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HP-UX Konfiguration der Peripheriegeräte: HP 9000 Rechner > Kapitel 6 Konfigurieren von magnetooptischen Platten

Richtlinien für die Konfiguration von magnetooptischen Plattenbibliotheken

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Technische Dokumentation

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Dieser Abschnitt enthält Informationen zur Konfiguration einer magnetooptischen Plattenbibliothek. Wenn Sie eine einzelne magnetooptische Platte konfigurieren, sehen Sie im Abschnitt „Richtlinien für die Konfiguration von magnetooptischen Platten“ nach.

In Tabelle 6-3, „Magnetooptische Plattenbibliotheken: Voraussetzungen für die Konfiguration“ sind die Gerätetreiber aufgelistet, die zur Konfiguration einer magnetooptischen Plattenbibliothek an einer SCSI-Schnittstelle (Single-Ended) für jede unterstützte Architektur benötigt werden.

Tabelle 6-3 Magnetooptische Plattenbibliotheken: Voraussetzungen für die Konfiguration

Architektur

Schnittstellenkarte

Schnittstellen-/ Gerätetreiber

Standardgerätedateien

Serie 700[1]
(Nur integr. E/A)

(intern)

ssrfc[2]
schgr sdisk[3]

/dev/[r]ac/c#t#d#_#[a|b][4]

Serie 800 CIO[5]

27147A

scsi2[5]

ssrfc[2]
autox0

disc3
[6]

(wie oben)

Serie 800 HP-PB[1]

28655A

scsi1[7]

ssrfc[2]
autox0
disc3[6]

(wie oben)

[1] Die folgenden optischen Platten können an HP-PB-Bussen für eine SCSI-Schnittstelle (Single-Ended) (nur Kern-E/A) in einem Rechner der Serie 700 oder Serie 800 konfiguriert werden: C1100A, (C1150A), (C1160A), (C1170A), C1700C/T, C1704A/C/T, C1705A/C/T, C1708C/T. (Die in Klammern angegebenen Modelle sind veraltet und nur zur Referenz angegeben.)

[2] Platten in einer optischen Plattenbibliothek müssen über den Treiber ssrfc angesprochen werden; ein direkter Zugriff über den SCSI-Treiber (sdisk oder disc3) ist nicht möglich. Siehe auch autochanger (7).

[3] schgr oder sdisk bewirkt, dass sctl, c700 und wsio automatisch in den Systemkern einbezogen werden.

[4] c#t#d# ist aus der Ausgabe von ioscan abgeleitet: c# steht dabei für die Nummer der Schnittstellenkarte (innerhalb dieser Klasse), an die das Laufwerk angeschlossen ist. t# ist die Adresse des Geräts an der Schnittstelle, d# ist die Einheitennummer des Geräts. #[a|b] gibt die Nummer der Platte im Plattenstapel und die Seite der Platte an.

[5] scsi2 bewirkt, dass cio_ca0 automatisch in den Systemkern einbezogen wird.

[6] disc3 bewirkt, dass target automatisch in den Systemkern einbezogen wird.

[7] scsi1 bewirkt, dass sio, pfail und pa automatisch in den Systemkern einbezogen werden.

 

Konfigurieren von HP-UX für eine magnetooptische Plattenbibliothek

Die einfachste Möglichkeit, eine magnetooptische Plattenbibliothek zu konfigurieren, ist die Verwendung von SAM (/usr/sbin/sam). Wenn SAM auf Ihrem System nicht geladen ist oder Sie lieber die Befehlszeile verwenden, gehen Sie anhand der folgenden Anleitungen vor. Machen Sie sich mit diesen Anleitungen vertraut, bevor Sie die Konfiguration durchführen.

  1. Starten Sie /usr/sbin/ioscan -fn auf Ihrem Host-Rechner, und stellen Sie fest, welche Adressen an der SCSI-Schnittstellenkarte, an die Sie die optische Plattenbibliothek anschließen wollen, zur Verfügung stehen.

    Beachten Sie folgende Richtlinien zu “Single-Ended” SCSI-Schnittstellen:

    • Für jede Host-Adapterkarte stehen sieben SCSI-Adressen (6-0) in absteigender Priorität zur Verfügung; Adresse 7 ist für den Host-Adapter reserviert.

    • Die optischen Plattenbibliotheksysteme (C11x0A und C17xxA/C/T) verwenden bis zu fünf SCSI-Adressen - eine für jedes magnetooptische Plattenlaufwerk und eine für den Autowechsler-Mechanismus.

    • Die maximale Länge der Kabel an einem SCSI-Bus (Single-Ended) beträgt sechs Meter.

  2. Führen Sie anhand der Anleitungen in der Hardwaredokumentation folgende Schritte durch:

    • Bauen Sie das Plattenbibliotheksystem physisch auf (vom Host-System getrennt).

    • Ordnen Sie jedem Plattenlaufwerk und dem Autowechsler eine eindeutige SCSI-Adresse zu, und notieren Sie diese Informationen.

    • Führen Sie die empfohlenen Tests durch.

  3. In Tabelle 6-3, „Magnetooptische Plattenbibliotheken: Voraussetzungen für die Konfiguration“ finden Sie eine Liste der Gerätetreiber, die für die magnetooptische Plattenbibliothek und die Schnittstelle benötigt werden. Falls einer der benötigten statischen Gerätetreiber nicht im Systemkern enthalten ist, müssen Sie den Systemkern neu erstellen und den Treiber einbinden. Gehen Sie hierbei wie folgt vor:

    1. Wechseln Sie in das Verzeichnis /stand/build. Starten Sie mit dem folgenden Befehl das Skript system_prep zur Vorbereitung des Systems. Dieses Skript extrahiert die Systemdatei aus den aktuellen Systemkerndaten und schreibt sie in Ihr aktuelles Verzeichnis (im Beispiel unten wird die Datei /stand/build/system erstellt). Über die Option -v kann während der Ausführung des Skripts ein Erläuterungstext zu den ausgeführten Aktionen angezeigt werden.

      cd /stand/build
      /usr/lbin/sysadm/system_prep -v -s system
    2. Bearbeiten Sie die Datei /stand/build/system, und fügen Sie den bzw. die fehlenden Treiber durch Aufrufen des Befehls kmsystem hinzu. Mit der Option -c Y geben Sie an, dass der Treibername im System zu konfigurieren ist.

      /usr/sbin/kmsystem -S /stand/build/system -c Y Treibername
      HINWEIS: Zur Vermeidung von Formatfehlern bearbeiten Sie die Systembeschreibungsdateien von HP-UX nicht direkt. Verwenden Sie stattdessen die Befehle kmsystem und kmtune. Diese Befehle sind in Version 11.00 neu; siehe die Befehle kmsystem(1M) und kmtune(1M) auf den HP-UX Hilfeseiten.
    3. Geben Sie den Befehl mk_kernel ein, um den Systemkern neu zu erstellen. Dieser Befehl erstellt den Systemkern /stand/build/vmunix_test, mit dem Sie anschließend die gewünschten Funktionen testen können.

      /usr/sbin/mk_kernel -s /stand/build/system
    4. Sichern Sie die alte Version der Systemdatei, indem Sie diese an eine andere Position verschieben. Verschieben Sie dann die neue Systemdatei an die richtige Position.

      mv /stand/system /stand/system.prev
      mv /stand/build/system /stand/system
    5. Bereiten Sie einen erneuten Systemstart durch Aufrufen des Befehls kmupdate vor. Dadurch wird eine Markierung aktiviert, durch die das System beim erneuten Starten den neuen Systemkern verwendet.

      /usr/sbin/kmupdate
  4. Benachrichtigen Sie die Benutzer, dass zum Konfigurieren der optischen Plattenbibliothek ein Systemabschluss durchgeführt wird. Sie können den Befehl wall und/oder die interaktiven Möglichkeiten des Befehls shutdown verwenden, um vor dem Systemabschluss eine Rundspruchmeldung an die Benutzer zu senden. (Hinweise hierzu finden Sie unter wall(1M) oder shutdown(1M) auf den HP-UX Hilfeseiten.)

  5. Stoppen Sie das System mit dem Befehl shutdown.

  6. Schalten Sie zunächst alle Peripheriegeräte und anschließend die Systemeinheit aus.

  7. Schließen Sie die optische Plattenbibliothek an das Host-System an; die Vorgehensweise hierzu sowie die Verkabelung sind in der Hardwaredokumentation beschrieben. Vergewissern Sie sich, dass das letzte Gerät in der SCSI-Kette mit einem Abschlusswiderstand ausgestattet ist.

  8. Schalten Sie alle Peripheriegeräte einschließlich der optischen Plattenbibliothek wieder ein. Warten Sie, bis diese Geräte betriebsbereit sind, und schalten Sie dann erst die Systemeinheit ein.

    Beim Starten des Systems erkennt HP-UX die optische Plattenbibliothek und ordnet sie den entsprechenden Gerätetreibern zu. Außerdem erstellt insf die Zeichen- und Blockgerätedateien (/dev), die zur Kommunikation mit den einzelnen Seiten der optischen Plattenbibliothek erforderlich sind. Standardmäßig erstellt insf die Gerätedateien für 32 optische Platten (64 Gerätedateien für die einzelnen Seiten plus eine Gerätedatei für den Autowechsler).

    Wenn Sie eine magnetooptische Plattenbibliothek mit höherer Kapazität konfigurieren, müssen Sie für die weiteren freien Plätze weitere Gerätedateien erstellen. Geben Sie hierzu den folgenden Befehl ein:

    /usr/sbin/insf -e -p <erste_optische_Platte:letzte_optische_Platte> \
    -H <Hardwarepfad>
  9. Überprüfen Sie die Konfiguration mit dem Befehl ioscan an der Adresse, für die die optische Plattenbibliothek konfiguriert wurde.

    Wie in der Ausgabe für einen Rechner der Serie 700 gezeigt, enthält die Ausgabe für einen magnetooptischen Autowechsler zwei Einträge: einen für den Autowechsler-Mechanismus (in diesem Fall C1708C) und einen für den Plattenmechanismus (C1716C). Für jeden Eintrag gibt es eine eigene Gruppe von Block- und Zeichengerätedateien.

    /usr/sbin/ioscan -H 2/0/1 -fn
    Class I H/W Path Driver S/W State H/W Type Description
    =========================================================================
    ...
    ext_bus 0 2/0/1 c700 CLAIMED INTERFACE Built-in SCSI
    target 2 2/0/1.0 target CLAIMED DEVICE
    autoch 0 2/0/1.0.0 schgr CLAIMED DEVICE HP C1708C
    /dev/ac/c0t0d0_10a /dev/rac/c0t0d0_10a
    /dev/ac/c0t0d0_10b /dev/rac/c0t0d0_10b
    /dev/ac/c0t0d0_11a /dev/rac/c0t0d0_11a
    /dev/ac/c0t0d0_11b /dev/rac/c0t0d0_11b
    /dev/ac/c0t0d0_12a /dev/rac/c0t0d0_12a
    ...
    /dev/ac/c0t0d0_31b /dev/rac/c0t0d0_31b
    /dev/ac/c0t0d0_32a /dev/rac/c0t0d0_32a
    /dev/ac/c0t0d0_32b /dev/rac/c0t0d0_32b
    /dev/rac/c0t0d0

    /usr/sbin/ioscan -H 2/0/1.1.0 -fn
    Class I H/W Path Driver S/W State H/W Type Description
    =========================================================================
    disk 0 2/0/1.1.0 sdisk CLAIMED DEVICE HP C1716C
    /dev/dsk/c0t1d0 /dev/rdsk/c0t1d0
    ...
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