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Bei der Konfiguration einer neuen Platte in einem System der
Serie 700 oder 800 behandeln SAM und insf die Platte als Ganzes; es wird eine einzige Blockgerätedatei
in /dev/dsk und eine einzige Zeichengerätedatei in /dev/rdsk erstellt. Ab Version HP-UX 10.0 kann der
Plattenplatz bei Systemen der Serien 700 und 800 mit Hilfe von Logical
Volume Manager (LVM) unterteilt werden. Die Vorgehensweise hierzu
ist im Handbuch Verwalten von Systemen und Arbeitsgruppen beschrieben. Bei der Konfiguration einer Platte, die bereits Daten enthält,
ist mit großer Sorgfalt vorzugehen, da das E/A-System hierdurch
beeinflusst wird und sich das Layout des HP-UX-Dateisystems
(die Position der Systemdateien und Verzeichnisse) geändert
hat. Führen Sie eine solche Konfiguration in zwei Schritten
aus: Nachdem 9.x-Platten der Serie 700 bzw. 800 als ganze Platten
bzw. mit Hardwarepartitionen konfiguriert wurden, greift HP-UX
10.0 auf diese Daten über den Pseudotreiber cpd zu, der die Kompatibilität gewährleistet. Vorsichtsmaßnahmen
bei eventuellen Konflikten mit HP-UX 10.0 |  |
Bevor Sie eine Platte mit Daten von HP-UX
9.x in einem System mit HP-UX 10.0 konfigurieren, müssen Sie
sich vergewissern, dass dies nicht zu Inkonsistenzen des Dateisystems
führt. Diese Vorsichtsmaßnahme ist notwendig,
da sich das Layout des Dateisystems von 9.x gravierend von dem Layout des 10.0-Dateisystems unterscheidet. Ältere
System- und Gerätedateien können im neueren Betriebssystem
nicht verwendet werden und führen eventuell zu schwerwiegenden
Problemen. Die Hierarchie des neuen Dateisystems basiert auf AT&T
V.4 und OSF/1. Die Struktur der Dateien und Verzeichnisse sind im HP-UX
10.0 File System Layout White Paper beschrieben. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um Inkompatibilitäten
mit HP-UX 10.0 auszuschließen: Überprüfen Sie die Dateien
auf der 9.x-Platte, und vergewissern Sie
sich, dass Sie keine Systemverzeichnisse und Strukturdateien einhängen.
Systemverzeichnisse sind beispielsweise /usr, /dev, /etc, /system, /bin und /lib. Strukturdateien sind beispielsweise die Dateien /etc/checklist und dfile. Versuchen Sie unter keinen Umständen,
Gerätedateien der Version 9.x in einem 10.x-System zu verwenden. Diese Gerätedateien können
nicht verwendet werden. Löschen Sie alle eventuell vorhandenen Systemdateien
und -verzeichnisse von der 9.x-Platte. Überprüfen Sie alle Benutzerskripts,
und stellen Sie fest, ob darin 9.x-spezifische Pfadnamen und Befehle verwendet werden,
die in 10.0 ungültig sind oder nicht unterstützt
werden. Führen Sie diese Überprüfung durch, bevor Sie
die 9.x-Platte einhängen. HP bietet mit 10.0 einige Programme an, mit denen
Sie geänderte oder nicht unterstützte Pfadnamen
leicht feststellen und korrigieren können. Diese Programme
werden mit folgenden Dateigruppen geliefert: Bei einem 10.0-System sind diese Programme im Verzeichnis /opt/upgrade/bin installiert; die Hilfeseiten dazu befinden sich
im Verzeichnis /opt/upgrade/share/man. Falls Sie die Dateigruppen für ein 9.x-System erworben haben, werden sie in den Verzeichnissen /upgrade/bin und /usr/man installiert. Schlagen Sie im Handbuch Moving HP-UX 9.x Code
and Scripts to 10.x: Using the Analysis and Conversion Tools und
auf den Hilfeseiten zur Aktualisierung nach, wenn Sie weitere Informationen
zur Vorbereitung von 9.x-Dateien für HP-UX 10.0
benötigen.
Konfiguration
einer Festplatte mit Daten |  |
Für den Zugriff auf Daten von 9.x müssen Sie möglicherweise einen
der folgenden 9.x-Plattentypen auf HP-UX 10.0 konfigurieren: Platten mit Software Disk Striping
(SDS), Serie 700. SDS wird unter HP-UX 10.0 nicht unterstützt.
Die folgenden Schritte beschreiben die sicherste Methode, 9.x-Daten von einer SDS-Platte zu importieren: Stellen Sie genau fest, welche Dateien Sie
importieren wollen. Prüfen Sie, ob in diesen Dateien Verweise auf
System- und Strukturdateien verwenden werden, und entfernen Sie
ggf. alle ungültigen Verweise. Kopieren Sie die Informationen auf eine unter 10.0 konfigurierte
Platte.
Ganze Platten, Serie 700. Prüfen Sie alle Dateien auf Verweise
auf System- und Strukturdateien (wie im vorigen Abschnitt beschrieben),
und entfernen Sie ggf. alle ungültigen Verweise. Konfigurieren Sie die Platte wie kurz im Abschnitt „Konfigurieren
unpartitionierter Platten mit Daten in Ihr System“ beschrieben.
insf erstellt die für den Zugriff auf die
ganzen Platten erforderlichen Gerätedateien. Soll die Platte
weiterhin (wie unter 9.x) als Ganzes verwendet werden, wird über
cpd auf die Daten zugegriffen.
Platten mit Hardwarepartitionen/-bereichen, Serie
800. Prüfen Sie alle Dateien auf Verweise
auf System- und Strukturdateien (wie im vorigen Abschnitt beschrieben),
und entfernen Sie ggf. alle ungültigen Verweise. Konfigurieren Sie die Platten mit den Hardwarepartitionen
wie im Abschnitt „Konfigurieren
partitionierter Platten mit Daten in Ihr System“ beschrieben.
Dabei müssen Sie mit mksf oder mknod für jeden Bereich Gerätedateien
erstellen. Sie können dann mit cpd auf die Daten in den Partitionen zugreifen.
LVM-Platten, Serie 800. Prüfen Sie alle Dateien auf Verweise
auf System- und Strukturdateien (wie im vorigen Abschnitt beschrieben),
und entfernen Sie ggf. alle ungültigen Verweise. Fügen Sie LVM-Platten für Rechner
der Serie 800 zu einem HP-UX-System 10.0 hinzu, indem Sie
die LVM-Informationen importieren, wie im Abschnitt „Konfigurieren
von LVM-Platten mit Daten in Ihr System“ beschrieben.
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