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HP-UX Konfiguration der Peripheriegeräte: HP 9000 Rechner > Kapitel 5 Konfigurieren von Platten, Plattensystemen und CD-ROM-Laufwerken

Planung der Konfiguration einer Festplatte, die bereits Daten enthält

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Technische Dokumentation

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Bei der Konfiguration einer neuen Platte in einem System der Serie 700 oder 800 behandeln SAM und insf die Platte als Ganzes; es wird eine einzige Blockgerätedatei in /dev/dsk und eine einzige Zeichengerätedatei in /dev/rdsk erstellt. Ab Version HP-UX 10.0 kann der Plattenplatz bei Systemen der Serien 700 und 800 mit Hilfe von Logical Volume Manager (LVM) unterteilt werden. Die Vorgehensweise hierzu ist im Handbuch Verwalten von Systemen und Arbeitsgruppen beschrieben.

Bei der Konfiguration einer Platte, die bereits Daten enthält, ist mit großer Sorgfalt vorzugehen, da das E/A-System hierdurch beeinflusst wird und sich das Layout des HP-UX-Dateisystems (die Position der Systemdateien und Verzeichnisse) geändert hat.

Führen Sie eine solche Konfiguration in zwei Schritten aus:

  1. Prüfen Sie zunächst, ob ein Konflikt zwischen den Daten auf der Platte und HP-UX 10.0 vorliegt, und treffen Sie ggf. geeignete Vorsichtsmaßnahmen (siehe Abschnitt „Vorsichtsmaßnahmen bei eventuellen Konflikten mit HP-UX 10.0“).

  2. Konfigurieren Sie die Platte in HP-UX 10.0.

Nachdem 9.x-Platten der Serie 700 bzw. 800 als ganze Platten bzw. mit Hardwarepartitionen konfiguriert wurden, greift HP-UX 10.0 auf diese Daten über den Pseudotreiber cpd zu, der die Kompatibilität gewährleistet.

Vorsichtsmaßnahmen bei eventuellen Konflikten mit HP-UX 10.0

Bevor Sie eine Platte mit Daten von HP-UX 9.x in einem System mit HP-UX 10.0 konfigurieren, müssen Sie sich vergewissern, dass dies nicht zu Inkonsistenzen des Dateisystems führt. Diese Vorsichtsmaßnahme ist notwendig, da sich das Layout des Dateisystems von 9.x gravierend von dem Layout des 10.0-Dateisystems unterscheidet. Ältere System- und Gerätedateien können im neueren Betriebssystem nicht verwendet werden und führen eventuell zu schwerwiegenden Problemen.

Die Hierarchie des neuen Dateisystems basiert auf AT&T V.4 und OSF/1. Die Struktur der Dateien und Verzeichnisse sind im HP-UX 10.0 File System Layout White Paper beschrieben.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um Inkompatibilitäten mit HP-UX 10.0 auszuschließen:

  1. Überprüfen Sie die Dateien auf der 9.x-Platte, und vergewissern Sie sich, dass Sie keine Systemverzeichnisse und Strukturdateien einhängen. Systemverzeichnisse sind beispielsweise /usr, /dev, /etc, /system, /bin und /lib. Strukturdateien sind beispielsweise die Dateien /etc/checklist und dfile. Versuchen Sie unter keinen Umständen, Gerätedateien der Version 9.x in einem 10.x-System zu verwenden. Diese Gerätedateien können nicht verwendet werden. Löschen Sie alle eventuell vorhandenen Systemdateien und -verzeichnisse von der 9.x-Platte.

  2. Überprüfen Sie alle Benutzerskripts, und stellen Sie fest, ob darin 9.x-spezifische Pfadnamen und Befehle verwendet werden, die in 10.0 ungültig sind oder nicht unterstützt werden. Führen Sie diese Überprüfung durch, bevor Sie die 9.x-Platte einhängen.

    HP bietet mit 10.0 einige Programme an, mit denen Sie geänderte oder nicht unterstützte Pfadnamen leicht feststellen und korrigieren können. Diese Programme werden mit folgenden Dateigruppen geliefert:

    • Upgrade.UPG-ANALYSIS

    • Upgrade.UPG-MAN

    Bei einem 10.0-System sind diese Programme im Verzeichnis /opt/upgrade/bin installiert; die Hilfeseiten dazu befinden sich im Verzeichnis /opt/upgrade/share/man. Falls Sie die Dateigruppen für ein 9.x-System erworben haben, werden sie in den Verzeichnissen /upgrade/bin und /usr/man installiert.

    Schlagen Sie im Handbuch Moving HP-UX 9.x Code and Scripts to 10.x: Using the Analysis and Conversion Tools und auf den Hilfeseiten zur Aktualisierung nach, wenn Sie weitere Informationen zur Vorbereitung von 9.x-Dateien für HP-UX 10.0 benötigen.

Konfiguration einer Festplatte mit Daten

Für den Zugriff auf Daten von 9.x müssen Sie möglicherweise einen der folgenden 9.x-Plattentypen auf HP-UX 10.0 konfigurieren:

  • Platten mit Software Disk Striping (SDS), Serie 700. SDS wird unter HP-UX 10.0 nicht unterstützt. Die folgenden Schritte beschreiben die sicherste Methode, 9.x-Daten von einer SDS-Platte zu importieren:

    1. Stellen Sie genau fest, welche Dateien Sie importieren wollen.

    2. Prüfen Sie, ob in diesen Dateien Verweise auf System- und Strukturdateien verwenden werden, und entfernen Sie ggf. alle ungültigen Verweise.

    3. Kopieren Sie die Informationen auf eine unter 10.0 konfigurierte Platte.

  • Ganze Platten, Serie 700.

    1. Prüfen Sie alle Dateien auf Verweise auf System- und Strukturdateien (wie im vorigen Abschnitt beschrieben), und entfernen Sie ggf. alle ungültigen Verweise.

    2. Konfigurieren Sie die Platte wie kurz im Abschnitt „Konfigurieren unpartitionierter Platten mit Daten in Ihr System“ beschrieben. insf erstellt die für den Zugriff auf die ganzen Platten erforderlichen Gerätedateien. Soll die Platte weiterhin (wie unter 9.x) als Ganzes verwendet werden, wird über cpd auf die Daten zugegriffen.

  • Platten mit Hardwarepartitionen/-bereichen, Serie 800.

    1. Prüfen Sie alle Dateien auf Verweise auf System- und Strukturdateien (wie im vorigen Abschnitt beschrieben), und entfernen Sie ggf. alle ungültigen Verweise.

    2. Konfigurieren Sie die Platten mit den Hardwarepartitionen wie im Abschnitt „Konfigurieren partitionierter Platten mit Daten in Ihr System“ beschrieben. Dabei müssen Sie mit mksf oder mknod für jeden Bereich Gerätedateien erstellen. Sie können dann mit cpd auf die Daten in den Partitionen zugreifen.

  • LVM-Platten, Serie 800.

    1. Prüfen Sie alle Dateien auf Verweise auf System- und Strukturdateien (wie im vorigen Abschnitt beschrieben), und entfernen Sie ggf. alle ungültigen Verweise.

    2. Fügen Sie LVM-Platten für Rechner der Serie 800 zu einem HP-UX-System 10.0 hinzu, indem Sie die LVM-Informationen importieren, wie im Abschnitt „Konfigurieren von LVM-Platten mit Daten in Ihr System“ beschrieben.

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