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HP Integrity Virtual Machines: Installation, Konfiguration und Verwaltung: Version A.03.50 > Kapitel 1 Einführung

Neue Funktionen und Verbesserungen in diesem Release

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Technische Dokumentation

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Das Integrity VM-​Release V3.5 enthält neue, beschleunigte Speicher- und Netzwerkprodukte, welche die E/A-Leistung von Integrity VM insgesamt verbessern. Diese so genannten AVIO-Produkte (Accelerated Virtual I/O) haben gegenüber den bestehenden vollständig virtualisierten Speicher- und Netzwerklösungen von Integrity VM einen um 60 % reduzierten Servicebedarf und bieten einen um das Zweifache erhöhten Durchsatz. Die Leistung ist von der Anwendungsauslastung abhängig und in der Regel bei größeren Meldungen besser.

Die in diesem Integrity VM-​Release eingeführten Verbesserungen sind im Folgenden aufgeführt:

  • Gäste können jedes der folgenden Betriebs­systeme ausführen:

    • HP-UX 11i v2 (Mai 2005 [0505] oder später), ein­schließlich HP-UX 11i v2 0712

    • HP-UX 11i v3

    • Windows 2003 (Enterprise oder Datacenter Edition), SP1 und SP2

    • Red Hat Linux Enterprise Edition Advanced Server Release 4 Update 4 und Update 5

    • SUSE Linux Enterprise Server (SLES) für HP Integrity-Server, SLES 10 Update 1.

  • Integrity VM enthält nun das Produkt AVIO, das die Leistung von virtuellen Systemen hinsichtlich Speicher- und Netzwerkzugriff verbessert. AVIO wird auf HP-UX 11i v2-Hosts und -Gastsystemen unterstützt. Diese Funktion beinhaltet:

    • Änderungen beim Befehl hpvmnet. Dazu zählen beispielsweise die Anzeige des Adaptertyps für jeden auf dem vswitch definierten Port sowie das Abrufen von portbezogenen Statistikdaten.

    • Änderungen bei den Hilfeseiten hpvmresources und hpvmstatus. Sie enthalten nun die neuen AVIO-​Adapternamen für die Gastsystemerstellung:avio_lan und avio_stor.

    • Änderungen beim Befehl hpvmcollect: Hinzugekommen sind Werte für AVIO-LANs und -Speicher.

    • Änderungen bei den Befehlen hpvmcreate, hpvmclone und hpvmmodify: Hinzugefügt wurde die Bezeichnung von AVIO-Netzwerkadaptern und AVIO-Speicheradaptern auf einem Gastsystem. Der Bezeichner für den Netzwerkadapter lautet avio_lan, für den Speicheradapter avio_stor. Weitere Informationen finden Sie unter Abschnitt .

  • Integrity VM bietet nun eine Hierarchieprüfung.

    Der Befehl hpvmdevmgmt wurde geändert und ermöglicht die Prüfung der Hierarchie, indem ein Hostdateisystemverzeichnis als reserviertes Verzeichnis zur Gerätedatenbank hinzugefügt wird. Alle Dateien, Geräte und Unterverzeichnisse unter einem reservierten Verzeichnis sind ebenfalls reserviert. Ein Verzeichnis kann nicht reserviert werden, wenn eine darin enthaltene Datei, ein Gerät oder ein Unterverzeichnis bereits von einem Gastsystem verwendet wird.

  • Es wurden neue öffentliche APIs für Hosts und Gastsysteme in hpvm_api_public.h definiert. Folgende APIs wurden in Integrity VM aufgenommen:

    • hpvm_api_server_check: Überprüft, ob der Befehl auf einem Integrity VM-Serversystem ausgeführt wird.

    • hpvm_api_virtmach_check: Überprüft, ob der Befehl auf einem virtuellen Integrity VM-System ausgeführt wird.

    • hpvm_api_version_get_machine: Ruft die Versionszeichenfolge eines Integrity VM-Servers oder eines virtuellen Systems ab.

    • hpvm_api_my_uuid_get_machine: Ruft die UUID dieses aktiven Integrity VM-Servers oder virtuellen Systems ab.

    • hpvm_api_server_uuid_get: Ruft die UUID des Integrity VM-Servers des virtuellen Systems ab, auf dem diese API ausgeführt wird.

    • hpvm_api_server_hostname_get: Ruft den Hostnamen des Integrity VM-Servers des virtuellen Systems ab, auf dem diese API ausgeführt wird.

  • Die EFI-Funktionalität zum direkten Starten vom Band wurde zu Integrity VM hinzugefügt. Wenn auf dem HP-UX-Gastsystem mit dem Ignite-Dienstprogramm „make_tape_recovery“ ein Sicherungsband dieses Gastsystems erstellt wurde, kann mit diesem Sicherungsband aus EFI heraus gestartet werden, um eine Wiederherstellung und Neuinstallation vom Sicherungsband vorzunehmen.

  • Der Befehl hpvminfo wurde geändert und zeigt nun die von den unterstützten öffentlichen Schnitt­stellen zurückgegebenen Informationen an. Diese Schnitt­stellen sind in hpvm_api_public.h definiert. Beispielsweise können Sie den Befehl bei Ausführung auf einem VM-Host folgendermaßen verwenden:

    # hpvminfo -S
    HPVM Server information
    VERSION: HPVM A.03.50 clearcase opt Wed Sep 19 2007 12h20m34s EDT
    MY UUID: 58d03fSd-79ed-11d9-b720-17c097e9e0d0

    Bei Ausführung auf einem VM-Host können Sie den Befehl folgendermaßen verwenden:

    # hpvminfo -S
    HPVM Guest information
    VERSION: HPVM A.03.50 clearcase opt Mon Aug 01 2007 13h32m14s EDT
    MYUUID:  1C57939a-56b1-11dc-a903-0017a4510fc0
    SERVER UUID:  58d03fSd-79ed-11d9-b720-17c097e9e0d0
    SERVER HOSTNAME: test.case.com
  • Ein Server kann nun in einem Schritt statt in dreien hinzugefügt werden. Bisher mussten zum Hinzufügen eines HPVM-Servers drei Befehle ausgegeben werden. Mit den folgenden drei Befehlen wird beispielsweise ein Server mit dem Hostnamen company hinzugefügt:

    1. Eintrag hinzufügen:

      hpvmdevmgmt -a server:company
    2. Attribut SERVERID hinzufügen:

      hpvmdevmgmt -a server:company:attr:SERVERID=5
    3. Attribut SERVERADDR hinzufügen:

      hpvmdevmgmt -a server:company:attr:SERVERADDR=16.116.66.159

    Die Verwendung dieser drei Schritte ist weiterhin möglich. Sie können jedoch nun einen Server auch durch Eingeben eines einzigen Befehls hinzufügen, zum Beispiel:

    # hpvmdevmgmt -a server:company:attr:SERVERID=5,SERVERADDR=16.116.66.159
  • Der vom VM Host-System genutzte Speicher ist in diesem Release besser geschützt. Mit dem neuen Befehl hpvmhostrdev werden Platten, LUNs und logische Volumen, die vom VM Host für sein Betriebs­system, Dateisystem sowie als Auslagerungsspeicher verwendet werden, in der Integrity VM-Gerätedatenbank als „reservierte Geräte“ gekennzeichnet. Dadurch wird ihre Nutzung durch virtuelle Systeme als Speicher verhindert und so eine versehentliche Beschädigung oder Zerstörung der VM-Host-Umgebung vermieden.

    Beim Starten von Integrity VM auf dem VM-Host-System wird der Befehl hpvmhostrdev aufgerufen, durch den die reservierten Geräte automatisch zur Integrity VM-Gerätedatenbank hinzufügt werden. Der Befehl hpvmhostrdev basiert auf denselben Speicheranalysewerkzeugen, die auch von System Management Homepage (SMH) und anderen Verwaltungstools von Virtual Server Environment (VSE) verwendet werden. Dies gewährleistet Konsistenz über alle HP Verwaltungsprodukte hinweg.

    Benutzer mit der entsprechenden Berechtigung können den Befehl hpvmhostrdev auf dem VM-Host-System auch zum Aktualisieren der Integrity VM-Gerätedatenbank verwenden. Standardmäßig erzwingt der Befehl einen vollständigen Hardwaresuchlauf auf dem VM-Host-System. Anhängig von der Speichergröße und Netzwerkkonfiguration kann die Ausführung einige Minuten dauern. Die Verwendung des Befehls ist immer dann sinnvoll, wenn neue Hardware zum VM-Host-System hinzugefügt wird. Der Befehl hpvmhostrdev kann auch mit der Option -u verwendet werden, bei der kein neuer Hardwaresuchlauf erzwungen wird, sondern die Aktualisierung der Gerätedatenbank auf der Grundlage der letzten Hardwarekonfigurationsinformationen erfolgt. Als einzige weitere Option akzeptiert hpvmhostrdev die Option -h, mit der eine kurze Übersicht über die verfügbaren Optionen und deren Verwendung angezeigt wird.

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