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Die einfachste Möglichkeit, eine Platte (Festplatte,
Diskettenlaufwerk, Plattensystem oder CD-ROM) zu konfigurieren,
ist die Verwendung von SAM (/usr/sbin/sam). Wenn SAM auf Ihrem System nicht geladen ist oder
Sie lieber die Befehlszeile verwenden, gehen Sie anhand der folgenden
Anleitungen vor. Machen Sie sich mit den Anleitungen vertraut, bevor
Sie die Konfiguration durchführen. Starten Sie /usr/sbin/ioscan -fn, und stellen Sie fest, welche Adressen auf der
Schnittstellenkarte, an die Sie die Platte anschließen
wollen, zur Verfügung stehen. Beispiele für die Verwendung von ioscan finden Sie in den Informationen zur Verwendung
von ioscan zum Anzeigen der E/A-Konfiguration in Anhang B, „Bus-Architekturen“. Stellen Sie anhand der Tabellen im Abschnitt „Auswählen
von Gerätetreibern für Platten und Plattenschnittstellen“ fest, welche Gerätetreiber
für das Laufwerk und die Schnittstelle benötigt
werden. (Wenn Sie ein magnetooptisches Laufwerk konfigurieren, schlagen
Sie in Tabelle 6-2, „Magnetooptische Platten: Voraussetzungen für
die Konfiguration“ nach.)
Falls einer der benötigten statischen Gerätetreiber nicht
im Systemkern enthalten ist, müssen Sie den Systemkern
neu erstellen und den Treiber einbinden. Führen Sie hierzu
die folgenden Schritte aus: Benachrichtigen Sie die Benutzer, dass für
die Konfiguration des Laufwerks ein Systemabschluss durchgeführt
wird. Sie können den Befehl wall und/oder die interaktiven Möglichkeiten
des Befehls shutdown verwenden, um vor dem Systemabschluss eine Rundspruchmeldung
an die Benutzer zu senden. Hinweise hierzu finden Sie unter wall(1M) oder shutdown(1M) auf
den HP-UX Hilfeseiten. Stoppen Sie das System mit dem Befehl shutdown. Schalten Sie zunächst alle Peripheriegeräte
und anschließend die Systemeinheit
aus. Bauen Sie die Hardware anhand der mit dem jeweiligen
Gerät gelieferten Dokumentation ein. Stellen Sie die Schalter
am Laufwerk auf eine noch nicht verwendete Zieladresse ein; eine
geeignete Adresse sollten Sie zuvor anhand der Ausgabe von ioscan ermittelt haben. Schließen Sie die Kabel wie
in der Dokumentation zur Hardware beschrieben an. Wenn Sie ein SCSI-Gerät
installieren, vergewissern Sie sich, dass das letzte Gerät
in der SCSI-Kette mit einem Abschlusswiderstand ausgestattet ist. Schalten Sie alle Peripheriegeräte wieder ein.
Warten Sie, bis diese Geräte betriebsbereit sind, und schalten
Sie dann erst die Systemeinheit ein. Beim Starten des Systems erkennt HP-UX das neue Laufwerk
und ordnet es dem entsprechenden Gerätetreiber zu. Außerdem erstellt insf beim Systemstart die zeichen- und blockorientierten
Gerätedateien unter /dev, die zur Kommunikation mit dem Laufwerk erforderlich
sind. Für ein Plattensystem im unabhängigen Modus (“independent”)
erstellt insf eine Gerätedatei für jedes Laufwerk;
im Modus “striped” behandelt insf das gesamte Plattensystem als ein einziges Laufwerk. Überprüfen Sie die Konfiguration mit
dem Befehl ioscan. Wenn Sie eine Festplatte konfigurieren, haben
Sie damit die Erstkonfiguration abgeschlossen. Wenn Sie ein Diskettenlaufwerk konfigurieren, initialisieren
Sie jetzt die Diskette. Führen Sie hierzu den Befehl mediainit für die zeichenorientierte Gerätedatei
aus.
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