 |
» |
|
|
 |
Die einfachste Möglichkeit, ein Bandlaufwerk zu konfigurieren,
ist die Verwendung von SAM (/usr/sbin/sam). Wenn SAM auf Ihrem System nicht geladen ist
oder Sie lieber die Befehlszeile verwenden, folgen Sie diesen Anleitungen.
Machen Sie sich mit diesen Anleitungen vertraut, bevor Sie die Konfiguration
durchführen. Starten Sie /usr/sbin/ioscan -fn, und stellen Sie fest, welche Adressen auf der
Schnittstellenkarte, an die Sie das Bandlaufwerk anschließen wollen,
zur Verfügung stehen. Beispiele für die Verwendung von ioscan finden Sie im Abschnitt „Anzeigen
der Systemkonfiguration mit ioscan “. Stellen Sie fest, welche Gerätetreiber für
das Laufwerk und die Schnittstelle benötigt werden. Falls
einer der benötigten statischen Gerätetreiber
nicht im Systemkern enthalten ist, müssen Sie den Systemkern
neu erstellen und den Treiber einbinden. Wechseln
Sie in das Verzeichnis /stand/build. Starten Sie in diesem Verzeichnis mit dem folgenden
Befehl das Skript system_prep zur Vorbereitung des Systems. Dieses Skript extrahiert
die Systemdatei aus den aktuellen Systemkerndaten und schreibt
sie in Ihr aktuelles Verzeichnis (im Beispiel unten wird die Datei /stand/build/system erstellt). Über die Option -v kann während der Ausführung
des Skripts ein Erläuterungstext zu den ausgeführten
Aktionen angezeigt werden. cd /stand/build /usr/lbin/sysadm/system_prep -v -s system |
Bearbeiten Sie die Datei /stand/build/system, und fügen Sie den bzw. die fehlenden
Treiber durch Aufrufen des Befehls kmsystem hinzu. Mit der Option -c Y geben Sie an, dass der Treibername im System zu
konfigurieren ist. /usr/sbin/kmsystem -S /stand/build/system -c Y Treibername |
 |  |  |  |  | HINWEIS: Zur Vermeidung von Formatfehlern bearbeiten Sie die
Systembeschreibungsdateien von HP-UX nicht direkt. Verwenden
Sie stattdessen die Befehle kmsystem und kmtune. Diese Befehle sind in Version 11.00 neu; siehe
die Befehle kmsystem(1M) und kmtune(1M) auf
den HP-UX Hilfeseiten. |  |  |  |  |
Geben Sie den Befehl mk_kernel ein, um den Systemkern neu zu erstellen. Dieser
Befehl erstellt den Systemkern /stand/build/vmunix_test, mit dem Sie anschließend die gewünschten
Funktionen testen können. /usr/sbin/mk_kernel -s /stand/build/system |
Sichern Sie die alte Version der Systemdatei, indem
Sie diese an eine andere Position verschieben. Verschieben Sie dann
die neue Systemdatei an die richtige Position. mv /stand/system /stand/system.prev mv /stand/build/system /stand/system |
Bereiten Sie einen erneuten Systemstart durch Aufrufen
des Befehls kmupdate vor. Dadurch wird eine Markierung aktiviert, durch
die das System beim erneuten Starten den neuen Systemkern verwendet.
Benachrichtigen Sie die Benutzer, dass für
die Konfiguration des Bandlaufwerks ein Systemabschluss durchgeführt
wird. Sie können den Befehl wall und/oder die interaktiven Möglichkeiten
des Befehls shutdown verwenden, um vor dem Systemabschluss eine Rundspruchmeldung
an die Benutzer zu senden. Hinweise hierzu finden Sie unter wall(1M) oder shutdown(1M) auf
den HP-UX Hilfeseiten. Stoppen Sie das System mit dem Befehl shutdown. Schalten Sie zunächst alle Peripheriegeräte
und anschließend die Systemeinheit
aus. Bauen Sie die Hardware anhand der mit dem jeweiligen
Gerät gelieferten Dokumentation ein. Stellen Sie die Schalter
am Bandlaufwerk auf eine noch nicht verwendete Zieladresse ein;
eine geeignete Adresse sollten Sie zuvor anhand der Ausgabe von ioscan ermittelt haben. Schließen Sie die Kabel
wie in der Dokumentation zur Hardware beschrieben an. Wenn Sie ein
SCSI-Gerät installieren, vergewissern Sie sich, dass das
letzte Gerät in der SCSI-Kette mit einem Abschlusswiderstand
ausgestattet ist. Schalten Sie alle Peripheriegeräte wieder ein.
Warten Sie, bis diese Geräte betriebsbereit sind, und schalten
Sie dann erst die Systemeinheit ein. Beim Starten des Systems erkennt HP-UX das neue Laufwerk
und ordnet es dem entsprechenden Gerätetreiber zu. Außerdem erstellt insf die Zeichengerätedateien (/dev), die
zur Kommunikation mit dem Laufwerk erforderlich sind. Überprüfen Sie die Konfiguration mit
dem Befehl ioscan. Vergewissern Sie sich, dass das Bandlaufwerk
richtig konfiguriert und die Gerätedateien erstellt wurden. In der folgenden Beispielausgabe kann das Bandlaufwerk mit
dem Hardwarepfad 2/0/1.3.0 über eine von acht Gerätedateien
angesprochen werden. /usr/sbin/ioscan -C tape -fun Class I H/W Path Driver S/W State H/W Type Description ========================================================================== tape 0 2/0/1.3.0 stape CLAIMED DEVICE HP35480A /dev/rmt/0m /dev/rmt/c0t3d0BESTn /dev/rmt/0mb /dev/rmt/c0t3d0BEST /dev/rmt/0mn /dev/rmt/c0t3d0BESTb /dev/rmt/0mnb /dev/rmt/c0t3d0BESTnb
|
Sie können auch mit dem Befehl tar überprüfen, ob der Lese- und Schreibzugriff
auf das Gerät möglich ist. Im folgenden Beispiel
wird mit dem ersten tar-Befehl die Datei /etc/passwd auf Band geschrieben; dabei wird die in der ioscan-Ausgabe angezeigte Gerätedatei verwendet. Mit
dem zweiten tar-Befehl wird der Inhalt des Bands angezeigt. /usr/bin/tar cvf /dev/rmt/c0t3d0BEST /etc/passwd a /etc/passwd 2 blocks /usr/bin/tar tvf /dev/rmt/c0t3d0BEST r--r--r-- 2/2 601 June 6 16:40 1994 /etc/passwd |
|