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HP Integrity Virtual Machines: Installation, Konfiguration und Verwaltung > Kapitel 10 Verwenden von HP Serviceguard mit Integrity VM

Problembehandlung für Serviceguard mit Integrity VM

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In diesem Abschnitt wird das Beheben von Problemen beschrieben, die bei der Verwendung von Serviceguard und Integrity VM auftreten können.

Problembehandlung für Serviceguard auf dem Host

Wenn das verteilte Gastsystem nicht gestartet und auch kein Failover ausgeführt wird, überprüfen Sie die Datei /var/adm/syslog/syslog.log sowie die Paketprotokolldatei (/etc/cmcluster/guest—name/guest—name.sh.log).

Wenn ein Paket nicht gestartet wird, hält ServiceGuard das Paket an. Die Protokolldateien enthalten hinter dem Abschnitt zum Paketstart einen Abschnitt zum Anhalten des Pakets, in dem Sie die tatsächlichen Startfehlernachrichten finden. Überprüfen Sie den Abschnitt zum Anhalten des Pakets sowie den Abschnitt zum Paketstart, wenn Sie die Paketprotokolldateien nach einem Paketstartfehler anzeigen.

Wenn für das verteilte Gastsystem kein Failover stattfindet, deaktivieren Sie das Paket mithilfe des Befehls cmhaltpkg. Stellen Sie sicher, dass das Gastsystem über die erforderlichen Ressourcen verfügt, um auf dem aufnehmenden Knoten ausgeführt werden zu können, indem Sie das Paket auf dem annehmenden Knoten manuell mit der gleichen Auslastung mithilfe des Befehls cmrunpkg starten.

Wenn sich das Paket auch durch manuelle Steuerung nicht starten lässt, halten Sie den Cluster an und testen dann das Gastsystem compass1.

  1. Verwenden Sie den Befehl hpvmmodify, um das Gastsystem so festzulegen, dass es nicht verteilt wird. Beispiel:

    # hpvmmodify -P compass1 -i NONE
    # hpvmmodify -P compass1 -j 0
  2. Zum Starten des Gastsystems mit dem gleichen VM Host-System und der gleichen Auslastung verwenden Sie den Befehl hpvmstart. Verwenden Sie die virtuelle Konsole (hpvmconsole), um sich zu vergewissern, dass das Gastbetriebssystem installiert ist und Anwendungen ordnungsgemäß ausgeführt werden.

Nachdem Sie das Gastsystem getestet haben, erstellen Sie das Serviceguard-Paket erneut.

Wenn das Gastsystem nicht gestartet wird, Fehler zu Speicherproblemen angezeigt werden und Sie logische Volumen verwenden, sind die Speichereinheiten ggf. nicht für den VM Host verfügbar. Um die Speichereinheiten bereitzustellen, geben Sie die entsprechenden Befehle wie folgt ein:

  • Für logische LVM-Volumen geben Sie die folgenden Befehle ein:

    # vgchange -c n /dev/vgxx
    # vgchange -a y /dev/vgxx
  • Für logische VxVM-Volumen geben Sie die folgenden Befehle ein:

    # vxdg import Name_Plattengruppe
    # vxvol -g Name_Plattengruppe startall
  • Wenn Sie Dateien auf einem logischen Volumen verwenden, geben Sie außerdem den folgenden Befehl ein:

    # mount /dev/vgxx /Einhängepunkt
    

Nachdem Sie sichergestellt haben, dass die Hintergrundspeichergeräte verfügbar sind, stellen Sie deren ursprünglichen Zustand wieder her.

Die folgenden Probleme können sich beispielsweise aus einer falschen Speicherkonfiguration ergeben:

  • Ganze Platten - Stellen Sie sicher, dass der VM Host auf die Platten zugreifen kann. Dieses Problem kann ggf. bis zu einem Hardware- oder Speichersubsystemproblem zurückverfolgt werden.

  • LVM - Bevor Sie ein Paket starten können, erfordert ServiceGuard, dass alle dem Paket zugeordneten Volumengruppen inaktiv sind. Einzelheiten zum Deaktivieren von LVMs finden Sie im Handbuch Managing Serviceguard (Englisch).

  • VxVm - Bevor Sie ein Paket starten können, erfordert ServiceGuard, dass alle dem Paket zugeordneten Plattengruppen entfernt werden. Einzelheiten finden Sie im Handbuch Managing Serviceguard (Englisch).

  • Dateien - Bevor Sie ein Paket starten können, erfordert ServiceGuard, dass Dateisysteme von Dateihintergrundspeichern, die dem Paket zugeordnet sind, entfernt werden.

Wenn das Gastsystem Probleme beim Zugriff auf das Netzwerk hat, stellen Sie sicher, dass die Netzwerkgeräte auf dem VM Host-System verfügbar sind. Pakete werden nicht gestartet, wenn eines ihrer definierten Subnets nicht verfügbar ist. Dieser Fall verursacht mehrere Fehler, wenn keine Standby-LANs verfügbar sind oder mindestens ein Switch, ein Hub, eine Schnittstelle oder ein Kabel ausfällt.

Ein Fehler, der häufig beim Starten eines Pakets auftritt, ist ein Mangel an verfügbarem Speicher. Weitere Informationen zum Bereitstellen der erforderlichen Speicherressourcen finden Sie unter „Erstellen von virtuellen Systemen“.

Erstellen verteilter Gastsysteme

Dieses Handbuch beschreibt die Verwendung des Skripts hpvmsg_package.sh zum Konfigurieren von Gastsystemen als Serviceguard-Paket. Wenn Sie die Serviceguard-Paketkonfiguration erstellen und Skripts manuell steuern möchten, verwenden Sie die folgenden Optionen der Befehle hpvmcreate, hpvmmodify oder hpvmclone, um den Serviceguard-Paketnamen zu identifizieren und das Gastsystem als verteiltes Gastsystem zu markieren.

  • Verwenden Sie die Option -i, um das Serviceguard-Paket anzugeben. (Beispiel: -i SG_Paketname).

  • Verwenden Sie die Option -j 1, um anzugeben, dass das Gastsystem ein verteiltes Gastsystem ist.

Weitere Informationen finden Sie in der Datei hpvmsg_package.sh.

Netzwerk

Gehen Sie folgendermaßen vor, wenn für das Gastsystem nach dem Failover Netzwerkprobleme auftreten:

  • Stellen Sie sicher, dass die vswitches auf dem aufnehmenden Knoten ordnungsgemäß konfiguriert sind. Wenn Sie die VLAN-Funktion der vswitches von Integrity VM verwenden, vergewissern Sie sich, dass jedem Port die entsprechenden VLAN-IDs zugewiesen sind.

  • Passen Sie die Werte der folgenden Serviceguard-Parameter in der Clusterkonfigurationsdatei an. Die richtigen Einstellungen für die Parameter HEARTBEAT_INTERVAL und NODE_TIMEOUT sind system- und lastabhängig. Insbesondere gilt Folgendes:

    • Der Parameter HEARTBEAT_INTERVAL gibt das normale Intervall zwischen der Übermittlung von Taktnachrichten von einem Knoten an einen anderen im Cluster an. Der Wert des Parameters HEARTBEAT_INTERVAL wird in Mikrosekunden eingegeben; der Standardwert beträgt 1.000.000 Mikrosekunden. Das Festlegen des Werts dieses Parameters auf einen niedrigeren Wert als den Standardwert wird nicht empfohlen. Nach Möglichkeit sollte der Standardwert verwendet werden. Der maximal empfohlene Wert beträgt 15 Sekunden, der maximal unterstützte Wert 30 Sekunden. Dieser Wert sollte mindestens halb so groß wie der Wert des Parameters NODE_TIMEOUT sein.

    • Der Parameter NODE_TIMEOUT gibt die Zeitspanne an, nach der der Serviceguard-Knoten ggf. entscheidet, dass der andere Knoten nicht mehr verfügbar ist, und die Clusterneuformation einleitet. Dieser Parameter wird in Mikrosekunden eingegeben; der Standardwert beträgt 2.000.000 Mikrosekunden. Der Mindestwert ist das Doppelte des Werts des Parameters HEARTBEAT_INTERVAL. Der maximal empfohlene Wert für diesen Parameter ist 30.000.000. Die Standardeinstellung führt zu den schnellsten Clusterneuformationen. Das Verwenden des Standardwerts erhöht jedoch die Wahrscheinlichkeit unberechtigter Neuformationen aufgrund momentaner Systemhänger oder Spitzen der Netzwerkauslastung. Für viele Installationen ist eine Einstellung zwischen 5.000.000 und 8.000.000 (5 bis 8 Sekunden) geeigneter. Der maximal empfohlene Wert beträgt 30 Sekunden, der maximal unterstützte Wert 60 Sekunden.

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