Ab HP-UX Version 11.0 ist eine neue Funktion, die sog. DLKM-Funktion (Dynamically
Loadable Kernel Module), in das System integriert, mit deren Hilfe
Gerätetreiber in einem laufenden UNIX-System hinzugefügt werden
können, ohne das System neu starten oder den Systemkern
neu erstellen zu müssen. Darüber hinaus ermöglicht
es diese Funktion, Gerätetreiber dynamisch aus einem UNIX-System
zu entfernen, wenn diese nicht mehr erforderlich sind. Auf diese
Weise werden die Systemressourcen für andere Verwendungsmöglichkeiten
freigegeben.
Die DLKM-Funktion liefert nicht nur die Infrastruktur zum
Laden von Treibern in einen laufenden Systemkern, sondern erlaubt
es gleichzeitig, statische Verweise auf den Treiber in den Systemkern
einzufügen. Dies entspricht der Methode, mit der alle Treiber
vor HP-UX 11.0 in den Systemkern integriert wurden. Durch einfaches
Setzen einer Markierung in einer der Konfigurationsdateien des Treibers
wird festgelegt, ob dieser als dynamisch ladbar oder mit einem statischen
Verweis konfiguriert wird.
Unter HP-UX 11.0 muss das System laufen, damit die DKLM-Module geladen
werden können. Daher müssen alle Treiber, die
für den Systemstart erforderlich sind, über statische
Verweise konfiguriert werden.
DLKM-Modultypen |
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Die DLKM-Funktion
unterstützt zur Zeit folgende Treibertypen: Treiber der
WSIO-Klasse, WSIO-Schnittstellentreiber und STREAMS-Treiber. Darüber
hinaus werden STREAMS-Module und gemischte Module unterstützt.
Ein Beispiel für ein gemischtes Modul ist ein Modul, das
Funktionen enthält, die nicht im statisch konfigurierten
Systemkern erforderlich sind, aber von mehreren ladbaren Modulen
gemeinsam benutzt werden.
Vorteile
der DLKM-Treiber |
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DLKM-Treiber/Module bieten zahlreiche Vorteile gegenüber
statischen Treibern/Modulen. Dazu zählen unter anderem
folgende:
Erleichtern der Installation von Gerätetreibern
anderer Hersteller durch Administratoren
Verbessern der Systemverfügbarkeit, da
Gerätetreiber und andere Module bei laufendem System in
den Systemkern konfiguriert werden können
Einsparen von Systemressourcen durch Entladen selten
genutzter Module, wenn diese nicht verwendet werden
Bereitstellen der Möglichkeit für
Administratoren, das Laden und Entladen von Modulen anzufordern
Bereitstellen einer Funktion im Systemkern, mit
der Module automatisch geladen werden können
Das
automatische Laden erfolgt, wenn der Systemkern feststellt, dass
ein bestimmtes ladbares Modul für eine bestimmte Aufgabe
erforderlich ist, aber das Modul zur Zeit nicht geladen ist. In
diesem Fall lädt der Systemkern das Modul automatisch.
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 | HINWEIS: Das automatische Entladen wird unter HP-UX 11.0 nicht
unterstützt. |
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