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HP Integrity Virtual Machines: Installation, Konfiguration und Verwaltung > Kapitel 6 Erstellen virtueller Speichergeräte

Konfigurieren des Integrity VM-Speichers

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In diesem Abschnitt wird das Planen und Einrichten des Integrity VM-Speichers behandelt. Dabei werden die folgenden Themen berücksichtigt:

Integrity VM-Speichererwägungen

Wenn Sie Speicher für ein virtuelles System konfigurieren, sollten Sie die folgenden Aspekte berücksichtigen:

In den folgenden Abschnitten wird jeder der genannten Aspekte erläutert.

Unterstützbarkeit des VM-Speichers

Bevor Sie den Speicher eines virtuellen Systems konfigurieren, vergewissern Sie sich, dass der VM Host-Speicher vom virtuellen System unterstützt werden kann.

  • Der gesamte VM Host-Speicher, der für die Verwendung durch ein virtuelles System verfügbar ist, muss die Support-Anforderungen für den Integrity-Server und die Betriebssystemversion des VM Hosts erfüllen. Wenn der physische Speicher nicht vom VM Host unterstützt wird, wird er auch nicht für die Verwendung durch ein virtuelles System unterstützt.

  • Der gesamte VM Host-Speicher, der für die Verwendung durch ein virtuelles System verfügbar ist, muss mit einem der folgenden Adapter- und Treibertypen verbunden sein:

    • Fibre Channel-Adapter, die vom TD-Treiber unterstützt werden

    • Fibre Channel-Adapter, die vom FCD-Treiber unterstützt werden

    • SCSI-Adapter, die vom C8xx-Treiber unterstützt werden

    • SCSI-Adapter, die vom MPT-Treiber unterstützt werden

    • SCSI-Adapter, die vom CISS-Treiber unterstützt werden

    • IDE-Adapter, die vom SIDE-Treiber unterstützt werden

    • USB-Adapter, die vom UsbScsiAdaptor-Treiber unterstützt werden

    Wenn der physische Speicher nicht mit einem der oben genannten Adapter- und Treibertypen verbunden ist, kann er nicht von einem virtuellen System verwendet werden. Verwenden Sie den Befehl ioscan, um den VM Host-Speicher anzuzeigen, der mit Adaptern und Treibern verbunden ist.

  • Alle mit dem VM Host verbindbaren Geräte, die für die Verwendung durch ein virtuelles System verfügbar sind, müssen von dem Gastbetriebssystem unterstützt werden, mit dem das Gerät verbunden ist. Wenn das physische Gerät nicht vom Gastbetriebssystem unterstützt wird, kann das Gerät nicht mit dem virtuellen System verbunden werden.

Leistung virtueller Geräte

Berücksichtigen Sie die potenzielle Leistung jedes Typs von VM-Speichergerät, um die Leistungsanforderungen von Anwendungen zu erfüllen, die auf Gastsystemen ausgeführt werden.

Verschiedene Typen virtueller Medien besitzen unterschiedliche Auswirkungen auf die Leistung des virtuellen Geräts, weil sie auf unterschiedliche Weise mit dem VM Host kommunizieren, um E/A-Vorgänge des virtuellen Systems zu verarbeiten. Zum Verständnis der Auswirkungen des virtuellen Gerätetyps auf die mögliche Leistung können Sie den unter Abbildung 6-1 gezeigten E/A-Stapel des Integrity VM-Speichers heranziehen.

Abbildung 6-1 E/A-Stapel des Integrity VM-Speichers

E/A-Stapel des Integrity VM-Speichers

Bevor ein virtueller E/A-Vorgang abgeschlossen werden kann, muss er einen vollständigen Zyklus zwischen dem virtuellen Speicheradapter und dem physischen Speichergerät des VM Hosts durchlaufen. Je länger der Pfad ist, desto länger dauert es, bis die virtuelle E/A abgeschlossen ist. Wie in Abbildung 6-1 gezeigt, muss ein virtueller E/A-Vorgang jede Softwareschicht in der richtigen Reihenfolge durchlaufen – von seinem Ursprung bis hin zu den physischen Medien. Ein virtueller E/A-Vorgang für eine virtuelle FileDisk muss z. B. alle logischen Volumen-Manager durchlaufen, die das Dateisystem verwendet, alle Plattenpartitionen, auf denen sich die logischen Volumen befinden, sowie die Plattentreiber, die die gesamte Platte steuern, auf der sich die Plattenpartitionen befinden. Je höher sich das virtuelle Medium im E/A-Stapel des VM Hosts befindet, desto langsamer wird es daher im Allgemeinen ausgeführt.

Der vereinfachte E/A-Stapel in Abbildung 6-1 zeigt nicht alle Aspekte, die sich negativ auf die Leistung auswirken können:

  • Die Softwareschichten sind nicht gleich. Der Unterschied in der Leistung zwischen Plattenpartitionen und ganzen Platten ist viel geringer als der Unterschied zwischen Plattenpartitionen und logischen Volumen.

  • Die Schnittstellen zu den einzelnen Softwareschichten unterscheiden sich und ermöglichen Integrity VM verschiedene Verfahren zum Senden von E/A durch diese Schichten. Plattenpartitionen und ganze Festplatten können z. B. höhere Durchsatzraten als logische Volumen und Dateisysteme erzielen.

  • Die E/A-Schicht weist ggf. Funktionen auf, die eine Leistungssteigerung über eine niedrigere Schicht hinaus unterstützen. Der Puffercache eines Dateisystems kann z. B. eine virtuelle FileDisk dabei unterstützen, für einige E/A-Arbeitslasten bessere Leistung als die anderen virtuellen Gerätetypen zu erzielen, die keine solche Zwischenspeicherung aufweisen.

Weitere Informationen zum Optimieren der Leistung in jeder Softwareschicht auf dem VM Host finden Sie in den Informationsblättern zu Integrity VM unter http://docs.hp.com.

Wenn Sie virtuelle Geräte konfigurieren, sollten Sie berücksichtigen, wie die virtuellen Medien dem physischen Speicher zugeordnet sind. Alle virtuellen Medien sind mit einem bestimmten physischen Medium im Rechenzentrum verbunden. Sie können die optimale Leistung sicherstellen, wenn Sie die Auswirkungen des physischen Speichers und die Art und Weise verstehen, wie die E/A darauf zugreift.

Die Kenntnis des genauen Speicherorts der virtuellen Medien auf den physischen Speichergeräten ist wichtig. Mit Integrity VM kann eine physische Platte in Partitionen, logische Volumen oder Dateien aufgeteilt sein. Das Aufteilen physischer Platten steigert deren Nutzung, kann sich jedoch negativ auf die Leistung des physischen Geräts auswirken. Das Gastbetriebssystem behandelt die virtuelle Platte als ganze Platte, nicht als Teil einer physischen Platte. Wenn der physische Speicher zu stark aufgeteilt wird, kann eine Überlastung des physischen Geräts hinsichtlich der Verarbeitung virtueller E/A auftreten, die für ganze Platten gedacht ist. Abbildung 6-2 zeigt den gängigen Fehler der Überlastung des physischen Speichers mit mehreren Gastbetriebssystem-Startplatten, die häufig E/A-intensiv sind.

Abbildung 6-2 Das Überlasten des physischen Speichers wirkt sich negativ auf die Leistung aus

Das Überlasten des physischen Speichers wirkt sich negativ auf die Leistung aus

Stellen Sie Auslastungen bereit, die die physischen Geräte für alle virtuellen Geräte verarbeiten können, die sich in Softwareschichten über ihnen befinden. Verwenden Sie Werkzeuge zur Leistungsüberwachung auf dem VM Host, z. B. sar(1M), damit Sie feststellen können, wie der physische Speicher die Anforderungen des virtuellen Geräts erfüllt.

Die Art und Weise, wie die E/A des virtuellen Mediums auf den physischen Hintergrundspeicher gelangt, ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt. Wie Abbildung 6-1 zeigt, durchläuft jede virtuelle E/A eine allgemeine E/A-Diensteschicht des VM Hosts, die die virtuelle E/A an den richtigen Schnittstellentreiber des VM Hosts weiterleitet. Der Schnittstellentreiber steuert dann den physischen E/A-Adapter so, dass die virtuelle E/A an das physische Speichergerät ausgegeben wird. Durch Lastenausgleich zwischen diesen physischen Adaptern können E/A-Engpässe in den physischen Hardwareschichten beseitigt werden. Somit wird die Leistung gesteigert. Der Lastenausgleich kann durch Installieren einer Mehrpfad-Lösung auf dem VM Host durchgeführt werden. Unterstützung beim Auswählen einer Mehrpfad-Lösung für einen virtuellen Medientyp finden Sie unter „Mehrpfad-Lösungen für den VM-Speicher“.

Die Leistung verbundener Geräte wird hauptsächlich vom Typ des physischen Geräts bestimmt, das mit dem virtuellen System verbunden ist. Bänder, Medienwechsler und CD/DVD-Brenner sind naturgemäß langsame Geräte, die vom Softwareoverhead von Integrity VM nicht wesentlich beeinflusst werden.

Mehrpfad-Lösungen für den VM-Speicher

Für Lastenausgleich und eine höhere Verfügbarkeit der virtuellen Systeme kann eine Mehrpfad-Lösung auf dem VM Host in Betracht gezogen werden. Zurzeit sind keine Mehrpfad-Lösungen für die verbindbaren Gerätetypen Bänder, Medienwechsler und CD/DVD-Brenner verfügbar. Es stehen jedoch mehrere Mehrpfad-Lösungen des VM Hosts für virtuelle Geräte zur Verfügung.

Mehrpfad-Lösungen werden aus den folgenden Gründen nur auf dem VM Host unterstützt, nicht auf den virtuellen Systemen:

  • Der VM Host ist der einzige Speicherort, an dem ein ordnungsgemäßer Lastenausgleich für die gesamte E/A für optimale Gesamtleistung ausgeführt werden kann. Ein einzelnes virtuelles System kann nicht die E/A anderer virtueller Systeme berücksichtigen, mit denen es auf dem VM Host konkurriert (siehe Abbildung 6-1).

  • Wenn Sie eine Mehrpfad-Lösung in einem virtuellen System ausführen, wird keine hohe Verfügbarkeit für ein virtuelles Gerät bereitgestellt. Virtuelle Verbindungen zwischen virtuellen Adaptern und ihren Geräten werden erst getrennt, wenn ein Befehl hpvmmodify zum Trennen der Geräte verwendet wird. Die einzige Verbindung, die verloren gehen kann, ist die Möglichkeit eines virtuellen Geräts, auf seine eigenen virtuellen Medien über den VM Host zuzugreifen. Fehler bei der Kommunikation mit den virtuellen Medien werden ordnungsgemäß als an das Gastbetriebssystem gesendete Medienfehler emuliert, nicht als Pfadfehler.

  • Der VM Host gibt für Hardwarepfadfehler keine besonderen Fehler an Integrity VM zurück. Integrity VM erkennt solche Ereignisse nicht und gibt sie nicht an das virtuelle System weiter.

Jede Mehrpfad-Softwarelösung für HP-UX 11.23 interagiert in verschiedenen Schichten auf dem E/A-Stapel. Da Integrity VM auch mit verschiedenen Schichten im E/A-Stapel interagiert, gelten nur bestimmte Optionen für jeden virtuellen Medientyp.

Tabelle 6-1 listet die Mehrpfad-Lösungen auf, die auf einem VM Host für jeden Typ von virtuellem Speichermedium verwendet werden:

Tabelle 6-1 Mehrpfad-Lösungen

Virtueller MedientypMehrpfad-Optionen
Ganze Platte
Plattenpartition
EMC PowerPath
HP Autopath/SecurePath
Logisches LVM-Volumen
PVLinks
EMC PowerPath
HP Autopath/SecurePath
Logisches VxVM-Volumen
Veritas DMP
EMC PowerPath
HP Autopath/SecurePath
VxFS-Dateisystem
PVLinks
Veritas DMP
EMC PowerPath
HP Autopath/SecurePath

 

Tabelle 6-1 nennt nur die möglichen Lösungen für jeden virtuellen Medientyp, gibt jedoch nicht an, welche Lösung in Ihrer VM Host-Konfiguration unterstützt wird. Jede dieser Mehrpfad-Lösungen wird nur für bestimmte Hardware und Software unterstützt. Die Lösungshersteller stellen diese Informationen für ihre Mehrpfad-Produkte bereit. Überprüfen Sie die Installations- und Versionsanmerkungen dieser Produkte sorgfältig, um eine gültige VM Host-Konfiguration zu erstellen, bevor Sie diese für ein virtuelles System verwenden. Einige Mehrpfad-Lösungen funktionieren nicht zusammen, und sie weisen alle unterschiedliche Lastenausgleichsfunktionen auf.

VM-Speicherverwaltung

Bevor Sie die Aufteilung des VM Host-Speichers festlegen, berücksichtigen Sie die Auswirkungen auf die Verwaltung des Speichersubsystems.

Ein VM Host-Administrator verwaltet den VM-Speicher, damit sichergestellt wird, dass die virtuellen Medien sicher zugeordnet werden. Dieser Vorgang beginnt mit dem Verständnis des E/A-Stapels des VM Hosts und dem Wissen, von wo die virtuellen Medien zugeordnet werden.

Abbildung 6-3 zeigt ein Beispiel für einen E/A-Stapel eines VM Hosts für eine einzelne LUN:

Abbildung 6-3 Beispiel für die Speicherzuordnung unter einer LUN

Beispiel für die Speicherzuordnung unter einer LUN

Dem virtuellen System wird ein logisches Volumen von der LUN für eine virtuelle LvDisk zugeordnet.

  • Das logische Volumen, das zugeordnet wurde, ist mit 1 markiert.

  • Die Teile der Platte, die nicht zugeordnet werden können, sind mit 2 markiert.

Die verbleibenden Teile der Platte können einem virtuellen System zugeordnet werden.

Die Teile, die nicht mehr verfügbar sind, umfassen die Dateien, die sich auf dem logischen Volumen befunden haben, die Plattenpartition und die gesamte Platte, die Teile der Volumengruppe ausmachen. Wenn diese Teile anderen virtuellen Geräten zugeordnet werden, kann es auf der virtuellen LvDisk zu Datenbeschädigungen kommen.

Die Teile, die noch für die erneute Zuordnung verfügbar sind, umfassen andere logische Volumen auf der Platte, Dateien, die sich auf diesen anderen logischen Volumen auf der Platte befinden, sowie die andere Plattenpartition, die nicht Teil der Volumengruppe ist, auf der sich die virtuelle LvDisk befindet. Diese Einheiten können ohne Datenbeschädigungsprobleme zugeordnet werden, weil sie sich nicht mit der virtuellen LvDisk überschneiden.

Es müssen jedoch nicht nur Konflikte unterhalb der LUN-Ebene, sondern auch Konflikte zwischen LUNs vermieden werden. Die gleiche Speicherressource – virtuell oder verbunden – kann nicht mehrmals für das gleiche virtuelle System angegeben werden. Unter HP-UX 11.23 werden die meisten Speichergerätdateien über den Pfad definiert. Achten Sie sorgfältig darauf, ein bestimmtes Gerät nicht zweimal anzugeben. Abbildung 6-4 zeigt ein Beispiel für zwei Gerätedateien (/dev/rdsk/c6t2d0 und /dev/rdsk/c11t2d0), die auf die gleiche physische Platte verweisen. Sobald die Gerätedatei /dev/rdsk/c6t2d0 für eine virtuelle Platte angegeben wurde, ist die Gerätedatei /dev/rdsk/c11t2d0 nicht mehr verfügbar.

Abbildung 6-4 Fehlerhafte Mehrpfad-Zuordnung virtueller Medien

Fehlerhafte Mehrpfad-Zuordnung virtueller Medien

Die gleiche Speicherressource – virtuell oder verbunden – kann außerdem nicht gleichzeitig von virtuellen Systemen gemeinsam verwendet werden, wenn sie nicht anderweitig explizit freigestellt wurde. Abbildung 6-5 zeigt eine virtuelle LvDisk, die von virtuellen Systemen gemeinsam verwendet wird. Dieser Vorgang wird nicht unterstützt.

Abbildung 6-5 Fehlerhafte Zuordnung virtueller Geräte

Fehlerhafte Zuordnung virtueller Geräte

Diese Beispiele zeigen, wie wichtig das Wissen ist, von wo Speicher zugeordnet wird, um Datenbeschädigungen bei virtuellen Systemen oder sogar dem VM Host zu verhindern. Verwenden Sie den HP System Administration Manager oder das Dienstprogramm sam(1M). Das Dienstprogramm sam ermöglicht das Protokollieren von Plattengeräten, Volumengruppen, logischen Volumen und Dateisystemen. Dieses Dienstprogramm versucht, Mehrpfade zusammenzufassen, um Platten nicht mehrmals anzuzeigen. Außerdem bietet es die Möglichkeit, Geräte mit Anmerkungen zu versehen, damit VM Host-Administratoren anzeigen können, welche virtuellen Systeme genau welche VM Host-Speichergeräte verwenden. Das Dienstprogramm sam protokolliert keine einzelnen Plattenpartitionen. Sie sollten jedoch alle Teile einer einzelnen Festplatte für ein einzelnes virtuelles System verwenden, wenn Sie die Platte aufteilen. Wenn Sie verschiedene Teile der gleichen Platte verschiedenen virtuellen Systemen zuordnen, wird die Verwaltung sowie die Isolierung von Problemen schwierig.

VM-Speicheränderungen

Abhängig davon, wie Sie den Speicher für ein virtuelles System eingerichtet haben, kann eine Änderungen der sich ergebenden Konfiguration einen mehr oder weniger hohen Schwierigkeitsgrad besitzen.

Die Möglichkeit, virtuelle Medien zu ändern, hängt vom Typ der verwendeten virtuellen Medien ab. Ganze Platten sind normalerweise hinsichtlich der Größe nicht anpassbar, einige High-End-Speichergehäuse erlauben jedoch ggf. die Anpassung einer LUN ohne Verlust der Daten dieser LUN. Plattenpartitionen sind nicht ohne Datenverlust anpassbar. Softpartitionen, etwa logische Volumen, können jedoch ohne Datenverluste angepasst werden. Dateien schließlich können auf einfache Weise mit den Dateisystembefehlen des VM Hosts geändert werden.

Änderungen an virtuellen Medien können auf dem VM Host erst stattfinden, nachdem das virtuelle Gerät, das die Medien verwendet, aus dem aktiven virtuellen System entfernt wurde. Versuche, virtuelle Geräte zu ändern, auf denen E/A aktiv ist, werden vom Befehl hpvmmodify verweigert. Nachdem einem aktiven virtuellen System virtuelle Medien für ein virtuelles Gerät zugeordnet wurden, ist dieses virtuelle System Besitzer dieser Medien und kann jederzeit darauf zugreifen. VM Host-Administratoren müssen Änderungen aktiver virtueller Systeme mit VM-Gastadministratoren koordinieren, wenn die beiden Rollen von unterschiedlichen Personen ausgeübt werden.

Diese Koordination kann ggf. auch für verbundene E/A-Geräte erforderlich sein. Nachdem ein VM Host-Gerät mit dem virtuellen System verbunden wurde, wird es von diesem virtuellen System gesteuert und befindet sich in dessen Besitz. Änderungen am verbundenen Gerät, z. B. das Wechseln eines Bandes, können physisch ausgeführt werden, ohne das Gerät vom Gastsystem zu trennen. Solche Änderungen müssen jedoch ggf. mit dem VM Host-Administrator koordiniert werden. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der Gastadministrator keinen physischen Zugriff auf das Gerät besitzt, das mit dem virtuellen System verbunden ist.

Alle Typen virtueller Speichergeräte können virtuellen Systemen dynamisch hinzugefügt oder aus diesen entfernt werden. Dies bedeutet, dass virtuelle Platten, virtuelle DVDs, Bänder, Medienwechsler und CD/DVD-Brenner hot-swap-fähig sind. Zurzeit sind die virtuellen Speicheradapter jedoch nicht hot-swap-fähig. Aus diesem Grund muss das virtuelle System neu gestartet werden, wenn Sie zusätzliche Geräte hinzufügen, wenn alle virtuellen Speicheradapter voll sind.

Zeitaufwand für die Einrichtung des virtuellen Speichers

Der Zeitaufwand für die Einrichtung virtueller Geräte ist unterschiedlich. Ganze Platten sind einfacher einzurichten, weil für diese nur eine Zeichengerätedatei erforderlich ist. Diese Datei wird normalerweise automatisch beim Starten des VM Host-Systems erstellt.

Für Plattenpartitionen müssen Festplattenpartitionen sowie die zugehörigen Gerätedateien erstellt werden. Dies ist zwar nicht schwierig, kann jedoch zeitaufwendig sein.

Das Erstellen logischer Volumen ist relativ einfach. Logische Volumen werden in HP-UX-Systemen häufig verwendet. Das Dienstprogramm sam oder Veritas Enterprise Administrator können zum Erstellen logischer Volumen verwendet werden. Mit zunehmender Erfahrung wird die Verwendung von Befehlen für logische Volumen schneller.

Das Erstellen von Dateien für virtuelle Geräte ist nicht schwierig, kostet aber Zeit. Dateien werden normalerweise auf logischen Volumen und müssen daher ggf. zuerst erstellt werden. Verwenden Sie zu diesem Zweck sam.

Zum Erstellen leerer Dateien für virtuelle Platten verwenden Sie den Befehl hpvmdevmgmt (siehe „Verwalten der Gerätedatenbank“).

Um ISO-Dateien aus physischen CD/DVD-Medien für die Verwendung in virtuellen DVD-Laufwerken zu erstellen, verwenden Sie mkisofs(1M) oder das Dienstprogramm dd(1M).

Der Aufwand und die erforderliche Zeit für das Einrichten verbundener Geräte bezieht sich auf das Erstellen der HP-UX-Durchlaufgerätedateien, die auf die verbundenen Geräte verweisen. Das Erstellen von HP-UX-Durchlaufgerätedateien ist ein schneller und einfacher Vorgang, wenn Sie ihn einmal verstanden haben. Wenn Gerätetreiber für die Geräte auf dem VM Host installiert sind, verwenden Sie den Befehl hpvmdevmgmt, um die Gerätedateien schnell zu erstellen. Andernfalls finden Sie weitere Informationen zum Erstellen von Durchlaufgerätedateien mithilfe von mknod(1M) unter scsi_ctl(1M).

Einrichten des virtuellen Speichers

Wenn Sie ein virtuelles Gerät hinzufügen oder entfernen, müssen Sie eine Ressourcenanweisung (Ressource) eingeben. Die Ressourcenanweisung kann virtuelle Netzwerkgeräte (wie unter „Erstellen virtueller Netzwerke“ beschrieben) oder virtuelle Speichergeräte angeben.

In diesem Abschnitt wird das Eingeben von Ressourcenanweisungen für die Verwendung mit den Befehlen hpvmcreate (siehe Kapitel 3) und hpvmmodify (siehe Kapitel 8) beschrieben. Die Ressourcenanweisung gibt das virtuelle Speichergerät an, das dem virtuellen System angezeigt wird, sowie dessen Zuordnung zum physischen Speichergerät auf dem VM Host.

Die Syntax einer vollständigen Ressourcenanweisung zum Angeben eines virtuellen Speichergeräts lautet folgendermaßen:

Speicherspezifikation des VM-Gastsystems :Speicherspezifikation des VM-Hosts

Dabei gilt Folgendes:

  • Speicherspezifikation des VM-Gastsystems definiert, wo und welcher Speicher im virtuellen System angezeigt wird.

  • Speicherspezifikation des VM-Hosts definiert, wo und wie der Speicher des virtuellen Systems auf dem VM Host bereitgestellt wird.

VM-Gastspeicherspezifikation

Der gesamte virtuelle Speicher wird über virtuelle PCI-Busse angesprochen. Die virtuelle Integrity VM-Plattform stellt acht PCI-Busse zur Verfügung. Jeder PCI-Bus verfügt über acht Steckplätze, an die virtuelle PCI-Adapter angeschlossen werden können. Einer dieser Adapter, der einfach als scsi bezeichnet wird, ist ein emulierter paralleler SCSI MPT-Speicheradapter mit einem Port, der zum Verbinden von 15 SCSI-Zielgeräten mit einem virtuellen System verwendet werden kann.

Ein VM Host-Administrator gibt diesen SCSI MPT-Adapter wie folgt an:

device:scsi:pcibus,pcislot,scsitgt

Dabei gilt Folgendes:

  • Gerät nimmt einen der folgenden Werte an: disk, dvd, tape, changer oder burner.

  • pcibus ist eine ganze Zahl zwischen 0 und 6.

    Alle unterstützten Speichergerättypen können den gleichen virtuellen SCSI MPT-Adapter gemeinsam verwenden. Dem gleichen SCSI MPT-Adapter können bis zu 15 Speichergeräte hinzugefügt werden, indem die gleichen PCI-Bus- und Steckplatznummern angegeben werden.

  • pcislot ist eine ganze Zahl zwischen 0 und 7.

    Die virtuelle MPT-Adapter werden nur für die PCI-Busse 0 bis 6 unterstützt. Der PCI-Bus 7 ist für anderweitige Verwendung reserviert.

  • scsitgt ist eine ganze Zahl zwischen 0 und 14 (15 ist für den SCSI-Adapter reserviert).

    Anders als bei echten parallelen SCSI-Bussen erfolgt keine Zuteilung für virtuelle SCSI-Busse. Die SCSI-Ziel-IDs für die virtuellen Geräte müssen eindeutig sein. Der virtuelle SCSI MPT-Adapter beansprucht die Ziel-ID 15 für sich und überlässt die IDs 0 bis 14 SCSI-Zielen.

    Alle SCSI-Ziele, die mit einem virtuellen System verbunden sind, sind einzelne LUN-Geräte. Dies bedeutet, dass die virtuellen Platten und DVD-Laufwerke als einzelne LUNs emuliert werden und alle verbundenen Geräte durch LUN-Systemdateien des VM Hosts angegeben werden. Die physische LUN-Nummer eines verbundenen Geräts besitzt keine Auswirkungen. Alle virtuellen und verbundenen SCSI LUN-Nummern sind implizit Null und werden daher nicht angegeben.

Eine PCI-Funktionsnummer wird nicht angegeben. Sie ist implizit Null, weil der virtuelle MPT-Speicheradapter nur einen einzigen Kanal unterstützt.

Ein virtueller SCSI MPT-Adapter kann einem virtuellen System nur hinzugefügt werden, wenn ein Gerät daran angeschlossen ist.

Nicht alle Gerätetypen sind virtualisiert. Platten- und DVD-Geräte sind virtuelle Gerätetypen, deren virtuelle Medien vom VM Host stammen. Bänder, Wechsler und Brenner sind physische VM Host-Geräte. Für diese verbundenen Geräte bestimmen die physischen SCSI-IDs nicht ihren Platz auf dem virtuellen Bus.

VM Host-Speicherspezifikation

Jedes VM-Speichergerät besitzt eine VM Host-Hintergrundspeichereinheit. Eine VM Host-Einheit wird auf dem VM Host durch eine Systemdatei definiert, die von Integrity VM und dem VM Host-Betriebssystem bei der Verarbeitung von E/A in die und aus der Speichereinheit verwendet wird.

Ein VM Host-Administrator gibt diese Speichereinheiten mithilfe der folgenden Spezifikation an:

Speicher:Position

Dabei gilt Folgendes:

  • Speicher nimmt einen der folgenden Werte an: disk, lv, file, null oder attach

    Die Auswahl des Speichertyps definiert, welche VM Host-Systemdateien gelten. lv gibt z. B. die Verwendung logischer Volumen-Zeichengerätdateien an.

    Für virtuelle Geräte legt die Auswahl des VM Host-Speichers fest, welchen Typ virtueller Medien das virtuelle Gerät verwendet. Die Auswahl von lv für eine virtuelle Platte gibt z. B. eine virtuelle LvDisk für das virtuelle System an.

    Eine VM Host-Speichereinheit kann nur für einen VM-Gerätetyp gleichzeitig verwendet werden. Ein VM Host-CD/DVD-Laufwerk kann z. B. nicht für eine virtuelle DVD und einen verbundenen Brenner gleichzeitig verwendet werden.

  • Position ist eine VM Host-Systemdatei.

    Die Dateiberechtigungen für die VM Host-Systemdatei werden von Integrity VM nicht anerkannt. VM-Gerätetypen, die Schreibvorgänge unterstützen, können dies mithilfe einer VM Host-Systemdatei, die als schreibgeschützt markiert ist, auch weiterhin tun.

    Es können mehrere VM Host-Systemdateien vorhanden sein, die auf die gleiche VM Host-Speichereinheit verweisen. Wenn z. B. mehrere Pfade zu Speichereinheiten auf dem VM Host vorhanden sind, können mehrere Plattensystemdateien auf die gleiche Platte verweisen. Verschiedene VM Host-Systemdateien ändern, wie E/A an die VM-Speicherressource weitergeleitet wird, doch die Systemdateien verweisen auf die gleiche Speichereinheit. Aus diesem Grund können verschiedene VM-Speicherressourcen nicht aus verschiedenen Systemdateien bestehen. Eine bestimmte VM-Speicherressource kann für ein bestimmtes virtuelles System nur einmal angegeben werden. Daher kann nur eine VM Host-Systemdatei pro VM Host-Speichereinheit für ein virtuelles System bereitgestellt werden (siehe „VM-Speicherverwaltung“).

Nicht alle virtuellen Gerätetypen unterstützen alle VM Host-Speichertypen (siehe „Integrity VM-Speicherimplementierungen“). Vollständige VM-Speicherressourcenanweisungen werden im nächsten Abschnitt behandelt.

VM-Speicherressourcenanweisungen

Dieser Unterabschnitt stellt Informationen zum Formulieren vollständiger und gültiger Ressourcenanweisungen für Integrity VM-Speichergeräte zur Verfügung.

Wenn Sie ein Integrity VM-Speichergerät für ein virtuelles System angeben möchten, verwenden Sie eine vollständige, gültige Ressourcenanweisung mit den Befehlen hpvmcreate oder hpvmmodify. Die Ressourcenanweisung ist eine Kombination aus der VM-Gastressourcenspezifikation (siehe „VM-Gastspeicherspezifikation“) und der VM Host-Speicherspezifikation (siehe „VM Host-Speicherspezifikation“). In diesem Abschnitt finden Sie Beispiele für vollständige Ressourcenanweisungen für die folgenden Typen virtueller Speichergeräte:

Ein virtuelles System kann insgesamt bis zu 30 Geräte besitzen (Anzahl der virtuellen und verbundenen Geräte).

Die maximale Größe einer virtuellen Speicherressource beträgt 2 TB. Die Mindestgröße einer virtuellen Speicherressource ist 512 Byte für eine virtuelle Platte und 2048 Byte für eine virtuelle DVD.

Geben Sie die gleiche Speicherressource – virtuell oder verbunden – nicht mehrmals für das gleiche virtuelle System an (siehe „VM-Speicherverwaltung“). Wenn nicht anders vermerkt, können Speicherressourcen – virtuell oder verbunden – nicht gleichzeitig von virtuellen Systemen verwendet werden.

Alle Mehrpfad-Produkte für Speicherressourcen müssen auf dem VM Host ausgeführt werden; Mehrpfad-Lösungen werden in einem virtuellen System nicht unterstützt. Alle Mehrpfad-Lösungen, die auf dem VM Host verwendet werden, müssen sich in gültigen und unterstützten Konfigurationen befinden, bevor sie für Integrity VM-Speicherressourcen verwendet werden können (siehe „Mehrpfad-Lösungen für den VM-Speicher“).

Die Ressourcenanweisungen in den folgenden Unterabschnitten enthalten keine VM-Hardwareadressierung. Die PCI-Bus-, PCI-Steckplatz- und SCSI-Zielnummern sind optional.

Virtuelle Platten

Eine virtuelle Platte ist eine emulierte SCSI-Platte, deren virtuelle Medien von einer Platten-LUN eines VM Hosts stammen. Die Platten-LUN des VM Hosts wird mithilfe einer Zeichengerätedatei angegeben. Die Zeichengerätedatei muss im Besitz des HP-UX sdisk-Treibers sein.

Virtuelle Plattenressourcen können nicht gleichzeitig von mehreren aktiven virtuellen Systemen gemeinsam verwendet werden. Es kann jeweils nur einem aktiven virtuellen System eine bestimmte virtuelle Plattenressource zugewiesen werden. Virtuelle Plattenressourcen können zwischen aktiven virtuellen Systemen getauscht werden.

Um Konflikte der virtuellen Medien zu verhindern, die zu Datenbeschädigungen führen können, muss eine ordnungsgemäße Erfassung der Zuweisung der ganzen Platten des VM Hosts für die Verwendung durch virtuelle Platten erfolgen. Dieser Vorgang wird unter „VM-Speicherverwaltung“ beschrieben.

Weitere Informationen zum Bereitstellen einer Mehrpfad-Lösung für eine virtuelle Platte finden Sie unter „Mehrpfad-Lösungen für den VM-Speicher“.

Die Ressourcenanweisung für die virtuelle Disk lautet folgendermaßen:

disk:scsi::disk:/dev/rdsk/cXtYdZ

Dabei gilt Folgendes: /dev/rdsk/cXtYdZ ist eine HP-UX sdisk-Zeichengerätedatei.

Diese Gerätedateien können für die LUN eines VM Hosts mithilfe des Befehls ioscan ermittelt werden. Diese Systemdateien werden mithilfe der Befehle insf bzw. rmsf installiert bzw. entfernt. Gerätedateien werden vom VM Host automatisch für alle Speichergeräte erstellt, die beim Start erkannt werden. Für neue Geräte, die nach dem Start verbunden oder erstellt werden, müssen die Befehle ioscan und insf zum Erstellen der neuen sdisk-Gerätedateien verwendet werden. Alte Gerätedateien für Speichergeräte, die nicht mehr vorhanden sind, können mit dem Befehl rmsf entfernt werden. Beispiel:

# ioscan

# ioscan -funC disk

disk 110 0/5/1/0.11.16.0.0.0.2 sdisk CLAIMED DEVICE HP      A6188A
disk 116 0/5/1/0.11.16.0.0.0.3 sdisk CLAIMED DEVICE HP      A6188A
/dev/dsk/c19t0d3   /dev/rdsk/c19t0d3

# insf -H 0/5/1/0.11.16.0.0.0.2

# ioscan -funC disk

disk 110 0/5/1/0.11.16.0.0.0.2 sdisk CLAIMED DEVICE HP      A6188A
/dev/dsk/c19t0d2   /dev/rdsk/c19t0d2
disk 116 0/5/1/0.11.16.0.0.0.3 sdisk CLAIMED DEVICE HP      A6188A
/dev/dsk/c19t0d3   /dev/rdsk/c19t0d3

In diesem Beispiel lautet die Ressourcenanweisung für die virtuelle Platte disk:scsi::disk:/dev/rdsk/c19t0d2.

Wenn Sie EMC PowerPath oder HP SecurePath/Autopath für eine virtuelle Platte einsetzen, verwenden Sie die entsprechenden Befehle dieser Produkte, um sicherzustellen, dass die ausgewählten sdisk-Gerätedateien für die Verwendung durch das Mehrpfad-Produkt aktiviert sind. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation des Herstellers des Mehrpfad-Produkts.

Virtuelle PartDisks

Eine virtuelle PartDisk ist eine emulierte SCSI-Platte, deren virtuelle Medien von einer Plattenpartition eines VM Hosts stammen. Die Plattenpartition des VM Hosts wird mithilfe einer Zeichengerätedatei angegeben. Die Zeichengerätedatei muss im Besitz des HP-UX sdisk-Treibers sein.

Virtuelle PartDisks können nicht gleichzeitig von mehreren aktiven virtuellen Systemen gemeinsam verwendet werden. Nur jeweils ein aktives virtuelles System kann eine bestimmte virtuelle PartDisk erhalten. Virtuelle PartDisk-Ressourcen können zwischen aktiven virtuellen Systemen getauscht werden (siehe „Verwenden des Integrity VM-Speichers“).

VM Host-Plattenpartitionen müssen verwaltet werden, um Konflikte der virtuellen Medien zu verhindern, die zu Datenbeschädigungen führen können. Um die Erfassung zu unterstützen, empfiehlt HP, dass alle Plattenpartitionen auf einer einzelnen Platten-LUN eines VM Hosts von nur einem virtuellen System verwendet werden. Unter „VM-Speicherverwaltung“ finden Sie weitere Informationen zum Protokollieren der Zuweisung virtueller Medien.

Weitere Informationen zum Bereitstellen einer Mehrpfad-Lösung für eine virtuelle PartDisk finden Sie unter „Mehrpfad-Lösungen für den VM-Speicher“.

Verwenden Sie zum Erstellen einer Festplattenpartition auf der LUN eines VM Hosts das Dienstprogramm idisk. Dieses Dienstprogramm wurde ursprünglich zum Erstellen von Startlaufwerken geschrieben, Sie können es jedoch auch zum Erstellen von Plattenpartitionen auf beliebigen Platten verwenden. Wenn Sie Festplattenpartitionen erstellen, müssen Sie entscheiden, welche Anzahl von Partitionen in welcher Größe erstellt werden soll. Wenn Sie die Partitionierung nach dem Erstellungsvorgang ändern, werden alle Daten auf der Platte gelöscht. Wenn Sie größere Flexibilität benötigen, verwenden Sie logische Volumen, die eine Softpartitionierung zur Verfügung stellen, die nach der Erstellung angepasst werden kann.

Nachdem Sie diese Entscheidungen getroffen haben, verwenden Sie einen Editor zum Erstellen einer Eingabedatei für den Befehl idisk. Die Eingabedatei beginnt mit der Gesamtanzahl der zu erstellenden Partitionen, gefolgt von den Partitionstypen und -kapazitäten. Die Partitionstypen EFI, HPUX und DUMP sind für Integrity VM ohne Belang und besitzen keine Auswirkungen auf die auf den Partitionen gespeicherten Daten. Da der Befehl idisk ursprünglich zum Erstellen einer Startplatte konzipiert wurde, erzwingt er für den ersten Partitionstyp den Typ EFI. Partitionsgrößen sind nicht von den jeweiligen Partitionstypen abhängig. Erstellen Sie z. B. wie folgt eine Eingabedatei:

# vi VDisk_Part_Datei
2
EFI 4096MB
HPUX 8192MB

Nachdem Sie die Eingabedatei fertig gestellt haben, verwenden Sie diese mit dem Befehl idisk, um die Partitionen auf der Platte eines VM Hosts zu erstellen. Beispiel:

# idisk -w -f VDisk_Part_Datei /dev/rdsk/c4t0d0

Nachdem die Partitionen erstellt wurden, führen Sie die Dienstprogramme ioscan, rmsf und insf aus, um die sdisk-Gerätedateien wie folgt zu erstellen:

# ioscan -funC disk


disk 4 0/3/1/0.0.0 sdisk CLAIMED DEVICE HP 36.4GMAP3367NC
/dev/dsk/c4t0d0     /dev/rdsk/c4t0d0

# rmsf -H 0/3/1/0.0.0

# ioscan

# insf -H 0/3/1/0.0.0

# ioscan -funC disk

disk 4 0/3/1/0.0.0 sdisk CLAIMED DEVICE HP 36.4GMAP3367NC
/dev/dsk/c4t0d0     /dev/rdsk/c4t0d0
/dev/dsk/c4t0d0s1   /dev/rdsk/c4t0d0s1
/dev/dsk/c4t0d0s2   /dev/rdsk/c4t0d0s2

Die neuen sdisk-Partitionsdateien (die Dateien, die mit „s“ enden) werden in der richtigen Reihenfolge unter Bezugnahme auf die idisk-Eingabedatei nummeriert:

# diskinfo /dev/rdsk/c4t0d0s2

SCSI describe of /dev/rdsk/c4t0d0s2:
             vendor: HP 36.4G
         product id: MAP3367NC
               type: direct access
               size: 8388608 Kbytes
   bytes per sector: 512

Wenn Sie kein Mehrpfad-Produkt verwenden oder ein anderes Produkt als Veritas MP einsetzen, dann lautet die Ressourcenanweisung für die Virtual PartDisk lautet:

disk:scsi::disk:/dev/rdsk/cXtYdZsV

Dabei gilt Folgendes: /dev/rdsk/cXtYdZsV ist eine HP-UX sdisk-Zeichengerätedatei für eine Festplattenpartition.

# ioscan -funC disk

disk 4 0/3/1/0.0.0 sdisk CLAIMED DEVICE HP 36.4GMAP3367NC
/dev/dsk/c4t0d0     /dev/rdsk/c4t0d0
/dev/dsk/c4t0d0s1   /dev/rdsk/c4t0d0s1
/dev/dsk/c4t0d0s2   /dev/rdsk/c4t0d0s2

In diesem Beispiel lautet die Ressourcenanweisung für die virtuelle PartDisk disk:scsi::disk:/dev/rdsk/c4t0d0s.

Wenn Sie EMC PowerPath oder HP SecurePath/Autopath für eine virtuelle PartDisk verwenden, verwenden Sie die entsprechenden Befehle dieser Produkte, um sicherzustellen, dass die ausgewählten sdisk-Gerätedateien für die Verwendung durch das Mehrpfad-Produkt aktiviert sind. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation des Herstellers des Mehrpfad-Produkts.

Virtuelle LvDisks

Eine virtuelle LvDisk ist eine emulierte SCSI-Platte, deren virtuelle Medien von einem logischen Volumen eines VM Hosts stammen. Zum Angeben des logischen Volumens eines VM Hosts verwenden Sie eine Zeichengerätedatei. Die Zeichengerätedatei befindet sich im Besitz von LVM oder VxVM.

Virtuelle LvDisks können nicht gleichzeitig von mehreren aktiven virtuellen Systemen gemeinsam verwendet werden. Es kann jeweils nur einem aktiven virtuellen System eine bestimmte virtuelle LvDisk-Ressource zugewiesen werden. Virtuelle LvDisk-Ressourcen können zwischen aktiven virtuellen Systemen getauscht werden (siehe „Verwenden des Integrity VM-Speichers“).

Um Datenbeschädigungen zu vermeiden, erfassen Sie logische Volumen für virtuelle LvDisks. Um diese Erfassung zu vereinfachen, verwenden Sie alle logischen Volumen in einer bestimmten Volumengruppe für ein einzelnes virtuelles System. Wenn logische Volumen auf diese Weise konfiguriert werden, müssen Sie nur die Volumengruppen protokollieren, um Medienkonflikte zu vermeiden. Unter „VM-Speicherverwaltung“ finden Sie weitere Informationen zum Protokollieren der Zuweisung virtueller Medien.

Logische Volumen können mithilfe des Dienstprogramms sam oder mit Veritas Enterprise Administrator erstellt werden. Alternativ können logische Volumen auch mithilfe der Befehle erstellt werden, die mit dem Volumen-Manager verfügbar sind. Alle logischen Volumen werden über Volumengruppentypen erstellt, die ihrerseits auf Plattenpartitionen oder vollständigen Platten erstellt werden. Die Kapazitäten der logischen Volumen ergeben sich aus dem Speicherplatz, der aus ihren jeweiligen Volumengruppentypen verfügbar ist; diese Kapazität des logischen Volumens kann vergrößert werden, ohne dass Daten im Volumen verloren gehen. Die Zeichengeräte für die logischen Volumen werden durch die entsprechenden Volumen-Manager erstellt, wenn das logische Volumen erstellt wird.

Wenn Sie LVM verwenden, lautet die Ressourcenanweisung für die virtuelle LvDisk folgendermaßen:

disk:scsi::lv:/dev/vg_name/rlvol_name

Dabei gilt Folgendes: /dev/vg_name/rlvol_name ist eine LVM-Zeichengerätedatei für rlvol_name auf vg_name. Um den LVM-Zeichengerätedateinamen anzuzeigen, geben Sie den folgenden Befehl ein:

# vgdisplay -v

VG Name                     /dev/lvrackA
VG Write Access             read/write
VG Status                   available
Max LV                      255
Cur LV                      4
Open LV                     4
Max PV                      16
Cur PV                      1
Act PV                      1
Max PE per PV               8683
VGDA                        2
PE Size (Mbytes)            4
Total PE                    8681
Alloc PE                    8192
Free PE                     489
Total PVG                   0
Total Spare PVs             0
Total Spare PVs in use      0

   --- Logical volumes ---
   LV Name                     /dev/lvrackA/disk1
   LV Status                   available/syncd
   LV Size (Mbytes)            8192
   Current LE                  2048
   Allocated PE                2048
   Used PV                     1

   LV Name                     /dev/lvrackA/disk2
   LV Status                   available/syncd
   LV Size (Mbytes)            8192
   Current LE                  2048
   Allocated PE                2048
   Used PV                     1

   LV Name                     /dev/lvrackA/disk3
   LV Status                   available/syncd
   LV Size (Mbytes)            8192
   Current LE                  2048
   Allocated PE                2048
   Used PV                     1

   LV Name                     /dev/lvrackA/disk4
   LV Status                   available/syncd
   LV Size (Mbytes)            8192
   Current LE                  2048
   Allocated PE                2048
   Used PV                     1

   --- Physical volumes ---
   PV Name                     /dev/dsk/c4t1d0
   PV Status                   available
   Total PE                    8681
   Free PE                     489
   Autoswitch                  On

In diesem Beispiel lautet die Ressourcenanweisung für die virtuelle LvDisk disk:scsi::lv:/dev/lvrackA/rdisk2.

Um VxVM zu verwenden, lautet die Ressourcenanweisung für die virtuelle LvDisk folgendermaßen:

disk:scsi::lv:/dev/vx/rdsk/dg_name/v_name

Dabei gilt Folgendes: /dev/vx/rdsk/dg_name/v_name ist eine VxVM-Zeichengerätedatei für das Volumen v_name der Plattengruppe dg_name. Um den VxVM-Zeichengerätedateinamen anzuzeigen, geben Sie den folgenden Befehl ein:

# vxprint

   
Disk group: rootdg

TY NAME         ASSOC        KSTATE   LENGTH   PLOFFS   STATE    TUTIL0
PUTIL0
dg rootdg       rootdg       -        -        -        -        -       -

dm disk01       c3t0d0       -        35562538 -        -        -       -

Disk group: VxvmTest1

TY NAME         ASSOC        KSTATE   LENGTH   PLOFFS   STATE    TUTIL0
PUTIL0
dg VxvmTest1    VxvmTest1    -        -        -        -        -       -

dm disk01       c5t8d0       -        71680564 -        -        -       -

v  vxvm_1       fsgen        ENABLED  2048000  -        ACTIVE   -       -
pl vxvm_1-01    vxvm_1       ENABLED  2048000  -        ACTIVE   -       -
sd disk01-01    vxvm_1-01    ENABLED  2048000  0        -        -       -

v  vxvm_1       fsgen        ENABLED  2048000  -        ACTIVE   -       -
pl vxvm_2-01    vxvm_2       ENABLED  2048000  -        ACTIVE   -       -
sd disk01-02    vxvm_2-01    ENABLED  2048000  0        -        -       -

v  vxvm_3       fsgen        ENABLED  2048000  -        ACTIVE   -       -
pl vxvm_3-01    vxvm_3       ENABLED  2048000  -        ACTIVE   -       -
sd disk01-03    vxvm_3-01    ENABLED  2048000  0        -        -       -

v  vxvm_4       fsgen        ENABLED  2048000  -        ACTIVE   -       -
pl vxvm_4-01    vxvm_4       ENABLED  2048000  -        ACTIVE   -       -
sd disk01-04    vxvm_4-01    ENABLED  2048000  0        -        -       -

Um VxVM verwenden zu könne, lautet die Ressourcenanweisung für die virtuelle LvDisk disk:scsi::lv:/dev/vx/rdsk/VxvmTest1/vxvm_2.

Weitere Informationen zu Mehrpfad-Lösungen für virtuelle LvDisks finden Sie unter „Mehrpfad-Lösungen für den VM-Speicher“.

Virtuelle FileDisks

Eine virtuelle FileDisk ist eine emulierte SCSI-Platte, deren virtuelle Medien aus einer VM Host-Datei stammen. Die VM Host-Datei wird mithilfe des absoluten Pfadnamens der Datei angegeben. Die Datei kann sich in einem VxFS-Dateisystem befinden, das auf dem VM Host lokal bereitgestellt wird. NFS-Dateisysteme werden für virtuelle FileDisks nicht unterstützt.

Virtuelle FileDisks können nicht gleichzeitig von mehreren aktiven virtuellen Systemen gemeinsam verwendet werden. Es kann jeweils nur einem aktiven virtuellen System gleichzeitig eine bestimmte virtuelle FileDisk-Ressource zugewiesen werden. Virtuelle FileDisk-Ressourcen können zwischen aktiven virtuellen Systemen getauscht werden (siehe „Verwenden des Integrity VM-Speichers“).

Die für virtuelle FileDisks verwendeten Dateisysteme müssen verwaltet werden, um Datenbeschädigungen zu verhindern. Um die Erfassung zu vereinfachen, wird empfohlen, dass alle Dateien unter einem bestimmten Verzeichnis mit einem einzelnen virtuellen System verwendet werden. Außerdem kann es hilfreich sein, Dateiverzeichnisse aus vollständigen logischen Volumen oder vollständigen Platten zuzuweisen, um die Erfassung weiter zu vereinfachen. Ausführliche Informationen finden Sie unter „VM-Speicherverwaltung“.

Die Ressourcenanweisung für die virtuelle FileDisk lautet folgendermaßen:

disk:scsi::file:/Pfadname/Datei

Dabei gilt Folgendes: /Pfadname/Datei gibt die VM Host-Datei an, die als virtuelles Medium verwendet wird.

Ein VxFS-Dateisystem kann auf einer vollständigen Platte, auf einer Plattenpartition oder auf einem logischen Volumen erstellt werden. Für Dateien mit mehr als 2 GB verlangt VxFS, dass das Dateisystem mit einer largefiles-Option markiert ist. Der Befehl mkfs kann verwendet werden, um die VxFS-Dateisysteme direkt zu erstellen. Nachdem Sie Dateisysteme erstellt wurden, kann mount zum Bereitstellen der Dateisysteme im VM Host-Dateisystem verwendet werden. Wenn Sie logische Volumen zum Erstellen des Dateisystems verwenden, können alternativ die Volumen-Manager-GUIs wie etwa sam zum Erstellen der Dateisysteme und ihrer Bereitstellungspunkte verwendet werden, wenn die logischen Volumen erstellt werden. Nachdem das Dateisystem bereitgestellt wurde, können jedoch in allen Fällen leere Dateien für eine virtuelle FileDisk mithilfe von hpvmdevmgt erstellt werden.

# mkfs -F vxfs -o largefiles /dev/dsk/c1t2d0
# mount /dev/dsk/c1t2d0 /fdev/frackA/
# hpvmdevmgmt -S 4G /fdev/frackA/disk1

In diesem Beispiel lautet die Ressourcenanweisung für die virtuelle FileDisk disk:scsi::file:/fdev/frackA/disk1.

Mehrpfad-Optionen für ein virtuelles FileDisk-Gerät werden unter „Mehrpfad-Lösungen für den VM-Speicher“ erläutert.

Virtuelle DVDs

Eine virtuelle DVD ist eine emulierte SCSI DVD-ROM mit virtuellen Medien, die von einer CD/DVD in einem CD/DVD-Laufwerk auf dem VM Host stammen. Das CD/DVD-Laufwerk des VM Hosts wird mithilfe einer HP-UX sdisk-Zeichengerätedatei angegeben.

Die virtuelle DVD ist zwar schreibgeschützt, die Langsamkeit der physischen CD/DVD-Laufwerke des VM Hosts verbietet jedoch die gemeinsame Verwendung durch mehrere aktive virtuelle Systeme. Daher sollte nur jeweils einem aktiven virtuellen System eine bestimmte virtuelle DVD-Ressource zugewiesen werden. Virtuelle DVD-Ressourcen können zwischen aktiven virtuellen Systemen getauscht werden (siehe „Verwenden des Integrity VM-Speichers“).

Die virtuellen DVDs erfordern keine Verwaltung zum Verhindern von Konflikten beim Schreiben auf das Gerät, weil sie schreibgeschützt sind. Um jedoch zu verhindern, dass durch ein falsches virtuelles System auf möglicherweise vertrauliche Informationen zugegriffen wird, müssen Sie sicherstellen, dass Sie wissen, welches virtuelle System aktuell Besitzer des Geräts ist, bevor Sie eine CD/DVD laden. Sie ermitteln diese Informationen auf dem VM Host mithilfe des Befehls hpvmstatus.

Die Ressourcenanweisung für die virtuelle DVD lautet folgendermaßen:

dvd:scsi::disk:/dev/rdsk/cXtYdZ

Dabei gilt Folgendes: /dev/rdsk/cXtYdZ ist eine HP-UX-Zeichengerätedatei, die ein CD/DVD-Laufwerk eines VM Hosts darstellt.

Normalerweise wird die HP-UX sdisk-Zeichendatei vor dem Starten des VM Hosts bereits erstellt. Sollte dies nicht der Fall sein, kann sie mithilfe der Dienstprogramme ioscan, insf und rmsf erstellt und verwaltet werden. Beispiel:

# ioscan -funC disk

disk 0 0/0/2/0.0.0.0 sdisk CLAIMED DEVICE HL-DT-STDVD+RW GCA-4040N
/dev/dsk/c0t0d0   /dev/rdsk/c0t0d0

# diskinfo /dev/rdsk/c0t0d0
SCSI describe of /dev/rdsk/c0t0d0:
             vendor: HL-DT-ST
         product id: DVD+RW GCA-4040N
               type: CD-ROM
               size: 4300800 Kbytes
   bytes per sector: 2048

In diesem Beispiel lautet die Ressourcenanweisung für die virtuelle DVD dvd:scsi::disk:/dev/rdsk/c0t0d0.

Damit eine virtuelle DVD von einem virtuellen System erkannt wird, müssen physische Medien im CD/DVD-Laufwerk des VM Hosts vorhanden sein. Wenn zum Startzeitpunkt des virtuellen Systems keine Medien hinzugefügt werden, können diese in das CD/DVD-Laufwerk des VM Hosts eingelegt werden, nachdem das virtuelle System bereits gestartet wurde. Ein erneuter Scan des Gastbetriebssystems erkennt die neuen Medien und fügt die virtuelle DVD dem virtuellen System hinzu.

Wenn der VM Host-Administrator aus bestimmten Gründen die Steuerung des CD/DVD-Laufwerks des VM Hosts benötigt, das von einem virtuellen System beansprucht wird, jedoch über keine Medien für das CD/DVD-Laufwerk des VM Hosts verfügt, sollte eine virtuelle NullDVD angegeben werden (siehe „Virtuelle NullDVDs“). Anschließend können physische Medien in das CD/DVD-Laufwerk des VM Hosts eingelegt und mithilfe des Befehls hpvmmodify oder dem Einfügebefehl der virtuellen Konsole in virtuelle Medien für eine virtuelle DVD umgewandelt werden (siehe „Gastsystemadministrator“).

Nachdem sich die virtuelle DVD im virtuellen System befindet, wird das CD/DVD-Laufwerk des VM Hosts gesperrt. Die Sperre des CD/DVD-Laufwerks des VM Hosts wird automatisch aufgehoben, wenn das virtuelle System heruntergefahren wird. Die CD/DVD des VM Hosts kann auch während des Betriebs des virtuellen Systems mithilfe des Befehls eject der Konsole gewechselt werden. Nach dem Auswurf wandelt sich die virtuelle DVD in eine virtuelle NullDVD, und die Sperre des CD/DVD-Laufwerks des VM Hosts wird aufgehoben. Nachdem Sie physische Medien in das CD/DVD-Laufwerk des VM Hosts eingelegt haben, verwenden Sie den Befehl insert der virtuellen Konsole, um eine virtuelle NullDVD erneut in eine virtuelle DVD umzuwandeln und das CD/DVD-Laufwerk des VM Hosts erneut zu sperren.

Für die meisten physischen CD/DVD-Geräte des VM Hosts auf HP Integrity-Servern gilt nur ein Pfad. Aus diesem Grund ist keine Mehrpfad-Software auf dem VM Host für sie verfügbar.

Virtuelle FileDVD

Eine virtuelle FileDVD ist eine emulierte SCSI DVD-ROM, deren virtuelle Medien aus einer ISO-Datei des VM Hosts stammen. Die ISO-Datei des VM Hosts wird mithilfe des absoluten Pfadnamens der ISO-Datei angegeben. Die Datei kann sich in einem VxFS-Dateisystem befinden, das auf dem VM Host lokal bereitgestellt wird. NFS-Dateisysteme werden für virtuelle FileDVDs nicht unterstützt.

Die Ressourcenanweisung für die virtuelle FileDVD lautet folgendermaßen:

dvd:scsi::file:/Pfadname/Datei.ISO

Dabei gilt Folgendes: /Pfadname/Datei.ISO gibt die ISO-Datei des VM Hosts an, die als virtuelles Medium verwendet wird.

Eine ISO-Datei des VM Hosts kann mithilfe des Dienstprogramms mkisofs oder des Befehls dd zum Kopieren der CD/DVD-Medien in eine Datei verwendet werden. Das VxFS-Dateisystem sollte für die Unterstützung von largefiles aktiviert sein, weil ISO-Dateien häufig größer als 2 GB sind. Alle ISO-Dateien, die für ein Gastbetriebssystem sinnvoll sind, sollten im gleichen Verzeichnis gespeichert werden, um dynamische Änderungen mithilfe der virtuellen Konsole nutzen zu können (siehe „Ändern von VM-Speichergeräten“). Die ISO-Dateien sollten mit den korrekten Berechtigungen versehen werden; sie dürfen keine globale Schreibberechtigung aufweisen. Beispiel:

# ls -l /var/opt/hpvm/ISO-images/hpux

total 26409104
-rw-r--r-- 1 root sys 3774611456 Jul 11 16:59 0505-FOE.iso
-rw-r--r-- 1 root sys 4285267968 Jul 11 17:05 0512-FOE.iso
-rw-r--r-- 1 root sys 3149987840 Jul 11 18:42 0603-FOE-D1.iso
-rw-r--r-- 1 root sys 1629978624 Jul 11 18:51 0603-FOE-D2.iso

In diesem Beispiel lautet die Ressourcenanweisung für die virtuelle FileDVD folgendermaßen: dvd:scsi::file:/var/opt/hpvm/ISOimages/hpux/0603-FOE-D1.iso.

Virtuelle FileDVDs können wie alle anderen Dateien auch die Mehrpfad-Optionen nutzen, mit denen das Dateisystem erstellt wird. Ausführliche Informationen finden Sie unter „Mehrpfad-Lösungen für den VM-Speicher“.

Virtuelle FileDVDs sind schreibgeschützt und werden von mehreren aktiven virtuellen Systemen gemeinsam verwendet. Verwenden Sie den Befehl hpvmdevmgmt, um sie als freigegeben zu markieren.

Um Medienkonflikte zu verhindern, müssen Sie virtuelle FileDVDs sorgfältig verwalten (siehe „VM-Speicherverwaltung“). Sie können mithilfe der virtuellen Konsole des Gastsystems im Dateisystemverzeichnis anzeigen, wo die ISO-Datei gespeichert ist. Um die Erfassung zu vereinfachen, weisen Sie Dateiverzeichnisse aus vollständigen logischen Volumen oder ganzen Festplatten zu.

Virtuelle NullDVDs

Eine virtuelle NullDVD ist eine emulierte SCSI DVD-ROM ohne aktuell vorhandene virtuelle Medien. Die nächste Medienauswahl kann abhängig von der Konfiguration der virtuellen NullDVD von einem CD/DVD-Laufwerk des VM Hosts oder einer ISO-Datei des VM Hosts stammen. Nachdem das nächste Medium ausgewählt wurde, ändert sich die virtuelle NullDVD in eine virtuelle DVD (siehe „Virtuelle DVDs“) oder in ein virtuelles FileDVD-Gerät (siehe „Virtuelle FileDVD“). Eine virtuelle NullDVD ist ein Übergangszustand eines leeren virtuellen DVD-Typs.

Die Konfigurationsmöglichkeiten einer virtuellen NullDVD hängen von den Zugriffsrechten ab, die der VM Host-Administrator dem Gastadministrator gewährt. Virtuelle DVD-Änderungen können über die virtuelle Konsole vorgenommen werden (siehe „Gastsystemadministrator“). Alle Änderungen der virtuellen DVD durch den Gastadministrator sind durch die Aktionen des VM Host-Administrators eingeschränkt.

Wenn der VM Host-Administrator dem Gastadministrator den Zugriff zum Laden und Entladen physischer Medien auf dem CD/DVD-Laufwerk des VM Hosts gewährt, wird die virtuelle NullDVD mit der folgenden Ressourcenspezifikation eingerichtet:

dvd:scsi::null:/dev/rdsk/cXtYdZ

Dabei gilt Folgendes: /dev/rdsk/cXtYdZ ist eine HP-UX sdisk-Zeichengerätedatei, die auf das CD/DVD-Laufwerk des VM Hosts verweist.

Der Vorgang ist mit dem Einrichten einer virtuellen DVD identisch (siehe „Virtuelle DVDs“), nur dass das CD/DVD-Laufwerks des VM Hosts möglicherweise keine Medien enthält. Das Medium wird vom Gastadministrator bereitstellt, der Zugriff auf den VM Host besitzen sollte, um solche physischen Medienänderungen vornehmen zu können. Beispiel:

# ioscan -funC disk

disk 0 0/0/2/0.0.0.0 sdisk CLAIMED DEVICE HL-DT-STDVD+RW GCA-4040N
/dev/dsk/c0t0d0   /dev/rdsk/c0t0d0

# diskinfo /dev/rdsk/c0t0d0

SCSI describe of /dev/rdsk/c0t0d0:
             vendor: HL-DT-ST
         product id: DVD+RW GCA-4040N
               type: CD-ROM
               size: 0 Kbytes
   bytes per sector: 0

In diesem Beispiel lautet die Ressourcenanweisung für die NullDVD dvd:scsi::null:/dev/rdsk/c0t0d0.

Wenn der VM Host-Administrator dem Gastadministrator keinen Zugriff auf das CD/DVD-Laufwerk des VM Hosts erteilen möchte, können Sie eine virtuelle NullDVD für ein Dateisystemverzeichnis einrichten, das die ISO-Dateien enthält, auf die der Gastadministrator zugreifen möchte. Die Ressourcenanweisung lautet dann folgendermaßen:

dvd:scsi::null:/pathname

Dabei gilt: /pathname ist das Dateisystemverzeichnis, in dem die ISO-Dateien gespeichert sind.

Dieser Vorgang ist identisch mit dem Einrichten einer virtuellen FileDVD (siehe „Virtuelle FileDVD“), nur dass die Datei nicht angegeben wird. Indem ein Dateiverzeichnis angegeben wird, kann der Gastadministrator über die virtuelle Konsole die zu verwendenden ISO-Dateien auswählen. Das Dateiverzeichnis muss ein lokal bereitgestelltes VxFS-Dateisystem sein. NFS-Dateisysteme werden nicht unterstützt. Wenn die ISO-Dateien eine globale Schreibberechtigung aufweisen, sind sie nicht über die virtuelle Konsole verfügbar. Für die folgenden ISO-Dateien:

# ls -l /var/opt/hpvm/ISO-images/hpux

total 26409104
-rw-r--r-- 1 root sys 3774611456 Jul 11 16:59 0505-FOE.iso
-rw-r--r-- 1 root sys 4285267968 Jul 11 17:05 0512-FOE.iso
-rw-r--r-- 1 root sys 3149987840 Jul 11 18:42 0603-FOE-D1.iso
-rw-r--r-- 1 root sys 1629978624 Jul 11 18:51 0603-FOE-D2.iso

lautet die Ressourcenanweisung für die virtuelle NullDVD dvd:scsi::file:/var/opt/hpvm/ISO-images/hpux/.

Sie können die virtuelle NullDVD so konfigurieren, dass sie freigegeben werden kann oder über Mehrpfad-Optionen verfügt. Wenn das virtuelle NullDVD-Gerät für die Verwendung des CD/DVD-Geräts des VM Hosts konfiguriert ist, kann sie nicht freigegeben werden, und es sind keine Mehrpfad-Optionen verfügbar. Wenn die virtuelle NullDVD für die Verwendung eines Dateisystemverzeichnisses konfiguriert ist, kann sie freigegeben werden, und Sie können Mehrpfad-Optionen verwenden (siehe „Mehrpfad-Lösungen für den VM-Speicher“). Um das Verzeichnis für mehrere virtuelle Systeme freizugeben, verwenden Sie den Befehl hpvmdevmgmt. Beispiel:

# hpvmdevmgmt -m gdev:/var/opt/hpvm/ISO-images/hpux/:attr:SHARE=YES

Weitere Informationen zur Verwendung des Befehls hpvmdevmgmt finden Sie unter „Verwalten der Gerätedatenbank“.

Virtuelle NullDVDs erfordern keine zusätzliche Verwaltung, die über die Verwaltungsaufgaben für die virtuellen DVD-Typen (siehe „Virtuelle DVDs“) oder virtuellen FileDVD-Typen (siehe „Virtuelle FileDVD“) hinausgeht, zu denen sie werden.

Verbindbare Geräte

Integrity VM ermöglicht das Verbinden physischer Hintergrundspeicher-Gerätetypen des VM Hosts mit virtuellen Systemen. Die Hintergrundspeicher-Gerätetypen des VM Hosts sind Bänder, Medienwechsler und CD/DVD-Brenner. Diese Geräte werden auf dem VM Host mithilfe von HP-UX sctl-Gerätedateien angegeben.

Das Gastbetriebssystem, das auf dem virtuellen System ausgeführt wird, besitzt die vollständige Kontrolle über ein verbundenes physisches Gerät. Aus diesem Grund muss das Gastbetriebssystem das Gerät unterstützen, das verbunden wird. Eine Liste der unterstützten Gastbetriebssystemtreiber finden Sie in der Produktdokumentation des Geräts.

Die Ressourcenanweisungen für verbundene Geräte nehmen abhängig vom Gerätetyp die folgende Form an:

  • Verwenden Sie für Magnetbänder die folgende Ressourcenanweisung:

    tape:scsi::attach:/dev/rscsi/cXtYdZ
  • Verwenden Sie für Medienwechsler die folgende Ressourcenanweisung:

    changer:scsi::attach:/dev/rscsi/cXtYdZ
  • Verwenden Sie für CD/DVD-Brenner die folgende Ressourcenanweisung:

    burner:scsi::attach:/dev/rscsi/cXtYdZ

Dabei gilt Folgendes: /dev/rscsi/cXtYdZ ist eine HP-UX sctl-Gerätedatei für den angegebenen Gerätetyp.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um eine HP-UX sctl-Gerätedatei zu erstellen:

  1. Führen Sie ioscan aus, um neue Geräte aufzurufen, die ggf. kürzlich hinzugefügt wurden:

    # ioscan
  2. Suchen Sie das Gerät, das verbunden werden soll.

    2a. Installieren Sie ggf. gerätespezifische Dateien für diese neuen Geräte:

    # insf -e

    2b. Überprüfen Sie, ob die neuen Geräte vom VM Host in Anspruch genommen wurden:

    # ioscan -fun

    Das folgende Beispiel zeigt ein in Anspruch genommenes Bandgerät:

    tape 1 0/2/1/0.5.0 stape CLAIMED DEVICE HP C7438A
    /dev/rmt/1m            /dev/rmt/c6t5d0BESTn
         /dev/rmt/1mb           /dev/rmt/c6t5d0BESTnb
         /dev/rmt/1mn           /dev/rmt/c6t5d0DDS
         /dev/rmt/1mnb          /dev/rmt/c6t5d0DDSb
         /dev/rmt/c6t5d0BEST    /dev/rmt/c6t5d0DDSn
         /dev/rmt/c6t5d0BESTb   /dev/rmt/c6t5d0DDSnb

    Wenn das Gerät über ioscan -fun nicht angezeigt wird, fahren Sie mit Schritt 2c fort. Fahren Sie andernfalls mit Schritt 3 fort.

    2c. Wenn das Gerät nicht in Anspruch genommen wird, stellen Sie sicher, dass das Gerät zumindest angezeigt wird:

    # ioscan -fk

    Das folgende Beispiel zeigt ein nicht in Anspruch genommenes Medienwechslergerät:

    ext_bus 6 0/2/1/0 c8xx CLAIMED INTERFACE SCSI C1010 Ultra160 Wide LVD A6828-60101
    target 35 0/2/1/0.0 tgt CLAIMED DEVICE
    unknown -1 0/2/1/0.0.0 UNCLAIMED UNKNOWN HP ThinStor AutoLdr

    Wenn das Gerät nicht angezeigt wird, liegt ein Hardwareproblem oder ein SCSI-ID-Konflikt vor. Lesen Sie die Dokumentation für das betreffende Gerät, um dieses Problem zu beheben, bevor Sie fortfahren.

    Wenn das Gerät zwar angezeigt, nicht jedoch in Anspruch genommen wird, sind fehlende Treiber im VM Host die Ursache. Integrity VM erfordert nicht, dass die Treiber auf dem VM Host geladen werden, um die Geräte zu verbinden. Die Treiber für das HP-UX-Band (stape) und den -Wechsler (schgr) werden nur dann standardmäßig geladen, wenn diese Geräte zum Installationszeitpunkt verbunden sind. Um die Treiber statisch zu laden, verwenden Sie den Befehl kcmodule. Der VM Host muss neu gestartet werden, um die Installation abzuschließen. Alle ausgeführten Gastsysteme müssen heruntergefahren werden, bevor diese Treiber geladen werden.

    Das folgende Beispiel zeigt die Installation des Bandtreibers:

    # kcmodule stape=static

    Das folgende Beispiel zeigt die Installation des Medienwechslertreibers:

    # kcmodule schgr=static

    Wenn Sie die VM Host-Treiber nicht laden, fahren Sie mit Schritt 4 fort.

    Wenn Sie die VM Host-Treiber laden, sollten diese Geräte nach dem Neustart des VM Hosts in ioscan mit Gerätedateien angezeigt werden. Fahren Sie in diesem Fall mit Schritt 3 fort.

  3. Installieren Sie die sctl-Gerätedateien mithilfe des Befehls hpvmdevmgmt unter dem Verzeichnis /dev/rscsi/. Beispiel:

    # hpvmdevmgmt -I
  4. Suchen Sie eine /dev/rscsi sctl-Gerätedatei, die dem zu verbindenden Gerät entspricht.

    4a. Wenn das Gerät in Anspruch genommen wurde, endet die /dev/rscsi-Datei mit den gleichen cXtYdZ-Nummern.

    Das folgende Beispiel zeigt ein Bandgerät:

    	Claimed = /dev/rmt/c6t5d0BEST
    	SCTL = /dev/rscsi/c6t5d0

    Das folgende Beispiel zeigt ein Medienwechslergerät:

    	Claimed = /dev/rac/c6t0d0
    	SCTL = /dev/rscsi/c6t0d0

    Das folgende Beispiel zeigt ein CD/DVD-Brennergerät:

    	Claimed = /dev/rdsk/c4t3d2
    	SCTL = /dev/rscsi/c4t3d2

    Nachdem die /dev/rscsi-Datei gefunden wurde, fahren Sie mit Schritt 5 fort.

    4b. Wenn das Gerät nicht in Anspruch genommen wird, muss eine /dev/rscsi-Datei mit Angaben erstellt werden, die der Hardwareadresse entsprechen.

    Das folgende Beispiel zeigt das Ermitteln der Hardwareadresse für ein Bandgerät:

    ext_bus     6  0/2/1/0        c8xx       CLAIMED
    INTERFACE    SCSI C1010 Ultra160 Wide LVD A6828-60101
    unknown    -1  0/2/1/0.5.0               UNCLAIMED
    UNKNOWN     HP	Ultrium Device Hardware Address = 0/2/1/0.5.0

    Das folgende Beispiel zeigt, wie die Hardwareadresse in Controller-, Ziel- und Geräteangaben aufgeschlüsselt wird:

    • c ist die Instanz von 0/2/1/0.

    • ext_bus ist 6.

    • t ist 5.

    • d ist 0.

    • Die zu erstellende sctl-Datei ist /dev/rscsi/c6t5d0

    Informationen zum Erstellen der sctl-Gerätedatei finden Sie unter scsi_ctl(1M).

    Verwenden Sie den Befehl mknod, und ersetzen Sie die Werte in der kleineren Angabe wie angegeben:

    # /usr/sbin/mknod  /dev/rscsi/devname c 203 0xCCTL02

    Dabei setzen sich die Komponententeile der kleineren Angabe wie folgt zusammen:

    Tabelle 6-2 Kleinere Angaben für sctl-Gerätedateien

    Kleinere AngabeKonstruktion
    CCZwei hexadezimale Ziffern, die die steuernde Schnittstellenkarte durch ihre Instanznummer identifizieren. Der Instanzwert wird in der Ausgabe des Befehls ioscan unter Spalte I für den Schnittstellenhardwaretyp angezeigt.
    TEine hexadezimale Ziffer, die die Laufwerk(ziel)adresse angibt.
    LEine hexadezimale Ziffer, die die LUN innerhalb des Geräts angibt.
    0Hexadezimale Ziffer Null für den reservierten Teil der kleineren Angabe.

     

    Das folgende Beispiel zeigt das Bandgerät:

    # /usr/sbin/mknod /dev/rscsi/c6t5d0 c 203 0x065002
  5. Verwenden Sie die ermittelte oder erstellte sctl-Gerätedatei, um das verbundene Gerät anzugeben.

    Verbundenes GerätRessourcenanweisung
    Bandtape:scsi::attach:/dev/rscsi/c6t5d0
    Medienwechslerchanger:scsi::attach:/dev/rscsi/c6t0d0
    CD/DVD-Brennerburner:scsi::attach:/dev/rscsi/c4t3d0

Verbundene Geräte können nicht gleichzeitig von mehreren aktiven virtuellen Systemen gemeinsam verwendet werden. Es kann jeweils nur einem aktiven virtuellen System gleichzeitig ein bestimmtes verbundenes Gerät zugewiesen werden. Ebenso wie virtuelle Geräte können verbundene Geräte jedoch dynamisch mit aktiven virtuellen Systemen verbunden oder von diesen getrennt werden (siehe „Verwenden des Integrity VM-Speichers“). Wenn das Gerät mit einem virtuellen System verbunden wird, kann es zu diesem Zeitpunkt oder während des Verbindungsvorgangs nicht vom VM Host geöffnet werden.

Da Bänder, Medienwechsler und CD/DVD-Brenner nicht virtualisiert sind, müssen Medienänderungen mit diesen physisch vorgenommen werden. Medienänderungen mit verbundenen Geräten müssen daher von Personen vorgenommen werden, die Zugang zu diesem betreffenden physischen Speicher besitzen. Änderungen an verbundenen Geräten verlangen ggf., dass die Sperre des Geräts aus einem aktiven Gastbetriebssystem aufgehoben wird. Verbundene Geräte verbleiben im letzten Sperrstatus, den das Gastbetriebssystem festgelegt hat, wenn das Gerät getrennt oder das virtuelle System heruntergefahren wird. Leere Geräte werden verbunden und nicht gesperrt.

Für verbundene Geräte auf dem VM Host sind keine Mehrpfad-Lösungen verfügbar. Mehrpfad-Produkte werden im virtuellen System nicht unterstützt.

Verwalten Sie verbundene Geräte, damit verhindert wird, dass die falschen virtuellen Systeme vertrauliche Informationen anzeigen können. Sie können mithilfe des Befehls hpvmstatus anzeigen, welche virtuellen Systeme zurzeit verbundene Geräte verwenden.

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