Bevor Sie eine Platte aus einem
System aus- und in eine andere einbauen, müssen
Sie die Konfiguration der Platte im Originalsystem genau notieren.
Notieren Sie die folgenden Ausgabeinformationen:
bdf - die Informationen dazu, welche Dateisysteme
eingehängt sind.
/etc/fstab - die Informationen zu den zum Startzeitpunkt
eingehängten Dateisystemen. (Wenn die Platte von einem
9.x-System übernommen wird, lautete der Name
der entsprechenden Datei /etc/checklist. Wenn die übernommene Platte partitioniert
ist, bietet /etc/checklist die einzige Möglichkeit
festzustellen, welche Partitionen (Bereiche) verwendet werden.)
swapinfo - Informationen zum Swap-Bereich für
Geräte und für das Dateisystem auf der Platte.
Wenn die Platte für eine Datenbank verwendet
wird, notieren Sie die Informationen aus der Konfigurationsdatei
der Datenbank.
Sichern Sie die Daten auf der Platte. Hinweise hierzu
finden Sie im Abschnitt “Sichern von Daten” im
Handbuch Verwalten von Systemen und Arbeitsgruppen.
Notieren Sie die aktuelle Plattenkonfiguration des Systems
zum späteren Vergleich:
/usr/sbin/ioscan -fun -C disk
Stellen Sie fest, ob die aktuelle Konfiguration den
Gerätetreiber für die Kommunikation mit der zu
konfigurierenden Platte enthält. Schlagen Sie die erforderlichen
Informationen zu kompatiblen Platten, Gerätetreibern und
Schnittstellen im Abschnitt „Auswählen
von Gerätetreibern für Platten und Plattenschnittstellen“ nach. Wenn einer der erforderlichen Treiber nicht im Systemkern
enthalten ist, müssen Sie den Systemkern neu erstellen,
um den Treiber einzubinden. Führen Sie hierzu die folgenden
Schritte aus:
Wechseln
Sie in das Verzeichnis /stand/build. Starten Sie in diesem Verzeichnis mit dem folgenden
Befehl das Skript system_prep zur Vorbereitung des Systems. system_prep schreibt eine Systemdatei anhand des aktuellen
Systemkerns in Ihr aktuelles Verzeichnis (im Beispiel unten wird
die Datei /stand/build/system erstellt). Über die Option -v kann während der Ausführung
des Skripts ein Erläuterungstext zu den ausgeführten
Aktionen angezeigt werden.
cd /stand/build /usr/lbin/sysadm/system_prep -v -s system
Bearbeiten Sie die Datei /stand/build/system, und fügen Sie den bzw. die fehlenden
Treiber durch Aufrufen des Befehls kmsystem hinzu. Mit der Option -c Y geben Sie an, dass der Treibername im System zu
konfigurieren ist.
/usr/sbin/kmsystem -S /stand/build/system -c Y Treibername
HINWEIS: Zur Vermeidung von Formatfehlern bearbeiten Sie die
Systembeschreibungsdateien von HP-UX nicht direkt. Verwenden
Sie stattdessen die Befehle kmsystem und kmtune. Diese Befehle sind in Version 11.00 neu; siehe
die Befehle kmsystem(1M) und kmtune(1M) auf
den HP-UX Hilfeseiten.
Geben Sie den Befehl mk_kernel ein, um den Systemkern neu zu erstellen. Dieser
Befehl erstellt den Systemkern /stand/build/vmunix_test, mit dem Sie anschließend die gewünschten
Funktionen testen können.
/usr/sbin/mk_kernel -s /stand/build/system
Sichern Sie die alte Version der Systemdatei, indem
Sie diese an eine andere Position verschieben. Verschieben Sie dann
die neue Systemdatei an die richtige Position.
Bereiten Sie einen erneuten Systemstart durch Aufrufen
des Befehls kmupdate vor. Dadurch wird ein Flag gesetzt, durch das
das System beim erneuten Starten den neuen Systemkern verwendet.
/usr/sbin/kmupdate
Führen Sie einen Systemabschluss durch, und
bauen Sie das Plattenlaufwerk ein.
Schalten Sie alle Peripheriegeräte wieder ein.
Warten Sie, bis diese Geräte betriebsbereit sind, und schalten
Sie dann erst die Systemeinheit ein.
Beim Starten des Systems erkennt HP-UX das neue Laufwerk
und ordnet es dem entsprechenden Gerätetreiber zu. insf erstellt eine Zeichen- und eine Blockgerätedatei,
die zur Kommunikation mit der gesamten Platte erforderlich sind.
Geben Sie erneut den Befehl /usr/sbin/ioscan -fun -C disk ein, um die Konfiguration des Plattenlaufwerks
zu überprüfen und die Gerätedateien für
die gesamte Platte (/dev/[r]dsk/c#t#d#) anzuzeigen.
Verwenden Sie den Befehl mksf, um Gerätedateien für jeden
einzelnen verwendeten Bereich auf der Platte zu erstellen. (Die
Informationen zu den einzelnen Bereichen entnehmen Sie dem Ausdruck
der Datei /etc/checklist.)
Ab Version HP-UX 10.0 wurden die Bereiche 2 und 0 vertauscht: s0 kennzeichnet jetzt die gesamte Platte; s2 kennzeichnet den Bereich der Platte, der zuvor
durch s0 angegeben wurde. Da diese Plattenbereiche unter 10.0
nur bedingt unterstützt werden, sollten Sie Informationen
zur Geometrie der Plattenunterteilung in der älteren Dokumentation
bzw. einer älteren Version von /etc/disktab nachschlagen.
Beispiel:
/sbin/mksf -C disk [ -H Hardwarepfad -I Nummer ] -s Bereichsnummer /sbin/mksf -C disk [ -H Hardwarepfad -I Nummer ] -r -s Bereichsnummer
Führen Sie /usr/sbin/ioscan -fun -HHardwarepfad aus, um zu überprüfen, ob die Gerätedateien
erstellt wurden.