Wechselt zum Inhalt Deutschland - Deutsch
HP.com Deutschland Startseite Produkte und Services Support und Treiber Lösungen Kaufen
» Kontakt zu HP
Weitere Optionen
HP.com Deutschland Startseite
HP-UX Konfiguration der Peripheriegeräte: HP 9000 Rechner > Kapitel 2 Verwalten von PCI-Karten mit OLAR

Ausführen von OLAR-Arbeitsschritten über die Befehlszeile

» 

Technische Dokumentation

Gesamtes Buch in PDF
» Kommentare
Text beginnt hier

 » Inhaltsverzeichnis

 » Stichwortverzeichnis

Auf die Critical Resource Analysis kann nicht über die Befehlszeile zugegriffen werden (rad). Daher obliegt es dem Techniker oder dem Systemverwalter sicherzustellen, dass durch die über die Befehlszeile ausgeführten OLAR-Arbeitsschritte keine anderen Systemdienste unterbrochen werden.

  • Gehen Sie bei der Verwendung von rad äußerst vorsichtig vor, da in den meisten Fällen versucht wird, die jeweilige Operation abzuschließen. Beispiel: Sie geben folgenden Befehl ein: rad -s Steckplatznummer. Dadurch werden alle Treiber für alle über den jeweiligen Steckplatz gesteuerten E/A-Knoten vorübergehend inaktiviert (z. B. bei einer Karte mit mehreren Anschlüssen), auch wenn eigentlich nur ein Treiber inaktiviert werden sollte. Wählen Sie die Befehlszeilenoptionen sorgfältig aus, und überprüfen Sie diese.

  • Der Abschnitt „Analysieren kritischer Ressourcen“ enthält eine Liste mit Arbeitsschritten für geschulte Techniker, mit deren Hilfe Sie kritische Abhängigkeiten bestimmen können. Obwohl diese Arbeitsschritte Teil der folgenden Arbeitsschritte zum Hinzufügen und Ersetzen sind, erhalten Sie durch diesen Abschnitt ein besseres Verständnis für die Auswirkungen der OLAR-Operation.

  • Damit auf jeden Fall eine eingehende Analyse kritischer Ressourcen erfolgt, wenn die OLAR-Arbeitsschritte mit Hilfe von rad ausgeführt werden, müssen Sie die Arbeitsschritte exakt in der angegebenen Reihenfolge ausführen und abschließen.

Analysieren kritischer Ressourcen

Bei kritischen Ressourcen handelt es sich um Ressourcen, die zu einem Systemabsturz führen oder den erfolgreichen Abschluss einer Operation verhindern, wenn die Ressource vorübergehend inaktiviert oder vom System getrennt wird. SAM nutzt z. B. Speicherplatz im Dateisystem /usr. Wenn die Verbindung zu diesem Dateisystem verloren geht, kann SAM diese Operation nicht mehr abschließen. Ein weiteres Beispiel ist das Verwalten einer entfernten Maschine über das Netzwerk mit Hilfe von SAM. Wenn die Netzwerk-Schnittstellenkarte, über die SAM auf die entfernte Maschine zugreift, heruntergefahren wird, verliert SAM die Verbindung zu dieser Maschine, und Verwaltungsoperationen schlagen fehl. SAM kann nicht erkennen, welche Ressourcen für eine Benutzeranwendung erforderlich sind. SAM teilt lediglich mit, welche Ressourcen derzeit verwendet zu werden scheinen, bei denen keine erkennbare Backup-Alternative oder Alternative zur Überbrückung ausgefallener Ressourcen vorhanden ist. Sie müssen sicherstellen, dass keine der berichteten Abhängigkeiten für eine Anwendung kritisch ist.

Beim Ersetzen einer Karte führt SAM eine Critical Resource Analysis (Analyse der kritischen Ressourcen) durch, bei der alle Anschlüsse auf der Zielkarte auf kritische Ressourcen hin überprüft wird, die beim Herunterfahren der Karte vorübergehend nicht verfügbar sind.

Diese Funktion ist bei rad nicht verfügbar. Daher obliegt es dem Techniker oder dem Systemverwalter sicherzustellen, dass die OLAR-Arbeitsschritte ohne Sicherheitsrisiko durchgeführt werden können.

Die folgende Vorgehensweise enthält Arbeitsschritte für geschulte Techniker, mit denen Sie manuell einige der grundlegenden Funktionen der Critical Resource Analysis von SAM ausführen können:

  1. Geben Sie rad -q ein, um den Steckplatz und den Hardwarepfad für die Zielkarte zu bestimmen, sowie für andere betroffene Karten, wie z. B. Karten mit mehreren Anschlüssen.

  2. Stellen Sie mit Hilfe von rad -a fest, ob der Zielkarten-Steckplatz zu einer Stromversorgungsdomäne mit weiteren Steckplätzen gehört. (In dieser Version sind keine Stromversorgungsdomänen mit mehren Steckplätzen implementiert.)

  3. Geben Sie rad -c ein, um die Eigenschaften der Zielkarte zu bestimmen.

  4. Geben Sie ioscan -fnk ein, um die Gerätenamen der Zielkarte und der betroffenen Karten zu bestimmen.

  5. Bestimmen Sie die Anwendungen und Prozesse, die von der Zielkarte und den betroffenen Karten abhängig sind.

  6. Stellen Sie fest, ob diese Anwendungen und Prozesse während der Arbeitsschritte zum Hinzufügen oder Ersetzen heruntergefahren oder auf andere Weise vorübergehend inaktiviert werden können. Bestimmen Sie außerdem die Einschränkungen, die für das vorübergehende Inaktivieren/Timeout dieser Karten gelten.

    1. Wenn sich die Zielkarte in einem kritischen Pfad befindet und Dienste, die von dieser Karte abhängig sind, nicht unterbrochen werden können, versuchen Sie, eine baugleiche Karte on-line hinzuzufügen, die Dienste auf die neue Karte zu verschieben und die Zielkarte anschließend on-line zu ersetzen.

    2. Befindet sich die Zielkarte nicht in einem kritischen Pfad, ersetzen Sie die Karte on-line, nachdem die betroffenen Benutzer benachrichtigt und die Anwendungen auf das vorübergehende Inaktivieren vorbereitet wurden.

OLAR-Skripts

HINWEIS: SAM führt die OLAR-Skripts automatisch aus. Bei Verwendung von rad müssen Sie jedes erforderliche Skript wie bei den Arbeitsschritten zum Hinzufügen und Ersetzen beschrieben manuell starten. Das manuelle Starten bzw. Ausführen dieser Skripts ist kompliziert. Daher empfiehlt HP, SAM zum Ausführen von OLAR-Operationen zu verwenden.

Standorte und Kennungen für OLAR-Skripts

OLAR-Skripts befinden sich in folgendem Verzeichnis: /usr/sbin/olrad.d. Als Kennung verwenden sie den Treibernamen.

Da OLAR-Skripts mit dem Treibernamen gekennzeichnet werden, gilt Folgendes: Wenn der Befehl ioscan(1M) angibt, dass der einem Gerät zugeordnete Treiber Treiber1 heißt, hat das dem Gerät zugeordnete Skript ebenfalls den Namen Treiber1.

Starten von OLAR-Skripts

Die Vorgehensweise zum Ausführen von OLAR-Skripts werden zum gegebenen Zeitpunkt bei den detaillierten Arbeitsschritten zum Hinzufügen und Ersetzen erläutert. Die grundlegende Vorgehensweise ist jedoch wie folgt:

  • Sie geben rad -q ein, um die Steckplatznummer und den Hardwarepfad der Zielkarte zu bestimmen.

  • Mit Hilfe von ioscan stellen Sie den Treiber für die Zielkarte fest (in diesem Beispiel: Zieltreiber)

  • Rufen Sie eine ausführliche Auflistung (“long listing”) des Skriptverzeichnisses auf: ls -l /usr/sbin/olrad.d

  • Wenn das Skript Zieltreiber vorhanden ist, starten Sie dieses über die entsprechenden Befehlszeilenparameter.

OLAR-Skriptaktionen

Vorangestellte OLAR-Aktionen (Pref-OLAR)

Starten Sie die vorangestellten OLAR-Skripts, um die Auswirkungen zu bestimmen und zu berichten, die sich durch eine Betriebsunterbrechung oder die Löschung ergeben (z. B. bei Anwendungen, die auf die Ressourcen zugreifen). Außerdem wird mitgeteilt, ob ein E/A-Knoten für das Ersetzen/Löschen inaktiviert werden darf. (Das Inaktivieren eines E/A-Knotens erfolgt durch die vorbereitenden OLAR-Skripts.)Bei vorangestellten OLAR-Skripts sind folgende Parameter zulässig:

  • Auszuführende Aktion

  • Hardwarepfad des E/A-Knotens

Beispiel:

# sh/usr/sbin/olrad.d/Treibername pref_replace hw_pfad

Vorangestellte OLAR-Skripts geben folgende Werte aus: “0” (für “JA”) oder “1” (für “NEIN”).

  • Wird “0” ausgegeben, können Sie die weiteren Arbeitsschritte ausführen.

  • Bei Ausgabe von “1” wird vom Skript eine Meldung auf stderr angezeigt. Je nach Angaben in dieser Meldung kann der Benutzer keine weiteren Arbeitsschritte ausführen oder die Arbeit fortsetzen.

Vorbereitende OLAR-Skripts (Prep-OLAR)

Führen Sie vorbereitende OLAR-Skripts direkt vor dem Zeitpunkt aus, zu dem der Betrieb der Softwaretreiber unterbrochen wird. Dabei handelt es sich um den ersten Schritt beim Ersetzen einer PCI-Steuereinheitenkarte. Diese Skripts enthalten die Anweisungen, die zur Betriebsunterbrechung bei der Zielressource erforderlich sind, bevor der Zugriff auf das Gerät tatsächlich gestoppt wird. Ein Skript zum Vorbereiten des Kartenaustauschs (prep_replace) überprüft das Gerät z. B. auf das Vorhandensein von Token-Ring, Funktionen für hohe Verfügbarkeit, SwitchOver und/oder verfügbare Backup-Mechanismen.

Bei vorbereitenden OLAR-Skripts sind folgende Parameter zulässig:

  • Auszuführende Aktion

  • Hardwarepfad des E/A-Knotens

Beispiel:

# sh/usr/sbin/olrad.d/Treibername prep_replace hw_pfad

Das Skript gibt folgende Daten aus:

  • “0” bei erfolgreicher Ausführung

  • “1”, wenn das Skript zwar fehlschlägt, aber der ursprüngliche Status des Systems vor Ausführen des Skripts wiederhergestellt werden konnte

  • “2”, wenn das Skript fehlschlägt und der ursprüngliche Status nicht wiederhergestellt werden konnte

Nachbereitende OLAR-Skripts (Post OLAR)

Starten Sie die nachbereitenden OLAR-Skripts, sobald eine PCI-E/A-Steuereinheitenkarte hinzugefügt bzw. ersetzt und initialisiert wurde. Diese Skripts enthalten die Anweisungen, die zur Inbetriebnahme der neuen Karte erforderlich sind, bevor der Zugriff auf oder durch die Karte tatsächlich gestartet oder neu gestartet wird. Ein nachbereitendes OLAR-Skript kann z. B. dazu dienen, bei einem Firmware-Patch den Mikrocode auf eine Schnittstellenkarte herunterzuladen. Außerdem können diese Skripts verwendet werden, um die Software über die erneute Verfügbarkeit der Ressource zu informieren.

  • Jedes OLAR-fähige Gerät verfügt über ein Skript, das die Parameter akzeptiert und den jeweiligen Ergebniscode zurückgibt.

Bei nachbereitenden OLAR-Skripts sind folgende Parameter zulässig:

  • Auszuführende Aktion

  • Hardwarepfad des E/A-Knotens

Beispiel:

# sh/usr/sbin/olrad.d/Treibername post_replace hw_pfad

Das Skript gibt folgende Daten aus:

  • “0” bei erfolgreicher Ausführung

  • “1”, wenn das Skript zwar fehlschlägt, aber der ursprüngliche Status des Systems vor Ausführen des Skripts wiederhergestellt werden konnte

  • “2”, wenn das Skript fehlschlägt und der ursprüngliche Status nicht wiederhergestellt werden konnte

Befehlszeilenparameter für OLAR-Skripts

In der folgenden Liste sind die gültigen Kombinationen aus OLAR-Aktionen (Hinzufügen (add) und Ersetzen (replace)) und Skriptaktionen (Vorangestellt (pref), vorbereitend (prep), nachbereitend (post)) aufgelistet, aus denen sich eine Liste der gültigen Ausführungsparameter für Skriptaktionen ergibt:

  • post_add

  • pref_replace

  • prep_replace

  • post_replace

DLKM-Module

DLKM bietet die Möglichkeit, Softwaretreiber automatisch zu laden. Ist ein DLKM-Treiber auf einem System installiert, ist der Treiber im System (Systemkern) registriert und konfiguriert. Der Treiber kann dabei immer, auf Anforderung oder automatisch, geladen werden.

  • Im ersten Fall entspricht die Vorgehensweise derjenigen bei statischen Treibern, insofern als der Treiber beim Systemstart stets in den Systemkern geladen wird.

  • Im zweiten Fall wird der Treiber durch Ausführen eines Skripts im Benutzerbereich geladen.

  • Greift eine Anwendung auf das Gerät zu, wird der Treiber automatisch geladen und mit dem Systemkern verknüpft. Dies erfolgt ohne Wissen des Benutzers oder der Anwendung (wenn der Treiber nicht bereits im Systemkern geladen und mit diesem verknüpft ist). Wenn sich der Treiber im Systemkern befindet, aber zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr verwendet wird, kann er aus diesem Speicherbereich entfernt werden, um zusätzlichen Speicherplatz freizugeben. Dies kann auch ohne Auswirkungen auf Benutzer und Anwendungen erfolgen.

Bei OLAR-Arbeitsschritten bieten DLKM-Treiber häufig wesentliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Gerätetreibern.

Wenn z. B. eine neue Schnittstellenkarte on-line hinzugefügt wird, können Sie die im Folgenden erläuterten Arbeitsschritte ausführen:

  1. Unterbrechen der Stromversorgung zum Steckplatz

  2. Einsetzen einer neuen Schnittstellenkarte

  3. Erneutes Aktivieren der Stromversorgung zum Steckplatz

  4. Ausführen von ioscan - keine Treiber fordern die Karte an

  5. Ausführen von rad -c zum Abfragen der Gerätedaten

  6. Vergleichen dieser Daten mit denjenigen in der Treiberdatenbank

  7. Automatisches Laden des korrekten DLKM-Treibers

  8. Erneutes Ausführen von ioscan, damit der Treiber die Karte anfordert

Dieser Prozess kann durchgeführt werden, ohne den Systemkern neu zu erstellen und das System neu zu starten.

On-line-Ersetzen (OLR) einer PCI-Karte mit Hilfe von rad

  1. Vor dem Ersetzen einer Schnittstellenkarte in einem System müssen Sie die folgenden Auswirkungen dieses Prozesses auf das System berücksichtigen. Lesen Sie darüber hinaus die diesbezüglichen detaillierten Informationen im Abschnitt „Planung und Vorbereitung“:

    • Stellen Sie sicher, dass Sie ggf. eine Karte mit mehreren Anschlüssen erkennen.

  2. Bestimmen Sie die Nummer des Steckplatzes, in dem sich die zu ersetzende Karte befindet. Beispiel:

    # rad -q

    Slot Path  Bus  Speed  Power  Occupied    Suspended   Driver(s)_Capable
    1 0/5 40 33 Off No N/A N/A
    2 0/4 32 33 On Yes No Yes
    4 0/8 64 33 On Yes No Yes
    5 0/10 80 33 Off No N/A N/A
    6 0/2 16 33 On Yes No Yes


    Achten Sie insbesondere auf den Inhalt der folgenden Felder:

    • Slot zeigt die Steckplatznummer für die Host-Karte an. In diesem Beispiel handelt es sich bei der Zielkarte um eine einfache Schnittstellenkarte, die nur einer Funktion dient. In anderen Fällen kann es sich bei der Zielkarte um eine PCI-zu-PCI-Brückenkarte handeln oder eine Karte mit mehreren Anschlüssen vielfältigen Typs.

      HINWEIS: Weitere Informationen zu Karten mit mehreren Anschlüssen finden Sie im Abschnitt „Weiterführende Überlegungen“. Lesen Sie außerdem auf der HP-UX Hilfeseite rad(1m) die Beispiele zur Verwendung von rad in diesen komplexeren Fällen.
    • Path zeigt den Hardwarepfad für die einzelnen physischen Steckplätze der Maschine an.

    • Driver(s)_Capable gibt an, ob der Treiber für die zu ersetzende Karte OLAR-fähig ist oder nicht.

    HINWEIS: Sollten später bei den Arbeitsschritten Schwierigkeiten auftreten, müssen Sie ggf. auf die in Schritt 1 festgestellten Daten zurückgreifen. Daher empfiehlt es sich, einen Bildschirmabzug zu drucken oder die Ausgabedaten des Befehls rad -q auf andere Weise zu speichern oder zu drucken.
  3. Stellen Sie wie folgt sicher, dass der von rad angegebene Steckplatz für die Zielkarte mit der Kennung des physischen Steckplatzes für die Zielkarte auf dem Server übereinstimmt:

    1. Versetzen Sie den Steckplatz für die Zielkarte wie folgt in den Status ATTENTION (Wartungsstatus), so dass die bernsteinfarbene LED neben dem Kartensteckplatz blinkt:

      # rad -f attention Steckplatznummer

      Dabei steht Steckplatznummer für die Daten im Feld “Slot”, die vom Befehl rad -q ausgegeben wurden.

    2. Stellen Sie sicher, dass der korrekte Kartensteckplatz von Ihnen ausgewählt wurde. Überprüfen Sie dazu, die Steckplatznummer auf dem Gehäuse, die sich direkt neben der blinkenden LED befindet. Wenn Sie z. B. den Befehl rad -f attention 2 eingeben, sollte die Nummer neben der blinkenden LED 2 lauten.

    3. Wenn die von rad ausgegebene Steckplatznummer nicht mit dem physischen Steckplatz übereinstimmt, der in den Wartungsstatus (attention) versetzt wurde, müssen Sie diesen Schritt wie folgt wiederholen, bis Sie den richtigen Steckplatz finden:

      1. Geben Sie den Befehl rad -q erneut ein, und protokollieren Sie die angezeigten Daten.

      2. Geben Sie für jede aufgelistete Steckplatznummer den Befehl rad -f flag Steckplatznummer ein. Notieren Sie sich die Nummer neben der blinkenden LED. Geben Sie danach den Befehl rad -f off Steckplatznummer ein, um die LED auszuschalten.

      3. Wiederholen Sie diesen Prozess, bis Sie über eine präzise Liste der von rad berichteten Steckplatznummern mit entsprechender Zuordnung der Steckplatznummern auf dem Gehäuse verfügen.

  4. Da derzeit keine Stromversorgungsdomänen mit mehreren Steckplätzen implementiert sind, können Sie diesen Arbeitsschritt auslassen. Sobald die korrekte Steckplatznummer für die Zielkarte bestimmt wurde, geben Sie folgenden Befehl ein, um die weiteren von diesem Steckplatz betroffenen Steckplätze (in derselben Stromversorgungsdomäne) zu bestimmen:

    # rad -a Steckplatznummer

    Sind keine weiteren Steckplätze durch diesen Steckplatz betroffen, gibt rad -a nur die Nummer des von Ihnen ausgewählten Steckplatzes aus. Wenn sich der von Ihnen ausgewählte Steckplatz zusammen mit anderen Steckplätzen in einer Stromversorgungsdomäne befindet, werden die Nummern aller Steckplätze in getrennten Zeilen ausgegeben.

  5. Prüfen Sie, ob die Zielkarte über mehrere E/A-Knoten verfügt (z. B. eine Karte mit mehreren Anschlüssen):

    # rad -h Steckplatznummer

    Von diesem Befehl werden alle E/A-Knoten auf der Zielkarte berichtet.

  6. Prüfen Sie das Verzeichnis /usr/sbin/olard.d/ auf Vorhandensein eines vorbereitenden OLAR-Skripts für das Ersetzen (prep_replace).

    Sind für den jeweiligen Treiber keine vorbereitenden Aktionen erforderlich, ist kein Skript vorhanden. Im Abschnitt „OLAR-Skripts“ finden Sie detaillierte Informationen zu den Namen, zur Position und zum Verwendungszweck von OLAR-Skripts. Ist das Skript vorhanden, führen Sie folgende Arbeitsschritte durch:

    1. Führen Sie das Skript für jeden Anschluss auf der Zielkarte aus:

      # /usr/sbin/olrad.d/Treibername prep_replace <hw_pfad>

    2. Das Skript prep_replace führt die erforderlichen vorbereitenden Schritte aus, damit der Treiberbetrieb vorübergehend unterbrochen werden kann. Eine Netzwerkkarte muss z. B. möglicherweise vom Netzwerkbetrieb getrennt werden. Vergewissern Sie sich, dass beim Ausführen des Skripts keine Fehlermeldungen ausgegeben wurden, bevor Sie den nächsten Arbeitsschritt ausführen.

  7. Inaktivieren Sie die Treiber für die Zielkarte(n):

    # rad -s Steckplatznummer

    Daraufhin werden der Hardwarepfad und die Kartennummer angezeigt, und Sie werden aufgefordert, das Inaktivieren zu bestätigen.

    Geben Sie Y ein, um den Prozess fortzusetzen. Beispiel:

    The following interface driver I/O node(s) will be suspended:
    0/12/0/0 c720
    Do you wish to continue(Y/N)? Y
    #

    Handelt es sich bei der Zielkarte um eine Karte mit mehreren Anschlüssen, werden alle zugehörigen E/A-Knoten vorübergehend inaktiviert.

    Nach erfolgreichem Inaktivieren des Treibers gibt rad die Eingabeaufforderung aus. Wenn der Treiber aus irgendeinem Grund nicht inaktiviert werden kann, gibt rad eine entsprechende Fehlermeldung auf der Konsole aus.

  8. Unterbrechen Sie die Stromversorgung zu den Zielsteckplätzen:

    # rad -o Steckplatznummer

    Nach erfolgreichem Herunterfahren des Steckplatzes wird die Eingabeaufforderung angezeigt. Zu diesem Zeitpunkt erlischt die grüne Netz-LED des Zielsteckplatzes, und die bernsteinfarbene Wartungs-LED (attention) blinkt weiterhin. Auf diese Weise können Sie die inaktivierte Karte leichter im Systemgehäuse finden.

  9. Ersetzen Sie die Zielkarte wie folgt:

    1. Bereiten Sie das Gehäuse der PCI-E/A-Karte auf das Entfernen der Karte vor:

      1. Entfernen Sie die Frontblende.

      2. Ziehen Sie die Systemeinheit hinten aus dem Gehäuse heraus.

      3. In der Systemeinheit befinden sich zwei Gehäuse für PCI-E/A-Karten, eines auf der linken und eines auf der rechten Seite. Soll eine PCI-E/A-Karte auf der linken Seite ersetzt werden, müssen Sie möglicherweise die hintere Abdeckung entfernen.

    2. Gehen Sie zum Herausnehmen der Ziel-PCI-E/A-Karte aus der Systemeinheit wie folgt vor:

      1. Lösen Sie das E/A-Kabel von der herauszunehmenden PCI-E/A-Karte.

      2. Lösen Sie die beiden fixen Schrauben an der hinteren Kante der PCI-Abdeckung, und ziehen Sie die Abdeckung von der Systemeinheit ab.

      3. Lösen Sie die Befestigungsschraube der PCI-E/A-Karte aus der hinteren Trennwand.

      4. Lösen Sie die PCI-E/A-Karte aus ihrer Halterung, indem Sie diese am herausstehenden Griff an der Trenn-/Abziehvorrichtung für die PCI-Karte herausziehen. Auf der linken Seite löst sich die Karte aus der Halterung unter der Abziehvorrichtung, auf der rechten Seite aus der Halterung über der Abziehvorrichtung. Die Trenn-/Abziehvorrichtung für die PCI-Karte verbleibt im Kartengehäuse, wenn sie nicht bewusst ausgebaut wird.

      5. Fassen Sie die PCI-E/A-Karte an der Kante an, und ziehen Sie diese aus der Systemeinheit heraus.

    3. Gehen Sie wie folgt vor, um die neue PCI-E/A-Karte in die Systemeinheit einzusetzen:

      1. Richten Sie die PCI-Karte am entsprechenden Steckplatz aus.

      2. Setzen Sie die PCI-Karte in das Kartengehäuse zwischen den Trenn-/Abziehvorrichtungen ein.

      3. Drücken Sie die PCI-Karte auf den Steckplatz, bis diese fest sitzt.

      4. Bringen Sie die Befestigungsschraube für die PCI-Karte an der hinteren Trennwand an, und ziehen Sie die Schraube an.

    4. Bereiten Sie die Systemeinheit wie folgt auf das erneute Einsetzen vor:

      1. Bringen Sie die PCI-Abdeckblende wieder an.

      2. Schließen Sie das entsprechende E/A-Kabel an der installierten PCI-Karte an.

      3. Setzen Sie die Systemeinheit wieder in das Gehäuse ein.

      4. Bringen Sie die hintere Abdeckung wieder an (ggf. bei PCI-E/A-Karten auf der linken Seite der Systemeinheit).

  10. Aktivieren Sie die Stromversorgung zu den Zielsteckplätzen:

    # rad -i Steckplatznummer

    Wird der Zielsteckplatz wieder mit Strom versorgt, erscheint die Eingabeaufforderung und die grüne Netz-LED am Steckplatz leuchtet.

  11. Starten Sie die Treiber für die Zielkarte und die betroffenen Karten erneut:

    # rad -r Steckplatznummer

    Nach erfolgreichem Neustart der Treiber gibt rad die Eingabeaufforderung aus.

    Wenn Sie rad mit der Option -r verwenden, werden alle Treiber, die dem von Ihnen angegebenen Steckplatz zugeordnet sind, erneut gestartet.

    Wenn einer dieser Treiber nicht erneut gestartet werden kann, versucht rad, die Zielressource und alle betroffenen Treiber auf den Status vor Ausführen dieses Befehls zurückzusetzen.

    Dabei besteht die Möglichkeit, dass rad einen Treiber nicht auf seinen vorherigen Status zurücksetzen kann. Sie erhalten jedoch keine diesbezüglichen Fehlermeldungen. rad überspringt einfach den jeweiligen Treiber und versucht, alle anderen betroffenen Treiber zurückzusetzen.

    Gehen Sie wie folgt vor, um sicherzustellen, dass alle Treiber korrekt auf ihren früheren Status zurückgesetzt wurden:

    1. Geben Sie rad -q und danach rad -a ein, um die Daten für den Zielsteckplatz und die betroffenen Steckplätze abzufragen.

    2. Geben Sie rad -v ein, um spezifische Informationen zum Treiberstatus für die betroffenen Hardwarepfade abzufragen.

    Vergleichen Sie die Ausgabedaten dieser Befehle mit den Informationen, die Sie im ersten Teil dieser Arbeitsschritte erhalten haben: “Vorbereiten einer Schnittstellenkarte auf das Ersetzen mit Hilfe von rad”. Ändern Sie diejenigen Treiber manuell, die nicht korrekt auf ihren früheren Status zurückgesetzt wurden.

  12. Prüfen Sie das Verzeichnis /usr/sbin/olard.d/ auf Vorhandensein eines nachbereitenden OLAR-Skripts für das Ersetzen (post_replace). Weitere Informationen zu den Namenskonventionen für Skripts und allgemeine Informationen zu Skripts finden Sie im Abschnitt „OLAR-Skripts“. Sind für den jeweiligen Treiber keine nachbereitenden Aktionen für das Ersetzen erforderlich, ist kein Skript vorhanden. Ist das Skript vorhanden, starten Sie dieses wie folgt:

    # sh /usr/sbin/olrad.d/Treibername post_replace hw_pfad

    ACHTUNG: In vielen Fällen enthalten diese Skripts Befehle, mit denen Firmware-Patches und/oder Aktualisierungen für eine Schnittstellenkarte automatisch heruntergeladen werden.

    Sind keine nachbereitenden Skripts für das Ersetzen für die neue Karte vorhanden und ist der Treiber für die Karte OLAR-fähig, sollten Sie mit den folgenden Arbeitsschritten sicherstellen, dass Karte und Treiber miteinander kompatibel sind:

    • Überprüfen Sie die Systemprotokolle, oder lesen Sie in der Dokumentation zur Wartung nach, um zu bestimmen, ob zu einem früheren Zeitpunkt Firmware-Patches oder Aktualisierungen auf die alte Karte angewendet wurden.

    • Bestimmen Sie die Firmwareversion der neuen Karte.

    • Wenn keine Firmware-Patches oder Aktualisierungen auf die alte Karte angewendet wurden und die neue Karte mit einer neueren Firmwareversion arbeitet, müssen Sie sicherstellen, dass der vorhandene Treiber die neue Karte akzeptiert. (Auf Wunsch können Sie sich auch eine neuere Treiberversion beschaffen.)

  13. Stellen Sie sicher, dass die ersetzte Ressource gültig ist:

    Hinweis: Im Allgemeinen werden Sie über die Ausgabedaten der Befehle rad und ioscan auf Fehler oder Probleme hingewiesen, wenn Sie in den Arbeitsschritten fortfahren. Wenn die Treiber beim vorherigen Schritt erfolgreich gestartet wurden, stellen Sie wie folgt sicher, dass die neue Ressource funktioniert:

    1. Geben Sie ioscan ein, um den Status der Gerätetreiber für das Ziel abzufragen.

    2. Geben Sie rad (mit der Option -q und danach mit der Option -c) ein, um sicherzustellen, dass die Zielkarten funktionieren.

  14. Schalten Sie die Wartungs-LED (attention) für den Steckplatz der Zielkarte aus (OFF):

    # rad -f attention Steckplatznummer

    Dabei steht Steckplatznummer für die Daten im Feld “Slot”, die vom Befehl rad -q ausgegeben werden.

  15. Teilen Sie den Benutzern und den Anwendungen mit, dass die Ressource verfügbar ist.

On-line-Hinzufügen (OLA) einer PCI-Karte mit Hilfe von rad

  1. Vor dem physischen Einsetzen einer neuen Schnittstellenkarte in ein System müssen Sie die folgenden Auswirkungen dieses Prozesses auf das System berücksichtigen. Lesen Sie darüber hinaus die diesbezüglichen detaillierten Informationen im Abschnitt „Planung und Vorbereitung“:

    • Die neue Karte muss mit dem System kompatibel sein.

    • Jeder OLAR-fähige PCI-Steckplatz wird mit einer bestimmten Menge an Strom versorgt, so dass die neue Karte nicht mehr als die maximal verfügbare Strommenge erfordern darf.

    • Die neue Karte muss die Bus-Frequenz des Steckplatzes unterstützen.

    • Im Systemkern muss der korrekte Treiber für die Karte konfiguriert sein. In der Dokumentation zur Karte können Sie den erforderlichen Treiber nachschlagen. (In den meisten Fällen entspricht der Typ der neuen Karte demjenigen einer bereits im System vorhandenen Karte, so dass der entsprechende Treiber bereits im Systemkern geladen ist.)

      • Befindet sich der erforderliche Treiber nicht bereits im Systemkern und handelt es sich nicht um ein DLKM-Modul, müssen Sie den Treiber über die Befehlszeile laden.

      • Handelt es sich beim erforderlichen Treiber um einen statischen Treiber, der noch nicht im Systemkern konfiguriert ist, müssen Sie den Treiber zu einem anderen Zeitpunkt manuell hinzufügen. Dazu müssen Sie die Maschine neu starten.

  2. Stellen Sie über die Befehlszeile sicher, dass der korrekte Treiber für die Karte im Systemkern geladen und konfiguriert ist.

  3. Bestimmen Sie die Steckplatznummer eines verfügbaren Steckplatzes, in dem Sie die neue Schnittstellenkarte hinzufügen können. Beispiel:

    # rad -q

    Slot  Path    Bus     Speed   Power   Occupied    Suspended   Driver(s)_Capable
    1 0/5 40 33 On Yes No Yes
    2 0/4 32 33 Off No N/A N/A
    4 0/8 64 33 Off No N/A N/A
    5 0/10 80 33 On Yes Yes Yes
    6 0/2 16 33 On Yes No No

    Wählen Sie einen verfügbaren Steckplatz aus (Feld Occupied = No), und notieren Sie sich dessen Nummer.

  4. Stellen Sie wie folgt sicher, dass der von rad angegebene Steckplatz für die Zielkarte mit der Kennung des physischen Steckplatzes für die Zielkarte auf dem Server übereinstimmt:

    1. Versetzen Sie den Steckplatz für die Zielkarte wie folgt in den Status attention (Wartungsstatus), so dass die bernsteinfarbene LED neben dem Kartensteckplatz blinkt:

      # rad -f attention Steckplatznummer

      Dabei steht Steckplatznummer für die Daten im Feld “Slot”, die vom Befehl rad -q ausgegeben wurden.

    2. Stellen Sie sicher, dass der von Ihnen ausgewählte Steckplatz richtig angegeben wurde und dass er tatsächlich leer ist. Überprüfen Sie dazu die Steckplatznummer, die sich auf dem Gehäuse direkt neben der blinkenden LED befindet. Wenn Sie z.B. den Befehl rad -f attention 2 eingeben, sollte die Nummer neben der blinkenden LED 2 lauten.

    3. Wenn die von rad ausgegebene Steckplatznummer nicht mit dem physischen Steckplatz übereinstimmt, der in den Wartungsstatus (attention) versetzt wurde, müssen Sie diesen Schritt wie folgt wiederholen, bis Sie den richtigen Steckplatz finden:

      1. Geben Sie den Befehl rad -q erneut ein, und protokollieren Sie die angezeigten Daten.

      2. Geben Sie für jede aufgelistete Steckplatznummer den Befehl rad -f flag Steckplatznummer ein. Notieren Sie sich die Nummer neben der blinkenden LED. Geben Sie danach den Befehl rad -f off Steckplatznummer ein, um die LED auszuschalten.

      3. Wiederholen Sie diesen Prozess, bis Sie über eine präzise Liste der von rad berichteten Steckplatznummern mit entsprechender Zuordnung der Steckplatznummern auf dem Gehäuse verfügen.

  5. Da bei dieser Version keine Stromversorgungsdomänen mit mehreren Steckplätzen implementiert sind, können Sie diesen Arbeitsschritt auslassen. Sobald die korrekte Steckplatznummer für die hinzuzufügende Karte bestimmt wurde, geben Sie folgenden Befehl ein, um die weiteren von diesem Steckplatz betroffenen Steckplätze (in derselben Stromversorgungsdomäne) zu bestimmen:

    # rad -a Steckplatznummer

    Da bei dieser Version keine Stromversorgungsdomänen mit mehreren Steckplätzen implementiert sind, hat dieser Steckplatz keine Auswirkungen auf andere Steckplätze, und der Befehl rad -a gibt nur die ID des von Ihnen ausgewählten Steckplatzes aus. Wenn sich der von Ihnen ausgewählte Steckplatz zusammen mit anderen Steckplätzen in einer Stromversorgungsdomäne befindet, werden die Nummern aller Steckplätze in getrennten Zeilen ausgegeben (dies ist in der derzeitigen Version nicht implementiert).

  6. Da bei dieser Version keine Stromversorgungsdomänen mit mehreren Steckplätzen implementiert sind, können Sie diesen Arbeitsschritt auslassen. Wenn der Zielsteckplatz (in derselben Stromversorgungsdomäne) sich auf andere Steckplätze auswirkt, inaktivieren Sie die Treiber für diese Steckplätze vorübergehend:

    # rad -s Steckplatznummer

    Daraufhin werden der Hardwarepfad und die Kartennummer angezeigt, und Sie werden aufgefordert, das Inaktivieren zu bestätigen. Geben Sie Y ein, um den Prozess fortzusetzen. Beispiel:

    The following interface driver I/O node(s) will be suspended:
    0/12/0/0 c720
    Do you wish to continue(Y/N)? Y
    #

    Nach erfolgreichem Inaktivieren des Treibers gibt rad die Eingabeaufforderung aus. Wenn der Treiber aus irgendeinem Grund nicht inaktiviert werden kann, gibt rad eine entsprechende Fehlermeldung auf der Konsole aus.

  7. Unterbrechen Sie die Stromversorgung zu den Zielsteckplätzen:

    # rad -o Steckplatznummer

    Nach erfolgreichem Herunterfahren des Steckplatzes wird die Eingabeaufforderung angezeigt. Zu diesem Zeitpunkt erlischt die grüne Netz-LED des Zielsteckplatzes, und die bernsteinfarbene Wartungs-LED (attention) blinkt weiterhin. Auf diese Weise können Sie den Zielsteckplatz für die neue Karte leichter im Systemgehäuse finden.

  8. Fügen Sie die Zielkarte wie folgt hinzu:

    1. Bereiten Sie das Gehäuse der PCI-E/A-Karte wie folgt auf das Hinzufügen der Karte vor:

      1. Entfernen Sie die Frontblende.

      2. Ziehen Sie die Systemeinheit hinten aus dem Gehäuse heraus.

      3. In der Systemeinheit befinden sich zwei Gehäuse für PCI-E/A-Karten, eines auf der linken und eines auf der rechten Seite. Soll eine PCI-E/A-Karte auf der linken Seite hinzugefügt werden, müssen Sie möglicherweise die hintere Abdeckung entfernen.

    2. Gehen Sie zum Einsetzen der neuen PCI-E/A-Karte in die Systemeinheit wie folgt vor:

      1. Richten Sie die PCI-Karte am entsprechenden Steckplatz aus.

      2. Setzen Sie die PCI-Karte in das Kartengehäuse zwischen den Trenn-/Abziehvorrichtungen ein.

      3. Drücken Sie die PCI-Karte auf den Steckplatz, bis diese fest sitzt.

      4. Bringen Sie die Befestigungsschraube für die PCI-Karte an der hinteren Trennwand an, und ziehen Sie die Schraube an.

    3. Bereiten Sie die Systemeinheit wie folgt auf das erneute Einsetzen vor:

      1. Bringen Sie die PCI-Abdeckblende wieder an.

      2. Schließen Sie das entsprechende E/A-Kabel an der installierten PCI-Karte an.

      3. Setzen Sie die Systemeinheit wieder in das Gehäuse ein.

      4. Bringen Sie die hintere Abdeckung wieder an (ggf. bei PCI-E/A-Karten auf der linken Seite der Systemeinheit).

  9. Aktivieren Sie die Stromversorgung zu den Zielsteckplätzen:

    # rad -i Steckplatznummer

    Wird der Zielsteckplatz wieder mit Strom versorgt, erscheint die Eingabeaufforderung, und die grüne Netz-LED am Steckplatz leuchtet.

  10. Starten Sie die Treiber für die betroffenen Karten erneut:

    # rad -r Steckplatznummer

    Nach erfolgreichem Starten der Treiber gibt rad die Eingabeaufforderung aus. Wenn der Treiber aus irgendeinem Grund nicht gestartet werden kann (die neue Karte ist nicht mit dem vorhandenen Treiber kompatibel, oder die Karte erfordert zu viel Strom), gibt rad eine entsprechende Fehlermeldung auf der Konsole aus.

  11. Konfigurieren Sie die neue Karte wie folgt:

    1. Geben Sie den Befehl rad (mit der Option -q und danach mit der Option -c) ein, um den Hardwarepfad für die neue Karte zu bestimmen bzw. zu überprüfen.

    2. Verwenden Sie diesen Hardwarepfad in Verbindung mit ioscan, um die Konfiguration der neuen Karte abzuschließen. Beispiel:

      ioscan -H hw_pfad

    Durch Verwendung der Option -H begrenzen Sie den Gültigkeitsbereich des Befehls ioscan auf den von Ihnen angegebenen Hardwarepfad und die E/A-Knoten, die diesem Pfad untergeordnet sind. Dies beschleunigt die Operation und begrenzt gleichzeitig das Risiko, neue Probleme im System zu verursachen.

  12. Prüfen Sie das Verzeichnis /usr/sbin/olard.d/ auf Vorhandensein eines nachbereitenden OLAR-Skripts für das Hinzufügen (post_add). Weitere Informationen zu den Namenskonventionen für Skripts und allgemeine Informationen zu Skripts finden Sie im Abschnitt „OLAR-Skripts“. Sind für den jeweiligen Treiber keine nachbereitenden Aktionen für das Ersetzen erforderlich, ist kein Skript vorhanden. Ist das Skript vorhanden, führen Sie folgende Arbeitsschritte durch:

    1. Führen Sie das Skript für den Zielsteckplatz aus:

      # sh/usr/sbin/olrad.d/Treibername post_add hw_pfad

    2. Wenn festgestellt wurde, dass sich der Zielsteckplatz zusammen mit anderen Steckplätzen in einer Stromversorgungsdomäne befindet, starten Sie dieses Skript (post_add) auch für die anderen Steckplätze (in dieser Version nicht implementiert).

  13. Schalten Sie die Wartungs-LED (attention) für den Steckplatz der Zielkarte aus (OFF):

    # rad -f attention Steckplatznummer

    Dabei steht Steckplatznummer für die Daten im Feld “Slot”, die vom Befehl rad -q ausgegeben wurden.

  14. Teilen Sie den Benutzern und den Anwendungen mit, dass die Ressource verfügbar ist.

Druckbare Version
Datenschutzerklärung

Impressum
Mit der Benutzung dieser Website erklären Sie sich mit den entsprechenden Nutzungsbedingungen einverstanden
© 2000 Hewlett-Packard Development Company, L.P.