Wechselt zum Inhalt Deutschland - Deutsch
HP.com Deutschland Startseite Produkte und Services Support und Treiber Lösungen Kaufen
» Kontakt zu HP
Weitere Optionen
HP.com Deutschland Startseite
HP-UX Konfiguration der Peripheriegeräte: HP 9000 Rechner > Kapitel 2 Verwalten von PCI-Karten mit OLAR

Übersicht und Konzepte für OLAR (On-line-Ersetzen/-Hinzufügen) von PCI-Karten

» 

Technische Dokumentation

Gesamtes Buch in PDF
» Kommentare
Text beginnt hier

 » Inhaltsverzeichnis

 » Stichwortverzeichnis

Einführung

Die Abkürzungen OLR bzw. OLA stehen für On Line Addition bzw. Replacement (Online-Ersetzen/-Hinzufügen). Diese Abkürzungen beziehen sich auf die Möglichkeit, eine PCI-E/A-Karte in einem HP-UX Rechnersystem zu ersetzen oder hinzuzufügen, das so ausgelegt ist, dass diese Funktion ausgeführt werden kann, ohne das System herunterzufahren und danach neu zu starten und ohne dass dies unbedingt Auswirkungen auf andere Systemkomponenten hat. Die Systemhardware verwendet eine Stromversorgungssteuerung auf Steckplatzbasis in Kombination mit der entsprechenden Betriebssystemunterstützung, um diese Funktion zu ermöglichen.

Anfänglich sind nicht alle Zubehörkarten mit dieser Funktionalität ausgestattet, aber die Entwicklung geht dahin, dass die Funktionalität von immer mehr Karten um diese Funktion erweitert wird.

WICHTIG: Bestimmte “Klassen” von Hardware sind nicht für die Wartung durch Benutzer gedacht. Zur Zeit gehören dazu die V-Klasse und die Superdome Systeme. HP empfiehlt, diese Systeme nur durch qualifizierte HP Kundendiensttechniker öffnen zu lassen. Sollten Sie diese Empfehlung missachten, kann dies zum Verlust der Ansprüche aus einer Supportvereinbarung oder der Gewährleistung führen, die Sie ansonsten möglicherweise haben.

Wichtige Begriffe und Konzepte

Tabelle 2-1 In diesem Abschnitt verwendete Begriffe

BegriffBedeutung

OLAR

Alle Aspekte der OLAR-Funktion einschließlich On-line Addition (OLA - On-line-Hinzufügen) und On-line Replacement (OLR - On-line-Ersetzen).

Stromversorgungsdomäne

Eine Gruppe aus einem oder mehreren Schnittstellenkarten-Steckplätzen, die über eine einzige Einheit ein- und ausgeschaltet werden. Bei aktuellen Systemen gibt es einen Steckplatz pro Stromversorgungsdomäne.

Zielkarte / Zielkarten-Steckplatz

Die Schnittstellenkarte, die mit Hilfe von OLAR hinzugefügt oder ersetzt wird, und der Steckplatz, in dem sich diese befindet.

Betroffene Karte / betroffener Kartensteckplatz

Die Schnittstellenkarten und die zugehörigen Kartensteckplätze, die sich in derselben Stromversorgungsdomäne befinden wie der Zielsteckplatz. Zur Zeit sind keine Stromversorgungsdomänen mit mehreren Steckplätzen implementiert.

 
WICHTIG: In vielen Fällen sind andere Schnittstellenkarten und Steckplätze innerhalb des Systems von der Zielkarte abhängig. Beispiel:
  • Handelt es sich bei der Zielkarte um eine Multifunktionskarte (MFC - Multiple-Function Card), führt das vorübergehende Inaktivieren von Treibern für die Zielkarte dazu, dass auch einzelne Treiber für die verschiedenen Hardwarepfade auf der Multifunktionskarte inaktiviert werden. Wenn die Zielkarte über mehrere Anschlüsse verfügt, werden alle einzelnen Anschlüsse vorübergehend inaktiviert. Nach Ersetzen der Karte werden diese wieder aktiviert.

  • In derzeit ausgelieferten Systemen besteht eine Stromversorgungsdomäne aus einem einzigen Kartensteckplatz. In zukünftigen Systemen können jedoch Stromversorgungsdomänen mit mehreren Karten enthalten sein. Wenn sich der Zielkarten-Steckplatz in diesem Fall in einer Stromversorgungsdomäne mit mehreren Karten befindet und Sie die Stromversorgung für diesen Steckplatz vorübergehend unterbrechen, stoppen Sie auch die Stromversorgung der anderen Kartensteckplätze (betroffene Kartensteckplätze) in der jeweiligen Stromversorgungsdomäne.

Beim Ersetzen einer Karte führt SAM eine Critical Resource Analysis (Analyse der kritischen Ressourcen) durch, bei der alle Anschlüsse auf der Zielkarte auf kritische Ressourcen hin überprüft werden, die beim Herunterfahren der Karte vorübergehend nicht verfügbar sind.

Planung und Vorbereitung

SAM verhindert weitestgehend, dass Sie OLAR-Arbeitsschritte ausführen, die sich negativ auf andere Bereiche des Servers auswirken. In diesem Abschnitt erhalten Sie wichtige Informationen, mit deren Hilfe Sie die Fehlerquellen und Probleme beim Ausführen von OLAR-Arbeitsschritten minimieren können.

Kompatibilität der Karte

On-line-Hinzufügen (OLA)

Wenn Sie eine Schnittstellenkarte on-line hinzufügen, müssen Sie zunächst sicherstellen, dass die neue Karte mit dem System kompatibel ist. Jeder OLAR-fähige PCI-Steckplatz wird mit einer festgelegten Strommenge versorgt. Die Austauschkarte darf auf keinen Fall mehr als die verfügbare Strommenge erfordern. Aktuelle Systeme verfügen nur über einen Steckplatz pro Bus, der mit ausreichend Strom versorgt wird.

Die Karte muss die Bus-Frequenz des Steckplatzes unterstützen. Eine PCI-Karte funktioniert bei einer Frequenz, die unter ihrer maximalen Frequenz liegt. Wenn eine Karte jedoch nur mit einer Frequenz von 33 MHz funktioniert, ist sie nicht für einen Bus mit 66 MHz geeignet. rad und SAM liefern Informationen zur Busfrequenz und zur verfügbaren Strommenge sowie weitere Daten in Bezug auf den Steckplatz.

Wenn eine Austauschkarte im System hinzugefügt wird, muss der entsprechende Treiber für die Karte im Systemkern konfiguriert werden, bevor mit dem Hinzufügen begonnen wird. (In den meisten Fällen entspricht der Typ der Austauschkarte desjenigen einer bereits im System vorhandenen Karte, und der Treiber befindet sich im Systemkern.) Sollten Sie Fragen zu den vorhandenen Treibern haben, verwenden Sie den Bereich “Kernel Configuration” von SAM, um zu bestimmen, welche Treiber im Systemkern geladen sind. Befindet sich der erforderliche Treiber nicht im Systemkern, sondern handelt es sich um einen dynamisch ladbaren Treiber, muss dieser aus diesem Bereich von SAM geladen werden, bevor die OLA-Operation gestartet wird. Wenn der erforderliche Treiber weder vorhanden noch dynamisch ladbar ist, müssen Sie zum Laden des Treibers das System neu starten. Die Karte kann im heruntergefahrenen System oder on-line nach dem Neustart hinzugefügt werden.

  • Sollte der erforderliche Treiber nicht vorhanden sein und handelt es sich um ein DLKM-Modul (Dynamically Loadable Kernel Module), können Sie den Treiber manuell laden. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt „DLKM-Module“.

  • Ist der Treiber statisch und nicht im Systemkern konfiguriert, können Sie die Karte nicht on-line hinzufügen. In diesem Fall können Sie die Karte zwar on-line (physisch) einsetzen, aber kein Treiber greift auf diese Karte zu.

Soll OLAR auf Ihrem System verwendet werden, müssen Sie ggf. dessen Firmware aktualisieren. Detaillierte Informationen zu diesem Thema finden Sie im Readme-Dokument für die Installation oder Aktualisierung von HP-UX 11i, das zusammen mit Ihrem HP Produkt geliefert wird.

On-line-Ersetzen (OLR - On-Linie Replacement)

Wenn eine Schnittstellenkarte on-line ersetzt wird, muss die Austauschkarte mit der zu ersetzenden Karte übereinstimmen (dies ist die sicherste Option) oder denselben Treiber verwenden können wie die zu ersetzende Karte. Dies wird auch als Austausch baugleicher Karten bezeichnet. Diese Form des Austauschs ist unbedingt zu beachten, da die Verwendung einer ähnlichen, aber nicht identischen Karte zu unvorhersehbaren Ergebnissen führen kann. Wird zum Beispiel für die Zielkarte eine neuere Version verwendet, kann diese trotz gleicher Hardware eine aktualisierte Firmwareversion enthalten, die möglicherweise zu Konflikten mit dem aktuellen Treiber führt. Wenn eine neue Karte nicht kompatibel ist, berichten SAM oder rad, dass der Kartenbetrieb nicht wieder aufgenommen werden kann.

  • Beim Ersetzen werden die Treiber für die einzelnen Anschlüsse auf der Zielkarte vorübergehend inaktiviert. Solange die Treiber inaktiviert sind, werden die E/A-Daten für die Anschlüsse in eine Warteschlange gestellt oder es wird eine diesbezügliche Fehlermeldung ausgegeben. Sobald die Austauschkarte on-line ist, nehmen die Treiber wieder ihren Normalbetrieb auf. Jeder Treiber muss in der Lage sein, den Normalbetrieb wieder aufzunehmen und den entsprechenden Anschluss auf der Austauschkarte zu steuern.

Die PCI-Spezifikation ermöglicht mehrere Anschlüsse auf einer einzigen physischen Karte. Ein SCSI-Bus-Adapter mit einem einzigen Anschluss kann z. B. nicht durch einen Adapter mit zwei Anschlüssen ersetzt werden. Dies gilt auch dann, wenn der zusätzliche Anschluss auf der Karte mit demjenigen auf dem ursprünglichen SCSI-Bus-Adapter identisch ist. Der Versuch, eine Karte durch eine Karte mit mehr Anschlüssen als auf der ursprünglichen Karte zu ersetzen, kann dazu führen, dass die zusätzlichen Anschlüsse von anderen Treibern angefordert werden, wenn bei aktiviertem Steckplatz (Stromversorgung aktiv) ein ioscan Befehl ausgeführt wird. Dies lässt sich nur durch einen Neustart des Systems beheben.

Kritische Ressourcen

Das Ersetzen einer noch in Betrieb befindlichen Karte kann erhebliche Auswirkungen haben. Da die Stromversorgung beim Entfernen der alten Karte und beim Einsetzen der neuen Karte unterbrochen sein muss, sind die möglichen Auswirkungen beim Herunterfahren der Kartenfunktionen zu beachten.Dies ist besonders wichtig, wenn keine zweite Backup-Karte on-line ist, die diese Funktionen bei Ausfallen der ersten Karte übernehmen kann. Beispiel:

  • Welche Massenspeichergeräte werden beim Herunterfahren der Karte vorübergehend vom System getrennt?

  • Geht eine kritische Netzwerkverbindung verloren?

Bei kritischen Ressourcen handelt es sich um Ressourcen, die zu einem Systemabsturz führen oder den erfolgreichen Betrieb verhindern, wenn die Ressource vorübergehend inaktiviert oder vom System getrennt wird. Wenn z. B. ein SCSI-Adapter zu ersetzen ist, der die Verbindung zu einer nicht gespiegelten Startplatte oder einem nicht gespiegelten Auslagerungsbereich herstellt, stürzt das System beim Herunterfahren der Karte ab.Bei den OLAR-Arbeitsschritten ist es unbedingt erforderlich, die Zielkarte auf kritische Ressourcen hin zu überprüfen. Außerdem sind die Auswirkungen gespiegelter Platten und anderer Gegebenheiten zu berücksichtigen. Die Kartenfunktionen können z. B. möglicherweise durch eine andere, nicht betroffene Karte übernommen werden.

Glücklicherweise führt SAM automatisch eine Analyse auf kritische Ressourcen durch und bietet Ihnen auf Basis der gefundenen Daten geeignete Optionen an. Wenn sich die Arbeitsschritte auf kritische Ressourcen auswirken, können Sie die Karte austauschen, wenn der Server offline ist. Sollten sofortige Maßnahmen erforderlich sein, können Sie mit Hilfe von rad oder SAM eine Backup-Karte on-line hinzuzufügen, die als Backup-Karte konfiguriert werden kann. Danach können Sie die Zielkarte ersetzen.

Beachten Sie, dass SAM Karten nur auf Folgendes analysiert:

  • Massenspeicherkarten werden auf Folgendes analysiert:

    • Eingehängte Dateisysteme

    • Auslastung durch einen Prozess

    • Verwendung für Speicherabzug oder Auslagerung

  • Netzwerkkarten (NICs) werden auf Folgendes analysiert:

    • Verwendung durch eine aktive SAM Session

Aktionen zur Überbrückung von Fehlern / einzige potentielle Fehlerquelle

In den meisten Fällen wechselt das System automatisch zu einer alternativen Ressource, wenn eine Karte vorübergehend inaktiviert wird. Bei einigen Subsystemen sind jedoch möglicherweise manuelle Eingriffe erforderlich. LVM (Logical Volume Manager) leitet z.B. die E/A-Daten für eine vorübergehend vom System getrennte Plattenressource automatisch an eine Spiegelplatte um. Dabei werden beim Bewältigen dieser Situation entsprechende Fehlermeldungen protokolliert.

  • Sollte die Ressource jedoch in diesem Fall für längere Zeit inaktiviert bleiben, kann dies zu einer erheblichen Anzahl an Fehlerprotokolleinträgen führen.

  • Daher empfiehlt es sich, in dieser Situation vor der Prozedur zu einer Spiegelplatte zu wechseln. Nach Abschluss der OLAR-Arbeitsschritte können die Spiegelplatte und die Platte wieder synchronisiert werden.

Wenn Sie eine Karte inaktivieren und deren Funktionen von einer Backup-Karte übernommen werden, enthält das System eine einzige potentielle Fehlerquelle. Wenn die Backup-Ressource ausfällt, bevor die neue Karte on-line ist, kann dies zu einem Systemabsturz führen. Diese Gefahr lässt sich minimieren, indem die Karte für einen möglichst kurzen Zeitraum inaktiviert wird. Dies erfordert eine sorgfältige Planung und die Sammlung möglichst vollständiger Daten, bevor ein Treiber vorübergehend inaktiviert und die Stromversorgung zu einem Kartensteckplatz unterbrochen wird.

Sollte eine längere Inaktivitätsphase unvermeidbar sein oder handelt es sich um ein aufgabenkritisches System, empfiehlt es sich, möglichst eine zweite Backup-Ressource zu konfigurieren.

OLAR-Skripts

An mehreren Stufen während der meisten OLAR-Arbeitsschritte initialisiert SAM möglicherweise bestimmte Aktionen, mit denen dem System das Hinzufügen/Ersetzen einer Schnittstellenkarte mitgeteilt wird.

  • Diese Aktionen sind in den OLAR-Skripts enthalten, die von den Programmierern von Softwaretreibern entwickelt wurden und auf den Anwendungs- oder Systemerfordernissen der Ziel-Schnittstellenkarte basieren.

  • Für jedes Gerät gibt es dabei ein oder mehrere Skripts (falls erforderlich; einige Geräte benötigen möglicherweise keine Skripts). Detaillierte Informationen hierzu finden Sie in den folgenden Beschreibungen.

  • Skripts werden von SAM gestartet, und die meisten Skripts erfordern keinen Benutzereingriff.

OLAR-Skriptaktionen

Vorangestellte OLAR-Aktionen (Pref-OLAR)

Vorangestellte OLAR-Skripts werden von SAM ausgeführt, um die Auswirkungen zu bestimmen und zu berichten, die sich durch eine Betriebsunterbrechung ergeben (z. B. bei Anwendungen, die auf die Ressourcen zugreifen). Außerdem wird mitgeteilt, ob ein E/A-Knoten für das Ersetzen inaktiviert werden darf. (Das Inaktivieren eines E/A-Knotens erfolgt durch die vorbereitenden OLAR-Skripts.)

Vorbereitende OLAR-Skripts (Prep-OLAR)

Vorbereitende OLAR-Skripts werden von SAM direkt vor dem Zeitpunkt ausgeführt, zu dem der Betrieb der Softwaretreiber unterbrochen wird. Dabei handelt es sich um den ersten Schritt beim Ersetzen einer PCI-Steuereinheitenkarte. Diese Skripts enthalten die Anweisungen, die zur Betriebsunterbrechung bei der Zielressource erforderlich sind, bevor der Zugriff auf das Gerät tatsächlich gestoppt wird. Ein Skript zum Vorbereiten des Kartenaustauschs (prep_replace) überprüft das Gerät z. B. auf das Vorhandensein von Token-Ring, Funktionen für hohe Verfügbarkeit, SwitchOver und/oder verfügbare Backup-Mechanismen.

HINWEIS: Im Lieferumfang des Kartentreibers ist ein Skript enthalten, das sich im Verzeichnis /usr/sbin/olrad.d/ befindet. Über dieses Skript werden die erforderlichen vorbereitenden Schritte ausgeführt, bevor der Treiber den Betrieb unterbricht. Sind für den jeweiligen Treiber keine vorbereitenden Aktionen erforderlich, wird kein Skript ausgeführt.

Nach Starten eines vorbereitenden OLAR-Skripts werden die nachfolgenden Aktionen auf jeden Fall ausgeführt, d. h., normalerweise sind nachfolgende Befehle zu erwarten. Wenn das Skript auf Fehler trifft, wird versucht, den Betrieb an der Stelle wieder aufzunehmen, an der das Skript gestartet wurde.

Nachbereitende OLAR-Skripts (Post OLAR)

Nachbereitende OLAR-Skripts werden von SAM gestartet, sobald eine PCI-Karte hinzugefügt bzw. ersetzt und initialisiert wurde. Diese Skripts enthalten die Anweisungen, die zur Inbetriebnahme der neuen Karte erforderlich sind, bevor der Zugriff auf oder durch die Karte tatsächlich gestartet oder neu gestartet wird. Ein post_add-Skript kann z. B. Gerätedateien für die neue Karte und alle angeschlossenen Geräte erstellen.

Weiterführende Überlegungen

In diesem Abschnitt werden weitere Situationen beschrieben, die wahrscheinlich beim Ausführen der OLAR-Operationen auftreten, sowie deren geeignete Bewältigung.

  • Stromversorgungsdomänen

  • Karten mit mehreren Anschlüssen

Stromversorgungsdomänen

Bei einer Stromversorgungsdomäne handelt es sich um eine Gruppe aus einem oder mehreren Schnittstellenkarten-Steckplätzen, die über eine einzige Einheit ein- und ausgeschaltet werden. In dieser Version gibt es keine Systeme, die mehr als einen Schnittstellenkarten-Steckplatz in einer einzigen Stromversorgungsdomäne unterstützen. Bei zukünftigen Versionen, bei denen mehrere Karten pro Stromversorgungsdomäne unterstützt werden, sorgen SAM und rad für die entsprechende Konfiguration.

SAM verhindert die OLAR-Aktion für eine Karte, wenn es sich bei einer der Komponenten der Stromversorgungsdomäne um eine kritische Ressource handelt.

Karten mit mehreren Anschlüssen

Einige PCI-Karten stellen möglicherweise mehr als eine Funktion zur Verfügung. Diese Karten mit mehreren Anschlüssen besitzen separate Hardwarepfade für jeden Anschluss sowie den jeweiligen Hardwarepfaden zugeordnete, separate Treiber.

Sowohl SAM als auch rad berücksichtigen Karten mit mehreren Anschlüssen und inaktivieren alle Anschlüsse für einen Steckplatz vorübergehend bzw. aktivieren diese wieder. SAM berücksichtigt bei der Analyse auf kritische Ressourcen alle Anschlüsse und führt bei Bedarf Skripts für alle Anschlüsse aus.

Virtuelle Anschlüsse

Einige Treiberdesigns erstellen “virtuelle” Anschlüsse, die keiner physischen Hardware direkt entsprechen. Virtuelle Anschlüsse können normalerweise vom Treiber erkannt werden, der diese steuert. HP Fibrechannel Mass Storage Kartentreiber erstellen z. B. virtuelle Anschlüsse mit den Treibern “fcp”, “fcpdev”, “fcparray” und “fcpmux”, um die verschiedenen Aspekte des Fibrechannel-Massenspeicher-Netzwerks zu steuern, an dem sie angeschlossen sind.

Sowohl bei SAM als auch bei rad werden diese virtuellen Anschlüsse nicht gesondert aufgelistet, wenn Themen behandelt werden, die sich auf die physischen Anschlüsse auswirken. Beide Typen von Anschlüssen werden jedoch nach Bedarf vorübergehend inaktiviert oder wieder aktiviert.

Da virtuelle Anschlüsse von ioscan berichtet werden, erscheinen sie im Bereich “Peripheral Devices -> Cards” von SAM. Dabei wird für diese dieselbe Steckplatznummer wie für den zugehörigen physischen Anschluss angezeigt.

Druckbare Version
Datenschutzerklärung

Impressum
Mit der Benutzung dieser Website erklären Sie sich mit den entsprechenden Nutzungsbedingungen einverstanden
© 2000 Hewlett-Packard Development Company, L.P.