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HP-UX Konfiguration der Peripheriegeräte: HP 9000 Rechner > Kapitel 1 EinführungAnzeigen der Systemkonfiguration mit ioscan |
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Der Befehl /usr/sbin/ioscan ist der vielseitigste Befehl in HP-UX zum Anzeigen der Systemkonfiguration. Mit ioscan können Sie beispielsweise feststellen, welche Hardwareadressen zur Verfügung stehen. In seiner einfachsten Form zeigt /usr/sbin/ioscan den Hardwarepfad, die Geräteklasse und die Beschreibung an. Bei den Optionen -u (usable device) oder -k (kernel structure) wird die Hardware nicht geprüft; die Ausgabe erfolgt daher schneller. Das folgende Beispiel zeigt Geräte an, die an einem Rechner der Serie 800 Modell E über den HP-PB-Bus-Konverter an Adresse 56 angeschlossen sind. 56/52 ist die Adresse der “Single-Ended” SCSI-Schnittstelle. Die schwächer angezeigten Ziffern darunter kennzeichnen die Adressen auf dieser Karte, die bereits verwendet werden. 56/52.4.0 ist nicht vorhanden. Wenn Sie ein weiteres SCSI-Gerät an diese Karte anschließen, können Sie seine Adresse auf 4 einstellen.
Sie können jede in einem HP-UX Rechner konfigurierte Hardwarekomponente anhand ihrer Hardwareadresse (mit ioscan unter H/W Path angegeben) identifizieren. Die Länge dieser numerischen Sequenzen ist abhängig von Modell und Architektur des verwendeten Systems. Der Hardwarepfad stellt einen Weg durch die Bus-Struktur dar, ausgehend von dem Bus, der dem Systemprozessor am nächsten liegt, bis zum Ausgabegerät. ioscan -H Hardwarepfad zeigt die Sequenz für die Verbindung zu der angegebenen Position bzw. von der angegebenen Position aus. Das folgende Beispiel zeigt die Ausgabe für ein Modell 770 an. An der in GSC integrierten Fast/Wide-SCSI-Schnittstelle wurde eine Platte mit der Hardwareadresse 8/0.5.0 angeschlossen.
Der Hardwarepfad ist wie folgt zu interpretieren:
Die einzelnen Nummern der Hardwareadresse werden durch die Zeichen Schrägstrich (/) oder Punkt (.) voneinander getrennt; diese Zeichen sind für die Systemverwaltung nicht wichtig. Im Zusammenhang mit den Kartennummern haben die angezeigten Klassen (z. B. bei der Ausgabe von ioscan -f) eine besondere Bedeutung, die weiter hinten in diesem Kapitel erläutert wird. Eine Beschreibung der Hardwareadressen für Multifunktionskarten finden Sie in Anhang B, „Bus-Architekturen“ Das vom Befehl ioscan angezeigte Beschreibungsfeld wird direkt aus den Informationen des Peripheriegeräts abgeleitet. Eine numerische Beschreibung bezieht sich normalerweise auf die Kennnummer des jeweiligen Herstellers; in manchen Fällen wird diese Nummer für mehrere Modellnummern verwendet. Bei der Behebung von Fehlern mit einem Peripheriegerät enthält diese Beschreibung oft wertvolle Informationen für den HP Servicebeauftragten. ioscan -f zeigt vollständige Informationen zur Konfiguration des Systems an, einschließlich der Kartennummer, des Geräte- bzw. Schnittstellentreibers, des Softwarestatus und des Hardwaretyps. Mit der Option -fn werden außerdem die Gerätedateien angezeigt.
Die folgende ioscan-Ausgabe zeigt nur die Klasse ext_bus eines Beispielsystems Modell 770 an. Die Kartennummern sind hervorgehoben; sie werden unter I angezeigt. Für die Namen der Gerätedateien und für die Hardwarezuordnung sind nur die Kartennummern von Bedeutung, die dem Hardwaretyp INTERFACE zugeordnet sind.
Die Kartennummer wird vom Betriebssystem der Schnittstellenkarte zugeordnet; sie legt die Reihenfolge fest, in der ioconfig beim Systemstart diese Klasse von Schnittstellenkarten dem jeweiligen Treiber zuweist. Die Daten werden in zwei Dateien gespeichert: /etc/ioconfig und /stand/ioconfig. In diesen Dateien bleibt diese Information auch bei einem erneuten Systemstart erhalten, es sei denn, eine der Dateien ist fehlerhaft oder nicht vorhanden. In diesem Fall erstellt ioinit die gesamte Struktur unter /dev neu. (Falls Sie Berechtigungen oder Dateien in dieser Struktur geändert haben, müssen Sie diese Änderung nach dem Neuerstellen der Struktur erneut durchführen.) Das folgende Beispiel zeigt die Ausgabe von ioscan für ein Modell 735. Dieses Beispiel zeigt, wie die Kartennummer und die Elemente des Hardwarepfads direkt im Namen der Gerätedatei /dev/dsk/c1t5d0 als Kartennummer, Zieladresse und Gerätenummer sichtbar sind. Normalerweise wird die Kartennummer der Zahl nach dem Buchstaben c (bei Terminals der Zahl nach der Zeichenfolge tty) zugeordnet. In diesem Beispiel lautet die Zahl 1, wie im zweiten Feld des ersten Eintrags weiter unten dargestellt. Die in der Gerätedatei zugeordnete Kartennummer bezieht sich auf die Schnittstellenkarte und nicht auf die Nummer des an die Karte angeschlossenen Peripheriegeräts. (Diese Nummern wurden bei früheren HP-UX Versionen für Rechner der Serie 800 im Rahmen des LU-Konzepts verwendet; Sie können diese Nummern ignorieren. Bei diesem Konzept entsprachen die LU-Nummern weitgehend den Gerätenummern; im neuen Konzept werden sie nicht mehr verwendet.) Die Kartennummer ist nur innerhalb der angegebenen Schnittstellenklasse (in diesem Fall ext_bus) eindeutig. Die Schnittstellenklasse tty zum Beispiel hat eine eigene Reihe von Kartennummern (beginnend mit Null); diese Nummern sind in den entsprechenden Gerätedateinamen sichtbar.
Mit dem Befehl ioscan -fn (oder -fkn oder -fun) können Sie die einem Peripheriegerät zugeordneten Gerätedateien anzeigen. Außerdem können Sie weitere ioscan-Optionen (z. B. -H, -C, -d oder -I angeben, um die Ausgabe auf bestimmte Elemente in Ihrer Konfiguration zu begrenzen. Das folgende Beispiel mit -C tape zeigt die für die Klasse tape verfügbaren Gerätedateien sowie die Position und den Typ des Bandlaufwerks. Beachten Sie die neue Namenskonvention für die Gerätedateien von Bandlaufwerken. Diese Namenskonventionen werden in Kapitel 7, „Konfigurieren von Bandlaufwerken“ und auf der HP-UX Hilfeseite mt(7) erläutert.
Weitere Informationen zu diesem Hilfsprogramm finden Sie auf der HP-UX Hilfeseite ioscan(1M). |
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