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HP Integrity Virtual Machines: Installation, Konfiguration und Verwaltung: Version A.03.50 > Kapitel 3 Erstellen von virtuellen Systemen

Klonen von virtuellen Systemen

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Technische Dokumentation

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Nach der Erstellung eines Gastsystems können Sie über den Befehl hpvmclone schnell und sehr einfach weitere Gastsysteme erstellen. Ebenso wie die Befehle hpvmcreate, hpvmmigrate und hpvmmodify hat auch der Befehl hpvmclone die Befehlsoptionen, die in der Tabelle 3-1 aufgeführt sind und mit denen virtuelle Geräte, virtuelle Netz­werk­schnitt­stellen sowie weitere Merkmale des virtuellen Systems angegeben werden können. Auf diese Weise können Sie neue Gastsysteme erstellen, die ähnliche Merkmale, aber andere virtuelle Ressourcen haben.

Tabelle 3-6 beschreibt die Optionen, die Sie mit dem Befehl hpvmclone verwenden können.

Tabelle 3-6 Optionen des Befehls hpvmclone

OptionBeschreibung
-P VS_NameGibt den Namen des vorhandenen virtuellen Systems an, das geklont werden soll. Sie müssen die Option -P oder -p angeben.
-p VS_NummerGibt die Nummer des vorhandenen virtuellen Systems an, das geklont werden soll. Sie müssen die Option -P oder -p angeben.
-N Klon_VS_NameGibt den Namen des neuen virtuellen Systems (des Klons) an. Der Klon_VS_Name kann aus bis zu 256 alphanumerischen Zeichen bestehen. Dieser Name des neuen virtuellen Systems darf auf dem VM-Host-System noch nicht vorhanden sein.
-e Prozent | -E ZyklenGibt die CPU-Berechtigung des virtuellen Systems in CPU-Zyklen an. Um den Prozentsatz der CPU-Leistung anzugeben, geben Sie die folgende Option ein:
-e Prozent
Um die Taktzyklen anzugeben, geben Sie die folgende Option ein:
-E ZyklenM (für Megahertz)
-E ZyklenG (für Gigahertz)
-l VS_BezeichnungGibt eine Bezeichnung für dieses virtuelle System an. Die Bezeichnung kann aus bis zu 256 alphanumerischen Zeichen ein­schließlich A-Z, a-z, 0-9, Bindestrich (-), Unterstrich (_) und Punkt (.) bestehen. Wenn Sie Leerzeichen verwenden möchten, muss die Bezeichnung in doppelte Anführungszeichen (" ") eingeschlossen werden.
-B Start_AttrGibt das Startverhalten des virtuellen Systems an. Geben Sie für Start_Attr eines der folgenden Schlüsselwörter ein:

auto: Startet das virtuelle System automatisch, wenn der VM Host gestartet wird (autoboot).

manual: Das virtuelle System wird nicht automatisch gestartet. Verwenden Sie den Befehl hpvmstart, um das virtuelle System manuell zu starten.

-O Betriebssystemtyp[:Version] Gibt den Typ und die Version des Betriebs­systems an, das auf dem virtuellen System ausgeführt wird. Für den Parameter Betriebs­system­typ können Sie einen der folgenden Werte angeben (Groß-/Kleinschreibung wird nicht beachtet):

hpux

windows

linux

-a RessourceErstellt ein virtuelles Gerät für das neue virtuelle System (Klon). Geben Sie für Ressource die Informationen für das virtuelle und das physische Gerät an.

Weitere Informationen zum Erstellen einer Spezifikation für ein virtuelles Speichersystem finden Sie in Kapitel 7.

Weitere Informationen zum Erstellen einer Spezifikation für ein virtuelles Netzwerksystem finden Sie in Kapitel 8.

-d RessourceLöscht ein virtuelles Gerät, das für das vorhandene virtuelle System definiert ist, aus der Konfiguration des geklonten virtuellen Systems. Geben Sie für Ressource die Informationen für das virtuelle und das physische Gerät an.

Weitere Informationen zum Erstellen einer Spezifikation für ein virtuelles Speichersystem finden Sie in Kapitel 7.

Weitere Informationen zum Erstellen einer Spezifikation für ein virtuelles Netzwerksystem finden Sie in Kapitel 8.

-m RessourceÄndert ein virtuelles Gerät, das für das vorhandene virtuelle System definiert ist, in der Konfiguration des geklonten virtuellen Systems. Geben Sie für Ressource die Informationen für das virtuelle und das physische Gerät an.

Weitere Informationen zum Erstellen einer Spezifikation für ein virtuelles Speichersystem finden Sie in Kapitel 7.

Weitere Informationen zum Erstellen einer Spezifikation für ein virtuelles Netzwerksystem finden Sie in Kapitel 8.

-b RessourceGibt den Startdatenträger für das neue virtuelle System an.
-FUnterdrückt alle Überprüfungen auf Ressourcen­konflikte sowie die zugehörigen Warnmeldungen (Force-Modus). Verwenden Sie den Force-Modus ausschließlich für die Problembehandlung.
-c Anzahl_vCPUsGibt die Anzahl der vCPUs an, die dieses virtuelle System zum Startzeitpunkt erkennt. Wenn keine Angabe erfolgt, wird der Standardwert 1 verwendet. Die maximale Anzahl von vCPUs, die Sie einem virtuellen System zuweisen können, ist die Anzahl der physischen Prozessoren auf dem VM-Host-System.
-r KapazitätGibt die Arbeitsspeicherkapazität an, die für dieses virtuelle System verfügbar ist. Geben Sie die Kapazität als KapazitätM (für MB) oder als KapazitätG (für GB) an.
-S KapazitätGibt an, dass das geklonte Gastsystem dieselben Ports des virtuellen LANs (VLAN) wie das Quellgastsystem verwenden muss. Standardmäßig weist der Befehl hpvmclone VLAN-Ports zu, die sich von denen unterscheiden, die dem Gastsystem zugewiesen werden, das die Quelle des Klonvorgangs ist. Weitere Informationen zum Verwenden von VLANs auf virtuellen Systemen finden Sie im Abschnitt .
-g Gruppe[:{admin|oper}]Gibt eine Gruppenautorisierung an. Die angegebene Verwaltungsebene (admin oder oper) wird auf die angegebene Benutzergruppe angewendet.
-u Benutzer[:{admin|oper}]Gibt eine Benutzerautorisierung an. Die angegebene Verwaltungsebene (admin oder oper) wird auf die angegebene Benutzergruppe angewendet.
-x Schlüsselwort=Parameter

Gibt die Werte für die Einstellung des dynamischen Arbeitsspeichers an, der dem Gastsystem zugeordnet wird. Dazu gehören:

  • dynamic_memory_control

  • ram_dyn_type

  • ram_dyn_min

  • ram_dyn_max

  • ram_dyn_target_start

Weitere Informationen zu dynamischem Arbeitsspeicher finden Sie im Abschnitt .

Wenn Sie die Seriennummer des neuen virtuellen Systems angeben möchten, geben Sie serial_number={new | same} ein.

 

Wenn Sie beispielsweise das virtuelle System compass1 klonen möchten, um ein neues virtuelles System namens clone1 zu erstellen, geben Sie folgende Befehle ein. Zeigen Sie zunächst auf dem VM Host die Status der Gastsysteme an:

# hpvmstatus
[Virtual Machines]
Virtual Machine Name VM #  OS Type State     #VCPUs #Devs #Nets Memory  Runsysid
==================== ===== ======= ========= ====== ===== ===== ======= ========
compass1                 2 HPUX    On (OS)        1     1     1    2 GB        0
compass2                 3 UNKNOWN Off            1     1     1    1 GB        0
compass3                 4 HPUX    Off            1     1     1    2 GB        0

Sie können einen Klon von compass1 erstellen, indem Sie den folgenden Befehl eingeben. Das neue virtuelle System erhält den Namen clone1:

# hpvmclone -P compass1 -N clone1

Zum Anzeigen der Ergebnisse des Befehls geben Sie den Befehl hpvmstatus erneut ein:

# hpvmstatus
[Virtual Machines]
Virtual Machine Name VM #  OS Type State     #VCPUs #Devs #Nets Memory  Runsysid
==================== ===== ======= ========= ====== ===== ===== ======= ========
compass1                 2 HPUX    On (OS)        1     1     1    2 GB        0
compass2                 3 UNKNOWN Off            1     1     1    1 GB        0
compass3                 4 HPUX    Off            1     1     1    2 GB        0
clone1                   5 UNKNOWN Off            1     1     1    2 GB        0

Der Befehl hpvmclone erstellt eine Kopie eines vorhandenen virtuellen Systems und seiner Konfigurationsinformationen. Dieser Befehl kopiert die Konfigurationsdateien des vorhandenen Gastsystems. Er kopiert nicht die tatsächlichen Daten und die Software, die dem Gastsystem zugeordnet sind. Die Datei Klon_VS_Name darf auf diesem VM Host nicht bereits vorhanden sein.

Die Konfigurationsinformationen des neuen virtuellen Systems können aus der ursprünglichen Konfigurationsdatei durch Verwenden von Befehlsoptionen geändert werden. Wenn keine Optionen angegeben werden, bleiben alle ursprünglichen Parameter erhalten. Dies führt zu Ressourcen­konflikten, wenn das ursprüngliche und das geklonte virtuelle System zusammen gestartet werden.

Die Ressourcen werden überprüft, um zu ermitteln, ob das virtuelle System auf dem Server einen Selbststart durchführen könnte. Alle Probleme werden als WARNINGS (Warnungen) gemeldet. Diese Warnungen verhindern nicht, dass das neue virtuelle System erstellt wird. Diese Bedingungen verhindern aber, dass das Gastsystem gestartet werden kann.

Hintergrundspeichergeräte (z. B. Verzeichnisse und Dateien) können nicht gemeinsam genutzt und daher nicht von zwei aktiven Gastsystemen gleichzeitig verwendet werden. In einem solchen Fall müssen Sie einen anderen Hintergrundspeicher eingeben oder dürfen immer nur jeweils eines der Gastsysteme ausführen. Weitere Informationen finden Sie im Kapitel 7, „Erstellen von virtuellen Speichergeräten“.

Über die Option -b können Sie ein Speichergerät angeben, das beim Klonvorgang physisch dupliziert werden soll. In dieser Option können Sie beliebig viele Speichergeräte angeben, und diese Option unterstützt alle möglichen Arten von physischen Geräten (disk, lv und file).

Im folgenden Beispiel wird gezeigt, wie der Befehl hpvmclone zu verwenden ist, wenn ein neues Linux-Gastsystem erstellt werden soll, das den Namen linux2 hat und auf dem vorhandenen Gastsystem linux1 basiert. Der Startdatenträger ist angegeben.

# hpvmclone -P linux1 -N linux2 -b disk:scsi:0,0,0:disk: 

Da es keine Garantie gibt, dass andere virtuelle Systeme zur gleichen Zeit wie das neue virtuelle System ausgeführt werden, sollten Sie den folgenden Befehl verwenden, um das Gerät auf Abhängigkeiten zu überprüfen:

# hpvmdevmgmt -l Eintragsname 

Weitere Informationen zum Befehl hpvmdevmgmt sowie zur Geräteverwaltungsdatenbank für Gastsysteme finden Sie im Kapitel 7.

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