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HP-UX Konfiguration der Peripheriegeräte: HP 9000 Rechner > Kapitel 5 Konfigurieren von Platten, Plattensystemen und CD-ROM-Laufwerken

Konfigurieren von HP-UX für eine neue Platte

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Technische Dokumentation

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Die einfachste Möglichkeit, eine Platte (Festplatte, Diskettenlaufwerk, Plattensystem oder CD-ROM) zu konfigurieren, ist die Verwendung von SAM (/usr/sbin/sam). Wenn SAM auf Ihrem System nicht geladen ist oder Sie lieber die Befehlszeile verwenden, gehen Sie anhand der folgenden Anleitungen vor. Machen Sie sich mit den Anleitungen vertraut, bevor Sie die Konfiguration durchführen.

  1. Starten Sie /usr/sbin/ioscan -fn, und stellen Sie fest, welche Adressen auf der Schnittstellenkarte, an die Sie die Platte anschließen wollen, zur Verfügung stehen.

    Beispiele für die Verwendung von ioscan finden Sie in den Informationen zur Verwendung von ioscan zum Anzeigen der E/A-Konfiguration in Anhang B, „Bus-Architekturen“.

  2. Stellen Sie anhand der Tabellen im Abschnitt „Auswählen von Gerätetreibern für Platten und Plattenschnittstellen“ fest, welche Gerätetreiber für das Laufwerk und die Schnittstelle benötigt werden. (Wenn Sie ein magnetooptisches Laufwerk konfigurieren, schlagen Sie in Tabelle 6-2, „Magnetooptische Platten: Voraussetzungen für die Konfiguration“ nach.) Falls einer der benötigten statischen Gerätetreiber nicht im Systemkern enthalten ist, müssen Sie den Systemkern neu erstellen und den Treiber einbinden. Führen Sie hierzu die folgenden Schritte aus:

    1. Wechseln Sie in das Verzeichnis /stand/build. Starten Sie in diesem Verzeichnis mit dem folgenden Befehl das Skript system_prep zur Vorbereitung des Systems. Dieses Skript extrahiert die Systemdatei aus dem aktuellen Systemkern:

      cd /stand/build
      /usr/lbin/sysadm/system_prep -v -s system

      Das Skript system_prep schreibt eine Systemdatei in Ihr aktuelles Verzeichnis (die Datei /stand/build/system wird erstellt). Über die Option -v kann während der Ausführung des Skripts ein Erläuterungstext zu den ausgeführten Aktionen angezeigt werden.

    2. Bearbeiten Sie die Datei /stand/build/system, und fügen Sie den bzw. die fehlenden Treiber durch Aufrufen des Befehls kmsystem hinzu. Mit der Option -c Y geben Sie an, dass der Treibername im System zu konfigurieren ist.

      /usr/sbin/kmsystem -S /stand/build/system -c Y Treibername
      HINWEIS: Zur Vermeidung von Formatfehlern bearbeiten Sie die Systembeschreibungsdateien von HP-UX nicht direkt. Verwenden Sie stattdessen die Befehle kmsystem und kmtune. Diese Befehle sind in Version 11.00 neu; siehe die Befehle kmsystem(1M) und kmtune(1M) auf den HP-UX Hilfeseiten.
    3. Geben Sie den Befehl mk_kernel ein, um den Systemkern neu zu erstellen. Dieser Befehl erstellt den Systemkern /stand/build/vmunix_test, mit dem Sie anschließend die gewünschten Funktionen testen können.

      /usr/sbin/mk_kernel -s /stand/build/system
    4. Sichern Sie die alte Version der Systemdatei, indem Sie diese an eine andere Position verschieben. Verschieben Sie dann die neue Systemdatei an die richtige Position.

      mv /stand/system /stand/system.prev
      mv /stand/build/system /stand/system
    5. Bereiten Sie einen erneuten Systemstart durch Aufrufen des Befehls kmupdate vor. Dadurch wird ein Flag gesetzt, durch das das System beim erneuten Starten den neuen Systemkern verwendet.

      /usr/sbin/kmupdate
  3. Benachrichtigen Sie die Benutzer, dass für die Konfiguration des Laufwerks ein Systemabschluss durchgeführt wird. Sie können den Befehl wall und/oder die interaktiven Möglichkeiten des Befehls shutdown verwenden, um vor dem Systemabschluss eine Rundspruchmeldung an die Benutzer zu senden. Hinweise hierzu finden Sie unter wall(1M) oder shutdown(1M) auf den HP-UX Hilfeseiten.

  4. Stoppen Sie das System mit dem Befehl shutdown.

  5. Schalten Sie zunächst alle Peripheriegeräte und anschließend die Systemeinheit aus.

  6. Bauen Sie die Hardware anhand der mit dem jeweiligen Gerät gelieferten Dokumentation ein. Stellen Sie die Schalter am Laufwerk auf eine noch nicht verwendete Zieladresse ein; eine geeignete Adresse sollten Sie zuvor anhand der Ausgabe von ioscan ermittelt haben. Schließen Sie die Kabel wie in der Dokumentation zur Hardware beschrieben an. Wenn Sie ein SCSI-Gerät installieren, vergewissern Sie sich, dass das letzte Gerät in der SCSI-Kette mit einem Abschlusswiderstand ausgestattet ist.

  7. Schalten Sie alle Peripheriegeräte wieder ein. Warten Sie, bis diese Geräte betriebsbereit sind, und schalten Sie dann erst die Systemeinheit ein.

    Beim Starten des Systems erkennt HP-UX das neue Laufwerk und ordnet es dem entsprechenden Gerätetreiber zu.

    Außerdem erstellt insf beim Systemstart die zeichen- und blockorientierten Gerätedateien unter /dev, die zur Kommunikation mit dem Laufwerk erforderlich sind. Für ein Plattensystem im unabhängigen Modus (“independent”) erstellt insf eine Gerätedatei für jedes Laufwerk; im Modus “striped” behandelt insf das gesamte Plattensystem als ein einziges Laufwerk.

  8. Überprüfen Sie die Konfiguration mit dem Befehl ioscan. Wenn Sie eine Festplatte konfigurieren, haben Sie damit die Erstkonfiguration abgeschlossen.

    Wenn Sie ein Diskettenlaufwerk konfigurieren, initialisieren Sie jetzt die Diskette. Führen Sie hierzu den Befehl mediainit für die zeichenorientierte Gerätedatei aus.

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