkonfiguration Geräte, die nicht Geräten in der neuen Systemkonfiguration zugeordnet werden können. Zudem gibt es in der neuen Systemkonfiguration möglicherweise Geräte, die keinen Geräten in der ursprünglichen Konfiguration entsprechen. In diesen Fällen ordnen die E/A-​Treiber des HP-UX Betriebs­systems traditionelle und permanente DSFs für die nicht zugeordneten Geräte zu.
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