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HP-UX Konfiguration der Peripheriegeräte: HP 9000 Rechner > Kapitel 5 Konfigurieren von Platten, Plattensystemen und CD-ROM-Laufwerken

Konfigurieren von LVM-Platten mit Daten in Ihr System

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Technische Dokumentation

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HINWEIS: Diese Vorgehensweise gilt für die Konfiguration von Serie-800-spezifischen LVM-Platten in HP-UX 10.0. Bevor Sie fortfahren, vergewissern Sie sich, dass Sie den Abschnitt „Planung der Konfiguration einer Festplatte, die bereits Daten enthält “ gelesen und die in „Vorsichtsmaßnahmen bei eventuellen Konflikten mit HP-UX 10.0“ beschriebenen Aktionen ausgeführt haben.
  1. Sichern Sie die Daten auf der Platte. Hinweise hierzu finden Sie im Abschnitt “Sichern von Daten” im Handbuch Verwalten von Systemen und Arbeitsgruppen.

  2. Hängen Sie alle auf der LVM-Platte vorhandenen Dateisysteme mit dem Befehl umount aus.

  3. Inaktivieren Sie die Datenträgergruppe der Platte mit dem Befehl vgchange.

  4. Entfernen Sie die Datenträgergruppe der Platte aus der aktuellen Konfiguration, und bereiten Sie den Export der Platte mit dem Befehl vgexport vor. Mit der Option -m wird eine Zuordnungsdatei (mapfile) erstellt, in der die Namen der logischen Datenträger in der Datenträgergruppe notiert sind.

    /usr/sbin/umount /dev/vg01/lvol1
    /usr/sbin/vgchange -a n /dev/vg01
    /usr/sbin/vgexport -m mapfile /dev/vg01
  5. Kopieren Sie mapfile auf das neue System, an das die Platte angeschlossen wird. Bei einem System mit Netzwerkanschluss können Sie hierzu die Befehle rcp oder ftp verwenden.

  6. Notieren Sie die aktuelle Plattenkonfiguration des Systems zum späteren Vergleich.

    /usr/sbin/ioscan -fun -C disk
  7. Stellen Sie fest, ob die aktuelle Konfiguration den Gerätetreiber für die Kommunikation mit der zu konfigurierenden Platte enthält. Wenn einer der benötigten Gerätetreiber nicht im Systemkern enthalten ist, müssen Sie den Treiber einbinden und den Systemkern neu erstellen. Führen Sie hierzu die folgenden Schritte aus:

    1. Wechseln Sie in das Verzeichnis /stand/build. Starten Sie in diesem Verzeichnis mit dem folgenden Befehl das Skript system_prep zur Vorbereitung des Systems. Dieses Skript extrahiert die Systemdatei aus den aktuellen Systemkerndaten und schreibt sie in Ihr aktuelles Verzeichnis (im Beispiel unten wird die Datei /stand/build/system erstellt). Über die Option -v kann während der Ausführung des Skripts ein Erläuterungstext zu den ausgeführten Aktionen angezeigt werden.

      cd /stand/build
      /usr/lbin/sysadm/system_prep -v -s system
    2. Bearbeiten Sie die Datei /stand/build/system, und fügen Sie den bzw. die fehlenden Treiber durch Aufrufen des Befehls kmsystem hinzu. Mit der Option -c Y geben Sie an, dass der Treibername im System zu konfigurieren ist.

      /usr/sbin/kmsystem -S /stand/build/system -c Y Treibername
      HINWEIS: Zur Vermeidung von Formatfehlern bearbeiten Sie die Systembeschreibungsdateien von HP-UX nicht direkt. Verwenden Sie stattdessen die Befehle kmsystem und kmtune. Diese Befehle sind in Version 11.0 neu; siehe die Befehle kmsystem(1M) und kmtune(1M) auf den HP-UX Hilfeseiten.
    3. Geben Sie den Befehl mk_kernel ein, um den Systemkern neu zu erstellen. Dieser Befehl erstellt den Systemkern /stand/build/vmunix_test, mit dem Sie anschließend die gewünschten Funktionen testen können.

      /usr/sbin/mk_kernel -s /stand/build/system
    4. Sichern Sie die alte Version der Systemdatei, indem Sie diese an eine andere Position verschieben. Verschieben Sie dann die neue Systemdatei an die richtige Position.

      mv /stand/system /stand/system.prev
      mv /stand/build/system /stand/system
    5. Bereiten Sie einen erneuten Systemstart durch Aufrufen des Befehls kmupdate vor. Dadurch wird ein Flag gesetzt, durch das das System beim erneuten Starten den neuen Systemkern verwendet.

      /usr/sbin/kmupdate
  8. Führen Sie einen Systemabschluss durch, und bauen Sie das Plattenlaufwerk ein.

  9. Schalten Sie alle Peripheriegeräte wieder ein. Warten Sie, bis diese Geräte betriebsbereit sind, und schalten Sie dann erst die Systemeinheit ein.

  10. Beachten Sie die Meldungen beim Systemstart, und notieren Sie den Namen der Blockgerätedatei, die für die neue LVM-Platte erstellt wurde.

    Sie können die Informationen zur Platte auch mit dem Befehl ioscan abrufen. /usr/sbin/ioscan -fn -C disk zeigt alle Platten und die ihnen zugeordneten Gerätedateien an. Sie können auch den Befehl /usr/sbin/ioscan -H Hardwarepfad -fn verwenden, um die Platte anhand ihrer Position anzuzeigen.

  11. Überprüfen Sie Ihr aktuelles System, und listen Sie alle Platten anhand ihrer Datenträgergruppen auf.

    /usr/sbin/vgscan -v
  12. Erstellen Sie ein Verzeichnis für die Datenträgergruppe, zu der die neue LVM-Platte gehören soll. Der Name einer neuen Datenträgergruppe könnte beispielsweise vg06 lauten.

    mkdir /dev/vg06
  13. Vergewissern Sie sich, dass Sie eine Minor-Nummer für die neue Datei group erstellen. Erstellen Sie anschließend eine Zeichengerätedatei für die neue Datei group der neuen Datenträgergruppe. Die Zeichen-Major-Nummer für LVM lautet 64. In der Minor-Nummer muss n im Bereich von 0 und 9 liegen, da die maximale Anzahl von Datenträgergruppen in einem System standardmäßig zehn beträgt. Sie können diese Anzahl erhöhen, indem Sie den Betriebssystemparameter maxvgs in /usr/conf/master.d/core-hpux ändern oder diese Änderung mit SAM durchführen.

    ll /dev/*/group
    mknod /dev/vg06/group c 64 0x0n0000
  14. Importieren Sie die LVM-Platte in das aktuelle System. Geben Sie dabei den beim Systemstart notierten Namen der Gerätedatei und den Namen der mapfile an, die zu Beginn dieser Prozedur mit vgexport erstellt wurde. Mit der Option -p können Sie vorab feststellen, welche Auswirkung dieses Importieren hat.

    vgimport -pv -m mapfile /dev/vg06 Blockgerätedatei
    vgimport -v -m mapfile /dev/vg06 Blockgerätedatei

    Mit dem Befehl vgimport wird der Name der Datenträgergruppe zur Datei /etc/lvmtab hinzugefügt. Außerdem werden die Namen der Gerätedateien, die den logischen Datenträgern der Datenträgergruppe zugeordnet sind, zum System hinzugefügt.

  15. Aktivieren Sie die neue Datenträgergruppe.

    /usr/sbin/vgchange -a y /dev/vg06
  16. Hängen Sie die logischen Datenträger an den entsprechenden neuen Einhängepunkten ein. Weitere Informationen zum Ein- und Aushängen finden Sie im Handbuch Verwalten von Systemen und Arbeitsgruppen.

    mkdir /neue_Position
    mount /dev/vg06/lvol1 /neue_Position
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