Sichern Sie die Daten auf der Platte. Hinweise
hierzu finden Sie im Abschnitt “Sichern von Daten” im
Handbuch Verwalten von Systemen und Arbeitsgruppen.
Hängen Sie alle auf der LVM-Platte vorhandenen
Dateisysteme mit dem Befehl umount aus.
Inaktivieren Sie die Datenträgergruppe der
Platte mit dem Befehl vgchange.
Entfernen Sie die Datenträgergruppe der Platte
aus der aktuellen Konfiguration, und bereiten Sie den Export der
Platte mit dem Befehl vgexport vor. Mit der Option -m wird eine Zuordnungsdatei (mapfile) erstellt, in der die Namen der logischen Datenträger
in der Datenträgergruppe notiert sind.
/usr/sbin/umount /dev/vg01/lvol1 /usr/sbin/vgchange -a n /dev/vg01 /usr/sbin/vgexport -m mapfile /dev/vg01 |
Kopieren Sie mapfile auf das neue System, an das die Platte angeschlossen
wird. Bei einem System mit Netzwerkanschluss können Sie
hierzu die Befehle rcp oder ftp verwenden.
Notieren Sie die aktuelle Plattenkonfiguration
des Systems zum späteren Vergleich.
/usr/sbin/ioscan -fun -C disk |
Stellen Sie fest, ob die aktuelle Konfiguration den
Gerätetreiber für die Kommunikation mit der zu
konfigurierenden Platte enthält. Wenn einer der benötigten
Gerätetreiber nicht im Systemkern enthalten ist, müssen Sie
den Treiber einbinden und den Systemkern neu erstellen. Führen
Sie hierzu die folgenden Schritte aus:
Wechseln
Sie in das Verzeichnis /stand/build. Starten Sie in diesem Verzeichnis mit dem folgenden
Befehl das Skript system_prep zur Vorbereitung des Systems. Dieses Skript extrahiert
die Systemdatei aus den aktuellen Systemkerndaten und schreibt
sie in Ihr aktuelles Verzeichnis (im Beispiel unten wird die Datei /stand/build/system erstellt). Über die Option -v kann während der Ausführung
des Skripts ein Erläuterungstext zu den ausgeführten
Aktionen angezeigt werden.
cd /stand/build /usr/lbin/sysadm/system_prep -v -s system |
Bearbeiten Sie die Datei /stand/build/system, und fügen Sie den bzw. die fehlenden
Treiber durch Aufrufen des Befehls kmsystem hinzu. Mit der Option -c Y geben Sie an, dass der Treibername im System zu
konfigurieren ist.
/usr/sbin/kmsystem -S /stand/build/system -c Y Treibername |
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 | HINWEIS: Zur Vermeidung von Formatfehlern bearbeiten Sie die
Systembeschreibungsdateien von HP-UX nicht direkt. Verwenden
Sie stattdessen die Befehle kmsystem und kmtune. Diese Befehle sind in Version 11.0 neu; siehe
die Befehle kmsystem(1M) und kmtune(1M) auf
den HP-UX Hilfeseiten. |
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Geben Sie den Befehl mk_kernel ein, um den Systemkern neu zu erstellen. Dieser
Befehl erstellt den Systemkern /stand/build/vmunix_test, mit dem Sie anschließend die gewünschten
Funktionen testen können.
/usr/sbin/mk_kernel -s /stand/build/system |
Sichern Sie die alte Version der Systemdatei, indem
Sie diese an eine andere Position verschieben. Verschieben Sie dann
die neue Systemdatei an die richtige Position.
mv /stand/system /stand/system.prev mv /stand/build/system /stand/system |
Bereiten Sie einen erneuten Systemstart durch Aufrufen
des Befehls kmupdate vor. Dadurch wird ein Flag gesetzt, durch das
das System beim erneuten Starten den neuen Systemkern verwendet.
Führen Sie einen Systemabschluss durch, und
bauen Sie das Plattenlaufwerk ein.
Schalten Sie alle Peripheriegeräte wieder ein.
Warten Sie, bis diese Geräte betriebsbereit sind, und schalten
Sie dann erst die Systemeinheit ein.
Beachten Sie die Meldungen beim Systemstart, und notieren
Sie den Namen der Blockgerätedatei, die für die
neue LVM-Platte erstellt wurde.
Sie können die Informationen zur Platte auch mit
dem Befehl ioscan abrufen. /usr/sbin/ioscan -fn -C disk zeigt alle Platten und die ihnen zugeordneten
Gerätedateien an. Sie können auch den Befehl /usr/sbin/ioscan -H Hardwarepfad -fn verwenden, um die Platte anhand ihrer Position
anzuzeigen.
Überprüfen Sie Ihr aktuelles System,
und listen Sie alle Platten anhand ihrer Datenträgergruppen
auf.
Erstellen Sie ein Verzeichnis für die Datenträgergruppe,
zu der die neue LVM-Platte gehören soll. Der Name einer
neuen Datenträgergruppe könnte beispielsweise vg06 lauten.
Vergewissern Sie sich, dass Sie eine Minor-Nummer für
die neue Datei group erstellen. Erstellen Sie anschließend
eine Zeichengerätedatei für die neue Datei group der neuen Datenträgergruppe. Die Zeichen-Major-Nummer
für LVM lautet 64. In der Minor-Nummer muss n im Bereich von 0 und 9 liegen, da die maximale Anzahl von Datenträgergruppen
in einem System standardmäßig zehn beträgt.
Sie können diese Anzahl erhöhen, indem Sie den
Betriebssystemparameter maxvgs in /usr/conf/master.d/core-hpux ändern oder diese Änderung mit
SAM durchführen.
ll /dev/*/group mknod /dev/vg06/group c 64 0x0n0000 |
Importieren Sie die LVM-Platte in das aktuelle System.
Geben Sie dabei den beim Systemstart notierten Namen der Gerätedatei
und den Namen der mapfile an, die zu Beginn dieser Prozedur mit vgexport erstellt wurde. Mit der Option -p können Sie vorab feststellen, welche
Auswirkung dieses Importieren hat.
vgimport -pv -m mapfile /dev/vg06 Blockgerätedatei vgimport -v -m mapfile /dev/vg06 Blockgerätedatei |
Mit dem Befehl vgimport wird der Name der Datenträgergruppe zur Datei /etc/lvmtab hinzugefügt. Außerdem werden
die Namen der Gerätedateien, die den logischen Datenträgern
der Datenträgergruppe zugeordnet sind, zum System hinzugefügt.
Aktivieren Sie die neue Datenträgergruppe.
/usr/sbin/vgchange -a y /dev/vg06 |
Hängen Sie die logischen Datenträger
an den entsprechenden neuen Einhängepunkten ein. Weitere
Informationen zum Ein- und Aushängen finden Sie im Handbuch Verwalten
von Systemen und Arbeitsgruppen.
mkdir /neue_Position mount /dev/vg06/lvol1 /neue_Position |