ISA-Karten verfügen über Hardwareschalter oder
-Steckbrücken, mit denen die Eigenschaften
der Karte konfiguriert werden können. Stellen Sie die Schalter
und Steckbrücken entsprechend den Anleitungen in der Dokumentation
zu der Karte ein, und ändern Sie diese Einstellungen, falls
in eisa_config Konflikte mit Ressourcen gemeldet werden.
EISA-Karten haben keine Hardwareschalter oder Steckbrücken;
die Ressourcen für die Karte werden über eine
vom Hersteller der Karte bereitgestellte Konfigurationsdatei (CFG-Datei) eingestellt.
Das Programm eisa_config benötigt eine CFG-Datei für jede ISA-
oder EISA-Karte, um der Karte Ressourcen auf dem EISA/ISA-Bus zuordnen zu
können. Die CFG-Datei bietet eisa_config den Zugriff auf alle EISA/ISA-Ressourcen und ermöglicht
die automatische Konfiguration von EISA-Karten. ISA-Karten können
zwar nicht automatisch konfiguriert werden, eisa_config kann jedoch eine Einstellung für die
Schalter und Steckbrücken dieser Karten vorschlagen, bei
der höchstwahrscheinlich keine Konflikte mit anderen Hardwarekomponenten
auftreten. (Beachten Sie jedoch, dass bestimmte Konfigurationen
nicht möglich sind, etwa wenn zwei Karten von verschiedenen
Herstellern dieselben Ressourcen benötigen. In diesem Fall
kann nur eine der beiden Karten verwendet werden.)
Für jede am EISA/ISA-Bus der Workstation angeschlossene
Karte muss eine entsprechende CFG-Datei im Verzeichnis /sbin/lib/eisa vorhanden sein. Diese Dateien werden von /sbin/bcheckrc bei jedem Systemstart gelesen.
Die Benennung von CFG-Dateien entspricht folgender Syntax:
Hierbei gilt:
| r | | ist entweder! oder eine hexadezimale Ziffer. |
| XXX | | ist eine Abkürzung für den Namen
des Herstellers. |
| nnn | | gibt die Produktkennung an. |
| N | | gibt die Versionsnummer an. |
Das folgende Beispiel zeigt einen Auszug aus einer EISA-Konfigurationsdatei
mit dem Namen !HWP0C80.CFG. Die Datei ist in Blöcke mit kartenspezifischen
Informationen, Funktionen und Auswahlmöglichkeiten innerhalb
der Funktionen gegliedert. Das Programm eisa_config wählt für jede Funktion eine
dieser Möglichkeiten aus. Wenn die erste Auswahlmöglichkeit
(der Standardwert) zu einem Konflikt mit einer anderen Karte am
Bus führt, wählt eisa_config eine andere Möglichkeit aus oder schlägt
eine Einstellung vor, die keinen Konflikt verursacht.
 |
BOARD ID = "HWP0C80" NAME = "HP EISA SCSI host adapter 25525A" MFR = "Hewlett-Packard Co." ... IOCHECK = INVALID DISABLE = SUPPORTED COMMENTS = " This init file performs the following - Sets the ABRT to 1 in 0zC85. - Sets the RIEN to 0 in 0zC85. ... FUNCTION = "BOOT ROM ENABLE/RELOCATION" CHOICE = "ENABLED" LINK MEMORY = 32K ADDRESS = 0D8000h | 0C8000h | 0D0000h MEMTYPE = OTH WRITABLE = NO ... INIT = IOPORT(6)LOC(7-6) 00 | 10 | 01 CHOICE = "DISABLED" FREE INIT = IOPORT(6)LOC(7-6) 11 FUNCTION = "Host Adapter SCSI ID Selection" CHOICE = "SCSI ID = 7" FREE INIT = IOPORT(7) 10000000 CHOICE = "SCSI ID = 6" FREE INIT = IOPORT(7) 01000000 |
Wenn die Standardfunktion geändert werden muss, schlagen
Sie im Abschnitt „Ändern
der Auswahl für Kartenfunktionen “ nach,
wie die Funktionen einer Karte ausgewählt werden.
/sbin/eisa_config schreibt die Konfiguration in den nichtflüchtigen Speicher
(NVM-Speicher) und in die Datei system.sci, über die identische Konfigurationen
erstellt werden können. Die Vorgehensweise hierzu wird
im Abschnitt „Erstellen
identischer EISA/ISA-Konfigurationen auf anderen Workstations“ erläutert.