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Wenn Sie ein Modem für den einzelnen
Modemanschluss auf einer Multifunktionskarte eines Rechners der
Serie 800 konfigurieren, müssen Sie sicherstellen, dass
der Modemanschluss nicht gesperrt ist. Drücken Sie Strg + B auf der Konsole,
um den Befehlsmodus zu aktivieren. Die Eingabeaufforderung CM> wird angezeigt. Geben Sie den Befehl ur ein, um den Anschluss für den entfernten
Zugriff freizugeben. Geben Sie den Befehl dr ein, um den Anschluss für den entfernten
Zugriff zu inaktivieren. Geben Sie den Befehl co ein, um wieder den Konsolenmodus zu aktivieren.
Geben Sie den Befehl ioscan -C tty -fn ein, um die Kartennummer, den Hardwarepfad und
die Nummer des Modemanschlusses zu ermitteln. Erstellen Sie Gerätedateien für das
Modem entsprechend der Kartennummer (bzw. des Hardwarepfads) und
der Anschlussnummer. Sie können die Gerätedateien
mit SAM (empfohlene Vorgehensweise) oder mit dem Befehl mksf erstellen. Gerätedateien für
Modems haben folgendes Format: Tabelle 4-7 Gerätedateien für Modems Zugriffsmodus[1] | Anschlusszugriff | Format
der Gerätedatei |
|---|
0 | Direktanschluss | /dev/cuaNummerpAnschlussnr.[2] | 1 | Sendemodem[3] | /dev/culNummerpAnschlussnr. | 2 | Empfangsmodem[3] | /dev/ttydNummerpAnschlussnr. |
 |  |  |  |  | HINWEIS: Standardmäßig erstellt mkfs eine Gerätedatei für den Zugriffsmodus
0; dieser Modus ist für Terminals geeignet. Wenn Sie eine
Gerätedatei für die Modemsyntax (/dev/cua#p#) erstellen wollen, müssen Sie mksf mit der Option -i ausführen. -i wird nur für den Direktanschluss verwendet; für
die Modemdateien bei Sende- oder Empfangsmodems wird diese Option
nicht benötigt. |  |  |  |  |
Im Folgenden werden mit mksf Gerätedateien für einen Rechner
der Serie 700 erstellt, dessen Modem an den Hardwarepfad 2/0/4 angeschlossen ist. Dabei wird je eine Datei für
den Direktanschluss (-a0), für das Sendemodem (-a1) und das Empfangsmodem (-a2) erstellt. /usr/sbin/mksf -d asio0 -H 2/0/4 -a0 -i -v making cua0p0 c 1 0x000000 /usr/sbin/mksf -d asio0 -H 2/0/4 -a1 -v making cul0p0 c 1 0x000001 /usr/sbin/mksf -d asio0 -H 2/0/4 -a2 -v making ttyd0p0 c 1 0x000002 |
Bei Rechnern der Serie 800 wird beim Erstellen der Gerätedateien
für ein Modem eine zusätzliche Option benötigt:
Mit dem Befehl mksf wird die Anschlussnummer für den Rechner
der Serie 800 angegeben. (Im folgenden Beispiel wird statt
des Hardwarepfads die Kartennummer verwendet; die Anschlussnummer
lautet 2.) Vergewissern Sie sich mit dem Befehl lssf, dass die Gerätedateien erstellt wurden. Beispiel für Rechner der Serie 700: /usr/sbin/lssf /dev/cua0p0 asio0 card instance 0 hardwired at address 2/0/4 /dev/cua0p0 /usr/sbin/lssf /dev/cul0p0 asio0 card instance 0 callout at address 2/0/4 /dev/cul0p0 /usr/sbin/lssf /dev/ttyd0p0 asio0 card instance 0 callin at address 2/0/4 /dev/cul0p0 |
Beispiel für Rechner der Serie 800: /usr/sbin/lssf /dev/cua0p2 mux2 card instance 0 port 2 hardwired at address 56/0 /dev/cua0p2 /usr/sbin/lssf /dev/cul0p2 mux2 card instance 0 port 2 callout at address 56/0 /dev/cul0p2 /usr/sbin/lssf /dev/ttyd0p2 mux2 card instance 0 port 2 callin at address 56/0 /dev/cul0p2 |
Ändern Sie, solange das Modem noch
nicht mit dem Anschluss verbunden ist, die Datei/etc/inittab, und fügen Sie einen getty-Eintrag für den Modemanschluss ein, der
eingehende Anrufe empfangen soll. Die Einträge müssen
dem Format “Kennung:Ausführungsebene:Aktion:Prozess” entsprechen;
dieses Format wird unter inittab(4) auf den HP-UX
Hilfeseiten beschrieben. Beispiel: p5:234:respawn:/usr/sbin/getty -h -t 240 ttyd2p5 9600 |
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p5 ist eine Markierung zur eindeutigen Kennzeichnung
des Eintrags. Dieser getty-Eintrag wird ausgeführt, wenn sich das
System in beiden Ausführungsebenen (1 und 2) befindet. respawn weist init an, den Prozess neu zu starten, falls er aus irgendeinem
Grund abgebrochen wird. /usr/sbin/getty ist der Prozess, der zum Öffnen des Anschlusses und
zum Anzeigen der ersten Anmeldeaufforderung verwendet wird. Mit der Option -h wird sichergestellt, dass getty die Leitungsgeschwindigkeit einstellt, bevor der
Anschluss zurückgesetzt wird. Dies ist notwendig, um sicherzustellen,
dass das Modem korrekt funktioniert. -t 240 ist eine Sicherheitsoption, die festlegt, dass
der Anmeldename und das Kennwort innerhalb von 240 Sekunden eingegeben
werden müssen. ttyd2p5 ist das Gerät für den Modemanschluss, über
den getty eingehende Anrufe empfängt. (getty vervollständigt den Gerätenamen mit
dem Präfix /dev für den Anschluss.) 9600 steht nicht für
die Baud-Rate, sondern ist ein Zeiger auf die Datei /etc/gettydefs. Siehe auch gettydefs(4).
Speichern Sie die Datei, und geben Sie anschließend
den folgenden Befehl ein, um die aktualisierte Datei /etc/inittab zu aktivieren: Soll geprüft werden, ob ein getty für den Anschluss im Status pending aktiv
ist, geben Sie den Befehl ps-ef | grep ttyd2p5 (mit der Gerätedatei die für getty erstellt wurde) ein. Im Feld tty sollte ein Fragezeichen angezeigt werden. Schalten Sie das Modem ein, aber verbinden Sie es noch
nicht mit dem Anschluss. Die Anzeigen DTR bzw. TR sollten nicht
aufleuchten. Verbinden Sie jetzt das Modem mit dem Anschluss. DTR
bzw. TR sollten jetzt aufleuchten. Auf diese Weise wird sichergestellt,
dass der Anschluss und nicht das Modem das Signal DTR bzw. TR setzt.
Wenn die Anzeige DTR bzw. TR ständig leuchtet, ist “DTR” für
das Modem auf den Signalzustand “High” konfiguriert,
und die Einstellung muss geändert werden. Schlagen Sie
in der Dokumentation zum Modem nach, wie Sie diese Einstellung auf “Low” ändern
können. Geben Sie noch einmal den Befehl ps -ef | grep ttyd2p5 ein, um sicherzustellen, dass getty für diesen Anschluss noch immer im Status pending
aktiv ist. Wenn für getty im Feld tty eine Anschlussnummer statt eines Fragezeichens
angezeigt wird, ist CD (Carrier Detect) für das Modem auf
den Signalzustand “High” konfiguriert. Schlagen
Sie in der Dokumentation zum Modem nach, wie Sie diese Einstellung
auf “Low” ändern können. Das Modem ist jetzt bereit zum Empfangen eingehender Anrufe. Wenn Sie das Modem für ausgehende Anrufe konfigurieren
wollen, müssen Sie Einträge in die Datei /etc/uucp/Devices einfügen. (Für diese Datei steht
keine HP-UX Hilfeseite zur Verfügung; gehen Sie
anhand der Anleitungen in der Datei vor.) Ändern Sie die Datei /etc/uucp/Devices, und fügen Sie einen Eintrag für
die zuvor erstellte Datei/dev/culnpp ein. Beispiel: ACU cul2p5 - 2400 hayes Direct cul2p5 - 2400 direct |
Nach Speichern der Datei können Sie überprüfen,
ob das Modem ausgehende Anrufe verarbeiten kann. Geben Sie dazu
den folgenden cu-Befehl ein: /usr/bin/cu -s2400 -lcul2p5 dir |
Es sollte eine Meldung angezeigt werden, die bestätigt,
dass eine Verbindung aufgebaut wurde. Wenn Sie AT eingeben und die Eingabetaste drücken, antwortet das System mit der Rückmeldung OK. Ist dies nicht der Fall, so ist eventuell die
Echo-Funktion des Modems inaktiviert. Geben Sie ATDT Telefonnummer ein, und hören Sie zu, ob der Wählvorgang
ausgeführt wird. Wird der Wählvorgang nicht ausgeführt,
schlagen Sie im Benutzerhandbuch zum Modem nach, oder lassen Sie
die Modemhardware überprüfen. Das Modem ist jetzt bereit zum Verarbeiten ausgehender Anrufe
mit dem Befehl cu -s2400 Telefonnummer.
Voraussetzungen
für Modems unter HP-UX |  |
Die Einstellung der Schalter und die Modembefehle werden in
der Hardwaredokumentation zu Ihrem Modem ausführlich beschrieben.
Beachten Sie die folgenden Hinweise für die Verwendung
des Modems unter HP-UX: Wenn Ihr HP Rechner ein DTR-Signal
erzeugt, sollte das Modem dieses Signal nicht ignorieren, sondern
mit einem Autoanswer-Signal antworten. Beim Abfallen des DTR-Signals
vom Rechner sollte das Modem die Leitung einhängen, die
automatische Antwort inaktivieren und in den Befehlsstatus zurückkehren
(dies entspricht AT&D2 beim Hayes-Modemprotokoll). Das Modem sollte bei
abfallendem Signal nicht für einen Hard-Reset konfiguriert
werden, da manche Modems bei einem Reset kurzzeitig ein CD-Signal
erzeugen. (Verwenden Sie bei Hayes-Modems nicht die
Funktion AT&D3.) Das Modem sollte das Signal CD (Carrier Detect)
nur bestätigen, wenn ein Carrier-Signal anliegt, und beim
Abfallen des Carrier-Signals das CD-Signal ebenfalls zurücknehmen
(dies entspricht AT&C1 beim Hayes-Modemprotokoll.) Das Modem sollte das BREAK-Signal unverändert
weitergeben (“durchschleifen”), da die BREAK-Taste
(Untbr) sowohl für das Unterbrechungssignal als auch für
den Wechsel der Übertragungsgeschwindigkeit verwendet wird. Die Übertragungsgeschwindigkeit zwischen
Modem und Terminal sollte bekannt sein; bei Modem-Modem-Verbindungen
kann die Geschwindigkeit jedoch automatisch zwischen den beiden
Modems ausgehandelt werden (mit Hilfe der automatischen Geschwindigkeitserkennung
bei den Modems). Funktionen wie die Hardwaresteuerung (CTS/RTS)
und die Fehlerkorrektur sollten zunächst inaktiviert bleiben.
Nachdem Sie sich vergewissert haben, dass die Kommunikation fehlerfrei
funktioniert, können Sie diese Funktionen nacheinander
hinzufügen. Wenn die Modemverbindung aufgebaut wird, jedoch
keine Daten übertragen werden, schalten Sie die Funktionen
Komprimierung, Zuverlässigkeitsprüfung, MNP, PEP,
LAP und andere erweiterte Funktionen aus. Konfigurieren Sie das
Modem zunächst für die einfachste Kommunikation,
und fügen Sie die weiteren Funktionen erst hinzu, nachdem
die Übertragung funktioniert. Verwenden Sie keine CCITT-Steuersignale
mit dem Modem oder dem HP Rechner. Dies hat keinen Einfluss
auf die Verwendung des Modems bei CCITT-Modulation oder Komprimierungsstandards
wie V.22, V.32, V.22bis, V.32bis, V34, V.42 oder V.42bis. Speichern Sie die Einstellungen im nichtflüchtigen
Speicher des Modems, so dass diese Einstellungen auch nach einem
Stromausfall wiederhergestellt werden. (Verwenden Sie bei Hayes-Modem
hierzu die Funktion AT&W.) Notieren Sie die Einstellungen des Modems auf einem
der Arbeitsblätter in Anhang D, „Arbeitsblätter“ für den Fall, dass Sie diese
später wieder benötigen.
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