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HP Integrity Virtual Machines: Installation, Konfiguration und Verwaltung > Kapitel 10 Verwenden von HP Serviceguard mit Integrity VM

Serviceguard in Gastkonfigurationen

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Technische Dokumentation

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Sie können Serviceguard auf einem HP-UX-Gastsystem installieren, um hohe Verfügbarkeit für die Anwendungen bereitzustellen, die auf dem Gastsystem ausgeführt werden. In dieser Art von Konfiguration wird das Gastsystem als Knoten in einem Serviceguard-Cluster konfiguriert. Abhängig von der Konfiguration des Clusters kann das Anwendungspaket einen Failover von einem Gastsystem auf ein anderes Gastsystem im gleichen VM Host-System, von einem Gastsystem auf ein anderes Gastsystem in einem VM Host-System oder von einem Gastsystem in einem VM Host-System auf einen separaten physischen Server oder eine nPar ausführen. Sie können Konfigurationen mit Serviceguard in Gastsystemen sogar mischen, um Ihre besonderen Anforderungen zu erfüllen. In den folgenden Abschnitten werden diese Konfigurationen mit Serviceguard in Gastsystemen beschrieben.

Cluster in einer Box

Abbildung 10-1 zeigt die Konfiguration eines Anwendungspakets, das einen Failover auf ein anderes Gastsystem im gleichen VM Host-System durchführen kann.

Abbildung 10-1 Gastanwendungsfailover auf ein anderes Gastsystem auf dem gleichen VM Host

Gastanwendungsfailover auf ein anderes Gastsystem auf dem gleichen VM Host

In dieser Konfiguration sind der primäre Knoten und der aufnehmende Knoten Gastsysteme, die auf dem gleichen VM Host-System ausgeführt werden. Dieser Cluster bietet keinen Schutz vor SPOF (Single Point of Failure), weil sowohl das primäre Clusterelement als auch das aufnehmende Clusterelement Gastsysteme auf dem gleichen physischen System sind. Diese Konfiguration ist jedoch in Testumgebungen sinnvoll.

Wenn Sie mehrere Gastsysteme auf dem VM Host-System ausführen und den gleichen Speicher für die Gastsysteme freigeben müssen, müssen Sie das Attribut SHARE der freigegebenen Platte mithilfe des Befehls hpvmdevmgmt wie im folgenden Beispiel gezeigt in YES ändern:

# hpvmdevmgmt -m gdev:/dev/rdsk/c6t1d4:attr:SHARE=YES

Weitere Informationen zur Verwendung des Befehls hpvmdevmgmt finden Sie unter „Verwalten der Gerätedatenbank“.

Virtueller/virtueller Cluster

Abbildung 10-2 zeigt die Konfiguration eines Anwendungspakets, das einen Failover auf ein Gastsystem durchführen kann, das auf einem anderen VM Host-System ausgeführt wird.

Abbildung 10-2 Gastanwendungsfailover auf ein Gastsystem auf einem anderen VM Host

Gastanwendungsfailover auf ein Gastsystem auf einem anderen VM Host

In dieser Konfiguration sind die Serviceguard-Knoten Gastsysteme, die auf separaten nPars oder HP Integrity-Servern ausgeführt werden.

Virtueller/physischer Cluster

Abbildung 10-3 zeigt die Konfiguration eines Anwendungspakets, das einen Failover auf einen dedizierten HP Integrity-Server oder eine nPartition durchführen kann.

Abbildung 10-3 Gastanwendungsfailover auf einen HP Integrity-Server

Gastanwendungsfailover auf einen HP Integrity-Server

In diesem Fall besteht der Serviceguard-Cluster aus einem VM Host-System und einem Serviceguard-Knoten, der nicht Integrity VM ausführt. Die als Serviceguard-Paket konfigurierte Anwendung kann einen Failover auf den physischen Knoten durchführen. Alternativ können Sie die Anwendung auf dem physischen Knoten ausführen und das Gastsystem auf dem VM Host-System als den aufnehmenden Knoten konfigurieren.

Konfigurieren von Serviceguard in Gastsystemen

Verwenden Sie das folgende Verfahren, um einen Serviceguard-Cluster zu konfigurieren, der einer Anwendung einen Failover von einem Gastsystem auf ein anderes ermöglicht.

  1. Installieren Sie Serviceguard auf den HP-UX-Gastsystemen, die die Anwendung ggf. ausführen.

  2. Installieren Sie für den virtuellen/physischen Cluster Serviceguard auf dem physischen Knoten.

  3. Vergewissern Sie sich, dass jedes Gastsystem Zugriff auf einen Quorumserver oder eine Clustersperrplatte hat.

  4. Verwenden Sie den Befehl hpvmstatus, um sich zu vergewissern, dass das Gastsystem ausgeführt wird, und um den Gastsystemnamen zu überprüfen.

  5. Verwenden Sie den Befehl cmquerycl, um die Knoten anzugeben, die im Cluster enthalten sein sollen, und eine Vorlage für die Clusterkonfigurationsdatei zu generieren. Um beispielsweise einen Cluster namens gcluster einzurichten, der die Knoten Host1 und Host2 enthält, geben Sie den folgenden Befehl ein:

    # cmquerycl -v -C /etc/cmcluster/gcluster.config -n host1 -n host2 -q quorum-server-host

    Verwenden Sie die Option -q, wenn ein Quorumserver für den Cluster verwendet wird.

  6. Bearbeiten Sie die Datei /etc/cmcluster/cluster-name.config (wobei cluster-name der Name des Clusters ist, der im Befehl cmquerycl angegeben wird). Weitere Informationen zum Ändern der Informationen in der Clusterkonfigurationsdatei finden Sie im Handbuch Managing Serviceguard (Englisch).

  7. Verwenden Sie den folgenden Befehl, um den Inhalt der Datei zu überprüfen:

    # cmcheckconf -k -v -C /etc/cmcluster/gcluster.config

    Dieser Befehl stellt sicher, dass der Cluster ordnungsgemäß konfiguriert ist.

  8. Generieren Sie die binäre Konfigurationsdatei, und verteilen Sie sie mithilfe des folgenden Befehls:

    # cmapplyconf -k -v -C /etc/cmcluster/gcluster.config
  9. Starten Sie den Cluster mithilfe des folgenden Befehls:

    # cmruncl

Dieses Verfahren stellt ein einfaches Beispiel für das Erstellen von Gastanwendungspaketen dar. Informationen zum Einrichten der Serviceguard-Konfiguration finden Sie im Handbuch Managing Serviceguard (Englisch).

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