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HP-UX Konfiguration der Peripheriegeräte: HP 9000 Rechner > Kapitel 1 Einführung

Die Namen der Gerätedateien

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Technische Dokumentation

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In den Gerätedateien sind Informationen zum zu verwendenden Gerätetreiber, der Position des Geräts und seinen speziellen Merkmalen enthalten. Diese Informationen werden vom Betriebssystem verwendet. Die Merkmale sind abhängig vom Gerätetyp; so sind in den Gerätedateien zu magnetooptischen Laufwerken beispielsweise Informationen zu den adressierten Oberflächen enthalten, in den Dateien für Bandlaufwerke dagegen Informationen zur Schreibdichte und zum Zurückspulen.

In den meisten Gerätedateien ist die Position des Geräts in der Bus-Architektur angegeben. Sie können diese Position ermitteln, indem Sie die Dateien in einem Unterverzeichnis des Verzeichnisses /dev anzeigen. Für Massenspeichergeräte enthält die Syntax die Zeichenfolge c#t#d#[s#] (andere Arten von Gerätedateien verwenden andere Konventionen):

c# 

steht für die Nummer der Karte (card instance) für die Klasse der Schnittstellenkarte, an die das Gerät angeschlossen ist. Klassen für Schnittstellenkarten sind beispielsweise ext_bus, graphics, tty, lan und andere. Die Nummer der Schnittstellenkarte ist innerhalb der angegebenen Klasse eindeutig. Es besteht kein Zusammenhang zwischen dieser Nummer der Karte und der Nummer des Steckplatzes im Rechnergehäuse, in dem die Karte eingebaut ist.

Die Klasse und die Nummer werden in den ersten beiden Spalten der Ausgabe von /usr/sbin/ioscan -f angezeigt. Bei der Interpretation einer Gerätedatei ist die einzige signifikante Nummer die der Karte (d. h. die Nummer innerhalb der Klasse der Schnittstelle, an der ein Gerät angeschlossen ist). In der Beispielgerätedatei /dev/rdsk/c1t4d0 für eine Platte bezieht sich c1 auf die Nummer der Karte und nicht auf die LU-Nummer (im Gegensatz zu früheren Versionen).

t# 

steht für die Zieladresse (target address) des Geräts am Schnittstellen-Bus. Bei Single-Ended-Geräten kann die Adresse im Bereich von 0 bis 7 liegen und bei Fast-Wide-Geräten im Bereich von 0 bis 15. Normalerweise ist t# die Adresse, die mit Hilfe von Steckbrücken oder DIP-Schaltern direkt am Gerät eingestellt wurde.

d# 

steht für die Gerätenummer (device number); es kann sich dabei um eine Zahl von 0 bis 7 handeln. Bei SCSI-Geräten entspricht d# der SCSI-LUN-Nummer. d# entspricht normalerweise d0. Multifunktionsgeräte bilden hierbei eine Ausnahme.

s# 

gibt die wahlweise Abschnittsnummer (section) an; diese Nummer wird aus Gründen der Rückwärtskompatibilität angegeben. Abschnitt 0 steht jetzt für die gesamte Platte; 2 kennzeichnet einen kleinen Abschnitt einer Platte (hierfür wurde früher 0 verwendet). Wenn s# nicht angegeben ist, bezieht sich die Gerätedatei auf die gesamte Platte.

Beispiele für Namen von Gerätedateien

Die gerätespezifischen Kapitel in diesem Dokument enthalten Tabellen mit Beschreibungen der Konfigurationsvoraussetzungen. In diesen Tabellen sind die Standardnamen der Gerätedateien für die Klasse des jeweiligen Geräts angegeben. Die folgende Liste enthält einige Namen für Gerätedateien und erläutert ihre Bedeutung:

/dev/rdsk/c0t6d0 

Auf die gesamte Platte wird im Zeichenmodus (raw) über die SCSI-Karte mit der Nummer 0, der Zieladresse 6 und LUN 0 zugegriffen.

/dev/rac/c0t0d0_11a 

Die Oberfläche (Seite) 11a einer magnetooptischen Platte, auf die über den Autowechsler in einer Plattenbibliothek mit der Kartennummer 0, der Zieladresse 0 und LUN 0 im “raw”-Modus zugegriffen wird.

/dev/rmt/c1t0d0BESTnb 

Bandlaufwerk, auf das mit der Kartennummer 1, der Zieladresse 0 und LUN 0 zugegriffen wird. Bänder werden mit der höchsten verfügbaren Dichte beschrieben, kein Zurückspulen, Schließen über Berkeley-Typ.

/dev/rmt/0mnb 

Gerätedatei (Verweis) für ein Bandlaufwerk, deren Merkmale mit /dev/rmt/c1t0d0BESTnb identisch sind.

/dev/floppy/c1t3d0 

Auf das gesamte Diskettenlaufwerk wird im Blockmodus über die SCSI-Karte mit der Nummer 1, der Zieladresse 3 und der LUN 0 zugegriffen.

/dev/tty0p0 

Serielle Schnittstelle der integrierten Karte mit der Nummer 0 und Anschluss 0. Die Adresse 56.0 ist fest vorgegeben; für den Zugriff wird der Treiber mux4 verwendet.

/dev/c1t0d0_lp 

Parallele Schnittstelle auf der integrierten E/A-Karte 1, Handshake-Modus 2.

/dev/lp 

Parallele Schnittstelle auf der integrierten E/A-Karte 1, Handshake-Modus 2; die Gerätedatei ist ein Verweis auf /dev/c1t0d0_lp.

Die Schnittstelle, an die ein Gerät angeschlossen ist, kann mit den Befehlen lssf und ioscan angezeigt werden. Diese Befehle werden in den folgenden Abschnitten beschrieben.

Dekodieren von Gerätedateien mit lssf

Mit dem Befehl /usr/sbin/lssf können Sie Gerätedateien dekodieren. Die folgende Abbildung vergleicht die Ausgabe von ll und lssf.

HINWEIS: Im gesamten Dokument werden Beispiele für die Verwendung von Befehlen in Befehlsschrift dargestellt.
ll /dev/rac/c1t1d0_2a
crw-r--r-- 1 root users 230 0x011003 May 3 16:46 /dev/rac/c1t1d0_2a
/usr/sbin/lssf /dev/rac/c1t1d0_2a
autox0 card instance 1 SCSI target 1 SCSI LUN 0 optical disk 2 side a
at address 52.1.0 /dev/rac/c1t1d0_2a214



ll /dev/rmt/c0t1d0NOMOD
crw-rw-rw- 1 bin bin 205 0x00100f May 4 11:31 /dev/rmt/c0t1d0NOMOD
/usr/sbin/lssf /dev/rmt/c0t1d0NOMOD
stape card instance 0 SCSI target 1 SCSI LUN 0 at&t keep existing density/format
at address 2/0/1.1.0 /dev/rmt/c0t1d0NOMOD

ll /dev/rmt/c0t1d0BESTb
crw-rw-rw- 2 bin bin 205 0x001080 Apr 28 17:24 /dev/rmt/c0t1d0BESTb
/usr/sbin/lssf /dev/rmt/c0t1d0BESTb
stape card instance 0 SCSI target 1 SCSI LUN 0 berkeley best density available
at address 2/0/1.1.0 /dev/rmt/c0t1d0BESTb
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